Old Testament
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1 Chronik 28,10 (LUTH1912): Bedeutung und Kontext
Dieses Verswort erinnert uns daran, dass Gottes Berufung begleitende Ermutigung verlangt. Es spricht zu Salomo, dem Sohn Davids, der vor der Aufgabe steht, den Tempel in Jerusalem zu errichten. Die Formulierung „So siehe nun zu; denn der HERR hat dich erwählt, daß du sein Haus baust zum Heiligtum. Sei getrost und mache es!“ fügt eine persönliche Bestimmung hinzu: Gott hat dich berufen, und diese Berufung ist zugleich Auftrag und Versicherung, dass er mitgeht. Der Vers dient als Zusammenfassung einer größeren Segens- und Verheißungsrede Davids an Salomo und an das Volk Israel.
Originalkontext und Hauptaussage
Der Kontext liegt im Abschluss Davids: Er versammelt das Volk, richtet seine Abschiedsrede aus und gibt dem König Salomo Orientierung für den Bau des Tempels. David bestätigt Salomos Berufung, den Tempel Gottes zu errichten, und ermutigt ihn mit der Gewissheit, dass der HERR ihn dazu erwählt hat. Die Kernaussage: Gottes Berufung ist zugleich Beruf und Gegenwart – wer zu einer heiligen Aufgabe berufen ist, erhält die Zusage, dass Gott bei ihm ist und ihn stärkt.
Zentrale Themen und Impulse
Bezüge im Heilserlebnis der Schrift
Der Vers erinnert an andere Passagen, die Berufung und Gottes Gegenwart betonen:
Quellenübergreifende Gedanken (3 kurze Bezüge)
Aktueller Andachtsimpuls
Wie Salomo heute? Wer vor einer großen Aufgabe steht, darf hören, dass Gott ihn erwählt hat und zugleich mit ihm geht. Die Ermutigung „Sei getrost und mache es!“ wird zu einem bleibenden Muster: Erst Glaubensvertrauen, dann konkretes Handeln im Auftrag Gottes. Die Arbeit mag großen Anforderungen gleichen, doch Gottes Gegenwart macht die Aufgabe möglich und heilig.
Anwendungspunkte
Hinweise auf andere Stimmen
Dieses Wort bestätigt in der Tradition der frühchristlichen und lutherischen Auslegung eine klare Linie: Berufung ist verbunden mit göttlicher Beauftragung und Mut durch Gottes Zusage. Die hier genannten Quelleneinsichten verweben klassische Hilfen von öffentlichen Kommentatoren, ohne den eigenen Gang der Auslegung zu verlassen.
Literarische Anmerkung: Enthaltene Zitate aus Matthew Henry, Albert Barnes oder Adam Clarke erscheinen hier nur sparsam und im Sinn einer kurzen Verweisung. Falls nötig, können wörtliche Passagen in einer späteren Version hinzugefügt werden. Die heutige Auslegung bleibt eigenständig nüchtern, kontextbezogen und praxisnah.
Cross-reference: 2 Chronicles 6,7 – Gottes Gegenwart in der Tempelweihe; Psalm 27,14 – Mut, der aus dem Vertrauen auf Gott erwächst; Exodus 3,12 – „Ich bin bei dir“ als Beistand in der Mission.