Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiVerse
1 Könige 17:1 1 Könige 17:2 1 Könige 17:3 1 Könige 17:4 1 Könige 17:5 1 Könige 17:6 1 Könige 17:7 1 Könige 17:8 1 Könige 17:9 1 Könige 17:10 1 Könige 17:11 1 Könige 17:12 1 Könige 17:13 1 Könige 17:14 1 Könige 17:15 1 Könige 17:16 1 Könige 17:17 1 Könige 17:18 1 Könige 17:19 1 Könige 17:20 1 Könige 17:21 1 Könige 17:22 1 Könige 17:23 1 Könige 17:24



1. Könige 17,19 (LUTH1912): "Gib mir her deinen Sohn!"
In diesem Vers reagiert der Prophetenelija-Elija auf die akute Not der Witwe von Scharon. Nachdem er ihr schon durch Brot und Öl Wunder gewährt hat, drängt ihn die Sehnsucht nach einem lebendigen Zeichen: Er verlangt den Sohn der Frau. Die Handlung erscheint zuerst forsch, doch sie dient einem größeren Ziel: Gottes Versorgung durch den Propheten wird sichtbar, auch im schmerzlichen Verlust und in der Sterblichkeit des Lebens.
Zentrale Bedeutung
Der Auftrag, den Sohn zu holen und ihn auf das Bett zu legen, markiert eine bewusste Grenze zwischen menschlicher Abhängigkeit und göttlicher Eingreifen. Elija wird zum Mittler, durch den Gott die Frau in ihrem Prüfungsklima stärkt: Der Lebensunterhalt, die Versorgung und letztlich die Hoffnung ruhen nicht auf menschlicher Zuversicht allein, sondern auf Gott, der durch seinen Propheten wirkt. Der Gedanke der Auferstehungsgeschichte schimmert hier bereits durch: Gott kann Leben wiederherstellen, selbst dort, wo es scheinbar kein Leben mehr gibt.
Thematische Schwerpunkte
Verknüpfte Passagen
Bezugspunkte für das Verständnis dieses Abschnitts finden sich in:
Praktische Reflexion
Dieses Ereignis erinnert daran, dass echter Glauben sich oft in Wendepunkten zeigt: Wer sich Gottes Willen erst rechnet, wird Zeuge seiner rettenden Gegenwart auch in schmerzlichen Momenten. Die Frau reagiert mit Vertrauen, obwohl die Situation hoffnungslos scheint. Wir können lernen, in unseren Krisen offen zu bleiben für Gottes Handeln, selbst wenn die Antworten nicht sofort greifbar sind.
Kurze Zusammenfassung
Elija bittet die Witwe um ihren Sohn, und dieser Akt führt zu einer weiteren Demonstration göttlicher Unterstützung inmitten der Not. Der Text betont, dass Gottes Treue sich in persönlichen Schicksalen zeigt und dass der Prophet als Instrument des Göttlichen wirkt, um Leben zu bewahren und Hoffnung zu stärken.
Hinweise auf frühere Gelehrte (Auszüge)
In Anlehnung an klassische Auslegungen: Der Mut Elijas, die Not der Witwe anzusprechen, wird als Zeichen einer mutigen Glaubensgemeinschaft verstanden. Bibelkommentare legen nahe, dass solche Handlungen die Vorrangstellung Gottes in allen Lebensbereichen betonen.
Quellenhinweise (kurze Zitate aus Public-Domain-Kommentaren)
Henry, Barnes, Clarke betonen, dass Prophetenhandlungen oft Brücken zwischen menschlicher Bedürftigkeit und göttlicher Macht sind. Wird wörtlich zitiert: "Gottes Treue zeigt sich in praktischer Versorgung" (sinngemäß, Zusammenfassung aus Kommentaren; vollständige wörtliche Zitate werden hier nicht wörtlich abgedruckt).