Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiVerse
1 Könige 3:1 1 Könige 3:2 1 Könige 3:3 1 Könige 3:4 1 Könige 3:5 1 Könige 3:6 1 Könige 3:7 1 Könige 3:8 1 Könige 3:9 1 Könige 3:10 1 Könige 3:11 1 Könige 3:12 1 Könige 3:13 1 Könige 3:14 1 Könige 3:15 1 Könige 3:16 1 Könige 3:17 1 Könige 3:18 1 Könige 3:19 1 Könige 3:20 1 Könige 3:21 1 Könige 3:22 1 Könige 3:23 1 Könige 3:24 1 Könige 3:25 1 Könige 3:26 1 Könige 3:27 1 Könige 3:28

1 Könige 3,10 (LUTH1912): Das gefiel dem Herrn wohl, daß Salomo um ein solches bat
In diesem Vers wird der entscheidende Moment im Traum Salomos beschrieben. Gott hatte Salomo die Möglichkeit gegeben, sich etwas zu wünschen, und Salomo bittet nicht um Reichtum, Macht oder längeres Leben für sich, sondern um Weisheit, um sein Volk gerecht zu regieren. Die Reaktion Gottes bestätigt diese Herzenshaltung: Das Bitten um Weisheit kommt Gott wohlgefällig vor und wird ihm als kostbares Geschenk gewährt.
Zentrale Bedeutung
Salomos Wunsch nach klarem, gerechtem Urteil reflektiert eine Haltung Gottesnähe: Er bittet nicht um egoistische Vorteile, sondern um Führungsfähigkeit zum Wohl des Volkes. Gott erkennt hierin eine demütige Abhängigkeit von Ihm und eine Verantwortung vor ihm. Die Episode setzt den Ton für Salomos spätere Regentschaft: Weisheit als göttliche Gabe, die den Dienst Salomos unter Gottes Leitung stellt.
Hauptthemen
Verwandte Quellentexte (Bezugspunkte)
Einflussreiche Auslegungen sehen in Salomos Bitte eine Vorlage für weises Handeln in Verantwortung. Verbindungen bestehen zu:
Diese Querverbindungen ergänzen das Bild: Weisheit als göttlich begleitete Führungsqualität, geprägt von Furcht Gottes und Gerechtigkeit.
Historische Perspektiven (Kommentarströme)
Historisch-evangelikale Stimmen betonen, dass Salomos Bitte eine Vorlage für jede Führungsrolle ist: Der Weisheitsgeist ist das größte Geschenk, wenn Macht mit Verantwortung einhergeht. Matthew Henry hebt hervor, dass Salomos Wunsch aus der Notwendigkeit hervorwächst, gerecht über das Volk zu urteilen. Albert Barnes betont, dass diese Bitte Gottes Wohlgefallen auslöst, weil sie Gottes Ehre sucht statt eigene Vorteile. Adam Clarke unterstreicht, dass Salomos Bitte eine Demonstration echten Geistes aus göttlicher Quelle ist, nicht menschlicher Selbstsucht.
Praktische Anwendung
Für Christen heute bedeutet dieses Vorbild: In wichtigen Entscheidungen zuerst um Weisheit bitten, statt Ansehen oder Gewinn zu suchen. Wer um Gottes Rat bitt, wird oft mit Klarheit, Fairness und Geduld belohnt. Die Übereinstimmung mit Gottes Willen zeigt sich in gerechtem Handeln, das dem Gemeinwohl dient.
Kurzfassung
In 1 Könige 3,10 zeigt sich Salomos Herzhaltung: Er bittet um Weisheit, um gerecht zu urteilen. Gott nimmt dies wohlgefällig an und schenkt ihm Weisheit als Grundlage einer verantwortungsvollen Herrschaft. Die Passage ruft dazu auf, Weisheit Gottes als erste Ressource in Führung und Alltag zu suchen.
Beachtete Zitatpassagen aus den klassischen Kommentaren (wörtliche Kürzel): Matthew Henry: „…“; Albert Barnes: „…“; Adam Clarke: „…“. Die genauen kurzen Zitate werden hier nur als Hinweis geführt, wenn vorhanden, ohne den Text zu wiederholen.