Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiChapter
1 Samuel 1 1 Samuel 2 1 Samuel 3 1 Samuel 4 1 Samuel 5 1 Samuel 6 1 Samuel 7 1 Samuel 8 1 Samuel 9 1 Samuel 10 1 Samuel 11 1 Samuel 12 1 Samuel 13 1 Samuel 14 1 Samuel 15 1 Samuel 16 1 Samuel 17 1 Samuel 18 1 Samuel 19 1 Samuel 20 1 Samuel 21 1 Samuel 22 1 Samuel 23 1 Samuel 24 1 Samuel 25 1 Samuel 26 1 Samuel 27 1 Samuel 28 1 Samuel 29 1 Samuel 30 1 Samuel 31



1 Samuel 31:6 (LUTH1912) – Kontext und Bedeutung
Der Vers gehört zum tragischen Abschluss des Saul- und israelitischen Königsdienstes. Im Verlauf der Schlacht gegen die Philister ist Saul verletzt worden; er bittet seinen Waffenträger, ihn zu töten, doch der Waffenträger fürchtet sich und weigert sich. Saul nimmt schließlich selbst das Schwertchen, und seine drei Söhne sowie seine Waffenträger und alle seine Männer sterben am gleichen Tag. Der Satz fasst das militärische Desaster zusammen: Das Königshaus Saul ist gefallen, der königliche Stamm ist zerschlagen, und der Wille Gottes für Israel schien vorübergehend unterbrochen.
Zentrale Bedeutung
Der Vers betont die Gesamtheit des Untergangs: Saul, seine drei Söhne, sein Waffenträger und alle Männer, die zu ihm gehörten, sterben zugleich. Er zeigt das Ausmaß der Niederlage und das Ende einer Ära, in der Saul als erste Königsgestalt Israels eine zentrale Rolle spielte. Die Formulierung erinnert daran, dass menschliche Bemühungen und politischer Aufstieg vor dem göttlichen Plan bestehen, doch im Moment der größten Bedrängnis offenbar wird, wer wirklich auf Gott vertraut.
Zwei bis drei zentrale Themen
Verbindung zu verwandten Passagen
• 1 Samuel 28–31: Die letzten Auseinandersetzungen Sauls mit den Philistern und die endgültige Niederlage, wodurch Davids künftige Herrschaft vorbereitet wird. Verbindung: Das Kapitel zeigt die Eskalation des Konflikts zwischen Saul und der Davids-Erhebung.
• 2. Samuel 1: Die Nachricht von Sauls Tod als tragische Botschaft für Israel, die Trauer und Reflexion über Gottes Wegführung auslöst. Verbindung: Der Bericht aus der Davidszeit erinnert an den Umbruch, den Sauls Sturz markiert.
• 1 Chronik 10: Der Tod Sauls wird dort bestätigt und aus einer genealogisch-chronistischen Perspektive eingeordnet. Verbindung: Verknüpft das königliche Erbe mit der Geschichte Israels als Ganzem.
Kurzüberlegung zur Anwendung
Diese Verse laden dazu ein, das Vertrauen auf Gott auch in der schlimmsten Stunde zu prüfen. Wenn menschliche Stärke versagt und politische Macht vergeht, bleibt Gottes Souveränität bestehen. Christen können aus Sauls Ende die Wichtigkeit ziehen, die Führung Gottes zu suchen statt auf eigenen Wegen zu bestehen, und auf Gottes Plan für das verheißene Königreich zu warten.
Kurzfassung
In diesem Tag sinkt Saul mit seinem ganzen Hausstamm und den Kriegern – ein schmerzhafter Wendepunkt in Israels Geschichte, der die Niederlage der menschlichen Macht hervorhebt und den Weg für Davids Herrschaft ebnet.
Cross-References (kurz erläutert)
– 1 Samuel 28–31: Der fortgesetzte Konflikt mit den Philistern und der endgültige Zusammenbruch. Diese Passage zeigt die Konsequenz der geistigen Uneinigkeit und die Folgen der Gottesferne.
– 2 Samuel 1: Die Meldung von Sauls Tod bringt Trauer und eine Neubewertung der Königsherrschaft in Israel.
– 1 Chronik 10: Eine parallele Berichtigung der Ereignisse, die Sauls Sturz in den genealogischen Kontext setzt.
Hinweis: Zitate aus Matthew Henry, Albert Barnes oder Adam Clarke werden nur erwähnt, falls vorhanden; hier findet sich kein wörtliches Zitat aus diesen Kommentatoren im vorliegenden Abschnitt.