Old Testament
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3 Johannes 1



3. Johannes 1,7 (LUTH1912)
„Denn um seines Namens willen sind sie ausgezogen und nehmen von den Heiden nichts.“
Sofortiger Kontext
Der Vers gehört zum kurzen Traktat des Apostels Johannes an einegeliebte Gemeinde. Das Hauptanliegen ist Gemeinschaft im Glauben und Treue zum Auftrag Christi trotz Verfolgung oder sozialer Ausgrenzung. Die Aussage bezieht sich auf reisende Brüder, die im Namen Christi senden und missionieren, und erklärt, warum sie sich bei den Heiden in Demut und Abhängigkeit betragen: Sie empfangen Nahrung und Unterstützung, aber ausschließlich um des Namens Jesu willen und als Ausdruck der Hingabe an seine Botschaft.
Was der Text über Gott oder den Glauben offenbart
Der Vers macht deutlich, dass der Dienst am Namen Jesu eine motivierende Macht ist, die Christen miteinander verbindet, unabhängig von nationalen oder religiösen Barrieren. Gottes Namen – Jesus Christus – wird zur Quelle von Hingabe, Selbstverleugnung und Finanz- bzw. Versorgungssolidarität. Die Gläubigen handeln nicht aus eigenem Interesse, sondern erkennen Jesus als den Messias an, dessen Botschaft weltweite Relevanz hat. Dadurch wird die Gemeinschaft der Gläubigen international und inklusiv, doch sie bleibt bis in praktische Details hinein auf den Namen Jesu bezogen.
Wichtige Worte und Bilder
Verwandte Schriftstellen
— Gleiches Motiv in 3. Johannes 1,6: Die Gastfreundschaft dient der Wahrheit des Gemeindelebens und der Unterstützung der Missionare. Begründung: Die Haltung der Gastgeber ist Kennzeichen gottesfürchtigen Handelns.
— Galater 6,6: Das Teilen der Lehre und die Unterstützung derjenigen, die im Wort arbeiten, sind Ausdruck christlicher Gemeinschaft. Begründung: Praktische Fürsorge zeigt die Verbundenheit der Gläubigen.
— Apostelgeschichte 18,3: Apostel Paulus arbeitet als Zeltmacher mit Gleichgesinnten; das Beispiel zeigt, wie Missionare auf Unterstützung angewiesen sind. Begründung: Gemeinschaftliche Hilfe stärkt die Botschaft.
Historische Einordnung (geerdete Auszüge aus bekannten Kommentaren)
Nach Matthew Henry betont der Vers die vorsichtige Aufrechterhaltung der Reinheit der Gemeinschaft unter den Missionaren: Die Gastgeber unterstützen den Dienst nicht aus persönlicher Bereicherung, sondern „um des Namens willen“. Albert Barnes hebt hervor, dass die Missionare durch ihren Auftrag begierig darauf sind, die Botschaft Christi zu verbreiten, ohne weltliche Vorteile zu suchen. Adam Clarke ergänzt, dass diese Haltung eine klare Trennung der Missionare von weltlichen Motiven zeigt und ihre Aufgabe klar als Dienst am Jesusnamen definiert. Diese Stimmen stimmen darin überein, dass das Motiv des Dienstes tief aus dem Zusammenhang mit Christus erwächst und die praktische Unterstützung darauf hin ausgerichtet ist, die Botschaft rein zu halten.
Gegenwartsbezogene Anwendung
Kurze, hilfreiche Quellennachweise
„Denn um seines Namens willen sind sie ausgezogen“ – Kernbotschaft der Absonderung von Selbstinteresse zugunsten des missionarischen Zeugnisses (Anlehnung an Henry, Barnes, Clarke).