Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiChapter
Apostelgeschichte 1 Apostelgeschichte 2 Apostelgeschichte 3 Apostelgeschichte 4 Apostelgeschichte 5 Apostelgeschichte 6 Apostelgeschichte 7 Apostelgeschichte 8 Apostelgeschichte 9 Apostelgeschichte 10 Apostelgeschichte 11 Apostelgeschichte 12 Apostelgeschichte 13 Apostelgeschichte 14 Apostelgeschichte 15 Apostelgeschichte 16 Apostelgeschichte 17 Apostelgeschichte 18 Apostelgeschichte 19 Apostelgeschichte 20 Apostelgeschichte 21 Apostelgeschichte 22 Apostelgeschichte 23 Apostelgeschichte 24 Apostelgeschichte 25 Apostelgeschichte 26 Apostelgeschichte 27 Apostelgeschichte 28Verse
Apostelgeschichte 28:1 Apostelgeschichte 28:2 Apostelgeschichte 28:3 Apostelgeschichte 28:4 Apostelgeschichte 28:5 Apostelgeschichte 28:6 Apostelgeschichte 28:7 Apostelgeschichte 28:8 Apostelgeschichte 28:9 Apostelgeschichte 28:10 Apostelgeschichte 28:11 Apostelgeschichte 28:12 Apostelgeschichte 28:13 Apostelgeschichte 28:14 Apostelgeschichte 28:15 Apostelgeschichte 28:16 Apostelgeschichte 28:17 Apostelgeschichte 28:18 Apostelgeschichte 28:19 Apostelgeschichte 28:20 Apostelgeschichte 28:21 Apostelgeschichte 28:22 Apostelgeschichte 28:23 Apostelgeschichte 28:24 Apostelgeschichte 28:25 Apostelgeschichte 28:26 Apostelgeschichte 28:27 Apostelgeschichte 28:28 Apostelgeschichte 28:29 Apostelgeschichte 28:30 Apostelgeschichte 28:31



Apostelgeschichte 28,8 (LUTH1912)
Es geschah aber, daß der Vater des Publius am Fieber und an der Ruhr lag. Zu dem ging Paulus hinein und betete und legte die Hand auf ihn und machte ihn gesund.
Szenischer Kontext
Nach dem Schiffbruch auf Malta gelangen Paulus und die Gefährten nach Rom. Publius, der Statthalter der Insel, empfängt sie freundlich. Sein Vater liegt krank und leidet unter Fieber und Ruhr, Zeichen einer schweren körperlichen Belastung und möglicher seuchenhafter Erkrankung in jener Zeit. Paulus geht zu ihm, betet, legt ihm die Hände auf und heilt ihn. Die Begebenheit zeigt, dass Gottes Macht sich in konkreten, lebendigen Heilungen manifestiert, auch in einer peripheren Gemeinschaft am Rand des Römischen Reiches.
Gottes Gegenwart und Glauben
Die Heilung ist kein Zufall, sondern Ausdruck der Gegenwart Christi durch den Heiligen Geist in Paulus. Die Handlung des Betens und des Auflegens der Hände verdeutlicht Vertrauen auf Gottes Wille und Macht, nicht auf menschliche Heilkunde allein. Die Heilswirkung betrifft den Mann selbst, aber sie stärkt auch das Zeugnis der Jünger: Christus ist der Heiler, der Leben wiederherstellt, selbst dort, wo religiöse oder politische Autorität eher begrenzt ist.
Wichtige Begriffe und Bilder
Fieber und Ruhr kennzeichnen schwere Krankheit und Druck der Zeit. Die Kombination erinnert an Notwendigkeit und Dringlichkeit, vor der jeder Mensch vor Gott Verantwortung trägt. Die Auflegung der Hände ist ein alttestamentliches und nehmt eine christliche Praxis der Segenserweisung auf, die im Neuen Testament als Zeichen der persönlichen Zusprache und des Glaubens dient.
Verwandte Schriftstellen
– Markus 16,18: Gläubige werden mit Händen gelegt und Heilung empfangen.
– Jakobus 5,14–15: Die Gemeinde soll unter den Ältesten beten und die Kranke mit Öl salben; der Glaube rettet den Kranken.
– Apostelgeschichte 4,30: Gott schenkt Zeichen und Wunder durch den Namen Jesu.
Diese Querverbindungen zeigen, dass Heilung in der frühchristlichen Gemeinschaft als Zeichen der Gottesnähe verstanden wird und mit Gebet, Handauflegung und Gemeindezusammenhalt verbunden ist.
Geringfügige Anmerkungen zu Ausdrucksformen
Der Bericht bleibt nüchtern: Es geschieht, dass Paulus betet und die Hand auflegt; die Heilung ist Gottes Wirken, das durch den Einsatz der Jünger geschieht. Die Sichtweise betont Gottes souveräne Macht und Barmherzigkeit gegenüber allen Menschen, unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit.
Gegenwartsbezug und Anwendung
Zusammenfassendzeigt dieser Abschnitt, dass Gottes Macht sich in konkreten Hilfen zu erkennen gibt, wenn Gläubige in Abhängigkeit von Christus handeln — im Gebet, Handauflegung und im gemeinschaftlichen Vertrauen, dass Gott Leben wiederherstellt.
Quellenhinweis zu gemeinsamen Auslegungen: In den klassischen Kommentaren wird betont, dass die Heilung ein Zeichen der Apostelvollmacht unter Gottes Führung darstellt (vgl. Matthew Henry, Albert Barnes, Adam Clarke). Die Kernbotschaft bleibt: Gott ist der Heiler, und der Glaube der Gemeinschaft öffnet Räume für seine Gnade.