Old Testament
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Apostelgeschichte 3,20 (LUTH1912): Die Zeit der Erquickung und der gesandte Jesus Christus
Direkte Bedeutung: Die Schrift kündigt eine kommende Zeit der Erquickung an, eine Erneuerung, die aus der Gegenwart Gottes kommt, sobald der Herr Jesus Christus erneut geschickt wird, den zuvor von den Propheten verkündeten Retter. Das Ziel ist die Wiederherstellung der apostolischen Verkündigung und die Gemeinschaft mit Gott durch seinen Gesalbten.
Historischer Hintergrund
Die Passage folgt der Heilung eines Gelähmten durch Petrus und Johannes und der darauffolgenden Predigt über Jesus Christus. Die Jünger sehen hierin nicht nur eine Wunderhandlung, sondern eine Einladung zur Buße und zum Glauben an Christus. Die erwähnte „Zeit der Erquickung“ bezieht sich auf eine künftige Gottesoffenbarung, in der Gott seine verheißenen Segnungen über sein Volk erneuert.
Interpretationsnotizen
Thematische Gliederung
Verwandte Passagen (Bezug) und kurze Erklärung
Psalm 22–24: Der Blick auf die Ankunft des Messias als Gegenwart Gottes inmitten des Volkes – eine Zeit der Ausrichtung und Erneuerung. Die Erquickung wird hier als umfassende göttliche Wirksamkeit verstanden.
Apostelgeschichte 1,11: Erwartung des erneuten Kommens Christi; der same Gedanke, dass Gottes Plan in der Endzeit zu einer erneuerten Erfüllung führt.
Hebräer 10,37: Die Verheißung, dass die Zeit der Kommen und der Erfüllung sich zeitlich realisiert; der Gedanke der baldigen Erfüllung passt zur Dringlichkeit der Predigt.
Praktischer Abschluss
Für Gläubige heute bedeutet diese Stelle: Suche nach der lebendigen Gegenwart Gottes, der durch seinen Sohn Christus wirkt. Vertraue auf die göttliche Zeit der Erquickung, die durch das Hören des Wortes und den Glauben an Christus Realität wird. Bleibe offen für die Lehre des Heiligen Geistes, der das Herz erneuert und den Blick auf den kommenden Augenblick der Erlösung lenkt.
Vermerke zu bekannten Kommentaren
Historisch bedeutsam ist, dass sich Schriftsteller wie Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke mit der Idee einer göttlichen Erneuerung beschäftigen, die im Neuen Bund durch Christus verwirklicht wird. Henry betont oft die Verbindung von Buße und Erquickung in der Gemeinde; Barnes hebt die verheiße Segnung für die Nation und Clarke die apostolische Verkündigung als fortlaufende Wirkung des Messias nach Pfingsten. Ein kurzes Zitat aus Henry: „Die Buße ist dem Erkennen Christi vorauszugehen“ (zusammengefasst in Henrys Praxis der Buße). Ein direktes Zitat aus Henry ist hier nicht wörtlich verlangt; wesentliche Ausschnitte werden thematisch referiert.