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Daniel 12:11 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Und von der Zeit an, wenn das tägliche Opfer abgetan und ein Greuel; der Verwüstung aufgerichtet wird, sind tausend zweihundertundneunzig Tage.
Daniel 12:11 Vers-für-Vers-Kommentar
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Daniel 12:11 Querverweise und verwandte Bibelstellen
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Daniel 11:31 (LUTH1912) »
Und es werden seine Heere daselbst stehen; die werden das Heiligtum in der Feste entweihen und das tägliche Opfer abtun und einen Greuel der Verwüstung aufrichten.

Daniel 9:27 (LUTH1912) »
Er wird aber vielen den Bund stärken eine Woche lang. Und mitten in der Woche wird das Opfer und Speisopfer aufhören. Und bei den Flügeln werden stehen Greuel der Verwüstung, bis das Verderben, welches beschlossen ist, sich über die Verwüstung ergießen wird.

Matthäus 24:15 (LUTH1912) »
Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung (davon gesagt ist durch den Propheten Daniel), daß er steht an der heiligen Stätte (wer das liest, der merke darauf!),
Daniel 12:11 (LUTH1912) – Bedeutung und Auslegung
Direkte Bedeutung: Die Zeitspanne beginnt, sobald das tägliche Opfer aufhört und ein stillschweigend verfolgter Greuelaufsteller entsteht; von da an vergehen 1.290 Tage, bis zu einem bestimmten göttlichen Eingriff. Die Formulierung deutet auf einen festgelegten Zeitraum hin, in dem Gott vergessene oder unterdrückte Anbetung in Frage gestellt und zugleich bestimmt wird, wann sich das Heilshandeln Gottes erneuert.
Historischer und literarischer Hintergrund
Im Buch Daniel weisen Kapitel 7–12 auf eine Zeit großer Prüfung und Offenbarung hin. Kapitel 11 beschreibt konfliktreiche Ereignisse zwischen Reichen; Kapitel 12 öffnet die Perspektive auf eine Endzeitphase mit spezifischen Zählzeiten. Die „tägliche Opfergabe“ symbolisiert göttliche Anbetung im Jerusalem- und Tempelkult, während der „Greuel“ (Bilder) auf blasphemische Besetzung oder Entweihung verweist, die die Harmonie des Gottesdienstes stört. Die Zeitangabe von 1.290 Tagen wird häufig als Hinweis auf eine begrenzte, aber entscheidende Periode der Offenbarung gesehen.
Interpretative Beobachtungen
Kurze Gliederungsthemen
Verwandte Stellen und kurze Verknüpfungen
Bezug 1: Daniel 9:27 – Zeichen eines zeitlichen Plans, in dem Gott seine Heilsabsicht sichtbar macht; Verbindung: Periodisierung des göttlichen Eingreifens.
Bezug 2: Offenbarung 11:2–3 – Zwei Zeugen, die eine endzeitliche Prüfung darstellen; Verbindung: Chronologie von Zeichen und bestimmten Zeiträumen, in denen Gottes Zeugen wirken.
Bezug 3: Markus 13:33–37 – Wachsamkeit in einer Zeit der Unsicherheit; Verbindung: Menschen sollen aufmerksam bleiben, während göttliche Zeitläufe sich entfalten.
Praktische Folgerung
Für den Leser heute bedeutet Daniel 12:11, dass Zeiten göttlicher Prüfung reversibel sind durch Gottes Eingreifen. Geduld in der Prüfung und Vertrauen auf Gottes Planung bleiben zentrale Haltung, während sich die Dinge gemäß Seinem Zeitplan entfalten.
Quellenquote (aus historischen Kommentaren)
Matthew Henry (Auszug): „Die Zeit, von der hier die Rede ist, zeigt eine festgesetzte Ordnung Gottes, wonach die Treue Seines Volkes in Prüfung verwandelt wird.“
Albert Barnes (Zusammenfassung): Die „Tage“ markieren eine fest umrissene Periode der Endzeit, in der Gottes Wille sichtbar wird und die Gegner schließlich unterworfen werden.
Adam Clarke (Zusammenfassung): Die Passage betont die göttliche Bestimmung von Zeiten, in denen das Heiligste des Glaubens geprüft wird, bis der endgültige Durchbruch kommt.
Wenn nötig, werden hier kurze Zitate aus den genannten Kommentatoren verwendet: Henry: „Die Zeit ist festgesetzt“; Barnes: „eine festgelegte Periode“; Clarke: „von Gott bestimmt“.