Daniel 8:21 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers

Der Ziegenbock aber ist der König in Griechenland. Das Horn zwischen seinen Augen ist der erste König.

Vorheriger Vers
« Daniel 8:20
Nächster Vers
Daniel 8:22 »

Daniel 8:21 Vers-für-Vers-Kommentar

Daniel 8:21 – Der Ziegenbock und das Horn

Der Ziegenbock aber ist der König in Griechenland. Das Horn zwischen seinen Augen ist der erste König. (LUTH1912)

Im unmittelbaren Zusammenhang

Daniel 8 schildert eine Vision, in der ein prächtig prähistorischer Ziegenbock erscheint, der über das Medo-Persische Reich hinwegzieht und schließlich zerbricht. Aus seinem Scheitern geht ein kleines Horn hervor, das emporwächst und schließlich gegen den Heiligen kämpft. Verse wie 8:21 verdeutlichen die Etappen dieser Vision: Der Ziegenbock steht für Griechenland; das Horn symbolisiert den ersten König dieses neuen Weltreichs. Die Szene gehört zur Reihe der Offenbarungen Gottes über kommende Mächte und deren Begrenztheit gegenüber dem Ewigen.

Was der Text über Gott und Glauben offenbart

Im Blick auf Gott betont die Passage Gottes Souveränität über Reiche und Zeiten. Die Mächte der Welt entstehen und fallen nicht aus Zufall, sondern unter göttlicher Ordnung. Das kurze Horn, das aus dem Ziegenbock hervorgeht, erinnert daran, dass auch die größten weltlichen Kräfte aus menschlicher Ambition entstehen und ebenso rasch wieder in Vergänglichkeit fallen können. Gleichzeitig deutet die Vision darauf hin, dass Gottes Heilskreis weitergeht: Obwohl ein Menschensystem emporsteigt, bleibt Gottes Heilsplan beständig, und seine Werke werden schließlich offenbar und gerettet werden.

Begriffe und Bilder erklärt

  • Ziegenbock: Steht hier als Bild des griechischen Reiches, das durch Schnelligkeit, Kraft und Wandel geprägt ist.
  • Das Horn: Ein Symbol für den ersten König, der aus dem Reich hervortritt; seine Herausbildung markiert eine neue Ära in der Geschichte.
  • Zwischen seinen Augen: Hinweis auf den Ort der Macht – sichtbar, unmittelbar, machtvoll.

Verwandte Schriften und Hinweise aus dem Kommentar

Die neutestamentliche Erwartung von Herrschaft und Endzeit wird durch ähnliche Muster bestätigt: Gottes Eingreifen in die Geschicke der Nationen zeigt, dass menschliche Größenordnungen begrenzt sind. In historischen Auslegungen betonen Kommentatoren, dass das Bild auf eine Übergangszeit von Großreichen hindeutet und zugleich auf die Notwendigkeit des geistlichen Maßstabs für das Volk Gottes.

Bezug zu anderen Stellen

– : Gott stärkt sein Volk trotz weltlicher Umwälzungen – ein Motiv, das sich in Daniels Vision widerspiegelt.
– : Eine weitere Vision über Tiergestalten und die zukünftigen Herrscherreiche, die Gottes letztendliche Herrschaft zuletzt sichtbar macht.
– : Veranschaulicht, wie weltliche Macht sich gegen das Volk Gottes richtet, doch Gottes Plan bleibt gerechtfertigt.

Hinweis auf kurze, charakteristische Quellenausschnitte aus historischen Kommentaren: Matthew Henry betont die göttliche Ordnung hinter menschlichen Reichen; Albert Barnes hebt die symbolische Bedeutung der Tiere und Hörner hervor; Adam Clarke verweist auf die Bedeutung der Vision als Aufklärung über kommende Kräfte und göttliche Geduld. Wortlautübergreifende Gedanken dieser Kommentatoren zeigen, dass Macht immer im Lichte der Heiligkeit Gottes relativiert wird. (Hinweis: Enthaltene kurze Textfragmente aus Henry, Barnes, Clarke erscheinen hier nur als inhaltliche Verweise; es werden keine vollständigen Zitate wiedergegeben.)

Gegenwärtige Anwendung

Für heute bedeutet Daniels Bild, wachsam zu bleiben gegenüber weltlicher Potenz, ohne den Blick für Gottes souveränen Plan zu verlieren. Die Passage ermutigt dazu, im Glauben auf Gottes Treue zu vertrauen, auch wenn politische oder weltliche Kräfte Veränderungen durchlaufen. Die Lösung liegt weniger im nationalen Durchhalten als in einer beständigen Gottesfurcht, im Festhalten an Gottes Wort und im Gebet um Weisheit, wie sich der Gläubige in einer chaotischen Zeit verlässlich positionieren kann.

Kurze, hilfreiche Querverweise

  • Bezugspunkt: Daniel 7: Über die großen Reiche und Gottes ewige Herrschaft – erklärt, dass Reiche kommen und gehen, doch Gottes Reich bleibt.
  • Bezugspunkt: Offenbarung 13 – Die Darstellung weltlicher Macht gegen das Volk Gottes, doch der Sieg Gottes bleibt gewiss.
  • Bezugspunkt: Jesaja 40–41 – Gottes Stärke gegen die vermeintliche Macht der Nationen; Er ermuntert, auf ihn zu hoffen.

*** Dieser Kommentar enthält Inhalte aus klassischen gemeinfreien Quellen. Teile des Materials wurden mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet, zusammengefasst oder übersetzt. Bitte vergleiche jede Erklärung mit dem vollständigen Bibeltext und seinem Zusammenhang. Wenn du einen Fehler oder eine verbesserungsbedürftige Übersetzung findest, teile es uns bitte mit.

Daniel 8:21 Querverweise und verwandte Bibelstellen

Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Daniel 11:3 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Daniel 11:3 (LUTH1912) »
Darnach wird ein mächtiger König aufstehen und mit großer Macht herrschen, und was er will, wir er ausrichten.

Daniel 10:20 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Daniel 10:20 (LUTH1912) »
Und er sprach: Weißt du auch, warum ich zu dir gekommen bin? Jetzt will ich wieder hin und mit dem Fürsten in Perserland streiten; aber wenn ich wegziehe, siehe, so wird der Fürst von Griechenland kommen.

Daniel 8:5 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Daniel 8:5 (LUTH1912) »
Und indem ich darauf merkte, siehe, da kommt ein Ziegenbock vom Abend her über die ganze Erde, daß er die Erde nicht berührte; und der Bock hatte ein ansehnliches Horn zwischen seinen Augen.

LUTH1912 Bibelbuch auswählen