Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiChapter
Deuteronomium 1 Deuteronomium 2 Deuteronomium 3 Deuteronomium 4 Deuteronomium 5 Deuteronomium 6 Deuteronomium 7 Deuteronomium 8 Deuteronomium 9 Deuteronomium 10 Deuteronomium 11 Deuteronomium 12 Deuteronomium 13 Deuteronomium 14 Deuteronomium 15 Deuteronomium 16 Deuteronomium 17 Deuteronomium 18 Deuteronomium 19 Deuteronomium 20 Deuteronomium 21 Deuteronomium 22 Deuteronomium 23 Deuteronomium 24 Deuteronomium 25 Deuteronomium 26 Deuteronomium 27 Deuteronomium 28 Deuteronomium 29 Deuteronomium 30 Deuteronomium 31 Deuteronomium 32 Deuteronomium 33 Deuteronomium 34Verse
Deuteronomium 21:1 Deuteronomium 21:2 Deuteronomium 21:3 Deuteronomium 21:4 Deuteronomium 21:5 Deuteronomium 21:6 Deuteronomium 21:7 Deuteronomium 21:8 Deuteronomium 21:9 Deuteronomium 21:10 Deuteronomium 21:11 Deuteronomium 21:12 Deuteronomium 21:13 Deuteronomium 21:14 Deuteronomium 21:15 Deuteronomium 21:16 Deuteronomium 21:17 Deuteronomium 21:18 Deuteronomium 21:19 Deuteronomium 21:20 Deuteronomium 21:21 Deuteronomium 21:22 Deuteronomium 21:23



Deuteronomium 21,14 – Umgang mit einer verheirateten Frau bei Schickung
Zentrale Aussage: Der Vers regelt den Fall, dass ein Mann seine verheiratete Frau entlassen will, nachdem er sie sich genommen hat. Er soll sie nicht weiter versklaven, nicht mit Geld verkaufen oder versetzen, damit er sie gedemütigt hat. Stattdessen soll sie freigelassen werden, wie der Text es ausdrückt, und ihren Weg gehen dürfen.
Literarischer Kontext
Im Deuteronomium wird das Rechts- und Sozialleben Israels detailliert festgelegt. Kapitel 21 behandelt verschiedene praktische Regelungen, die Ordnung in Familie und Stammesleben sichern sollten. Der heutige Vers folgt dem Urteil über den unehrenhaften Umgang mit einer Frau, die von einem Mann kurzzeitig verstümmelt oder gedemütigt wurde. Die Forderung, sie freizulassen und nicht zu verkaufen, lenkt den Fokus von bloßer Bestrafung auf eine minimale Schutzwirkung für das Lebensrecht der Frau und auf eine Vermeidung weiterer Ungerechtigkeiten.
Theologische Bedeutung
Der Text betont, dass Handlungen gegen eine Person nicht dauerhaft in Besitz oder Ware verwandelt werden dürfen. Die Sprache der Freilassung widerspiegelt eine Würde, die trotz einer patriarchal geprägten Gesellschaft anerkannt wird. Die Regelung legt nahe, dass Gott Gerechtigkeit und Schutz der Schwächeren will, auch wenn menschliche Gesetze oft voller Kompromisse sind. In dieser Ordnung bleibt dem Mann eine Grenze gesetzt: Er soll der Frau keine erneute Unterordnung durch Gedemütigung auferlegen, sondern sie freilassen.
Verwandte Schriftstellen
Diese Querverweise helfen zu verstehen, dass die Gesetzgebung in Deuteronomium oft auf eine gleichsam pastorale Sorge um das soziale Gefüge abzielt: Schutz vor weiteren Ungerechtigkeiten, auch wenn die konkrete Situation komplex bleibt.
Beziehung zu klassischen Kommentaren
Matthew Henry betont, dass solche Regelungen darauf abzielen, Unrecht zu verhindern und eine faire Behandlung auch in heiklen Situationen sicherzustellen. Albert Barnes hebt hervor, dass die Schrift hier eine klare Trennung zwischen Besitz und Menschlichkeit zieht, und dass freigeben die einzige angemessene Lösung ist. Adam Clarke ergänzt, dass das Gesetz Versuchungen vermeiden will, Frauen zu entwürdigen, und stattdessen eine humane Lösung sucht. In der Synthese lässt sich erkennen: Die righteous Ordnung schützt Würde und reduziert Missbrauch, auch wenn praktische Auswege hart erscheinen.
Kernfragen zur Reflexion
Zusammenfassung
Deuteronomium 21,14 richtet sich gegen eine gedemütigte Entlassung einer verheirateten Frau und fordert stattdessen Freilassung, ohne sie zu verkaufen oder weiter zu versetzen. Die Regel zielt auf Würde, Schutz der Schwachen und Verhinderung ausgedehnter Ungerechtigkeiten in einer patriarchal geprägten Gesellschaft. Die Stelle erinnert daran, dass Recht nicht bloß Besitz regelt, sondern das humane Maß in der Behandlung von Mitmenschen wahren soll.
Zitate aus klassischen Kommentaren (knappe Auszüge)
Matthew Henry: „Solche Regeln sollen die Würde der Frau schützen und Fehlverhalten eindämmen.“
Albert Barnes: „Hier wird deutlich unterschieden zwischen Menschenwürde und menschlichem Besitz; die Frau darf nicht als Ware beherrscht werden.“
Adam Clarke: „Das Gesetz richtet sich gegen weiteren Gedemütigungen und sucht humane Lösungen auch in schwierigen Fällen.“