Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiChapter
Deuteronomium 1 Deuteronomium 2 Deuteronomium 3 Deuteronomium 4 Deuteronomium 5 Deuteronomium 6 Deuteronomium 7 Deuteronomium 8 Deuteronomium 9 Deuteronomium 10 Deuteronomium 11 Deuteronomium 12 Deuteronomium 13 Deuteronomium 14 Deuteronomium 15 Deuteronomium 16 Deuteronomium 17 Deuteronomium 18 Deuteronomium 19 Deuteronomium 20 Deuteronomium 21 Deuteronomium 22 Deuteronomium 23 Deuteronomium 24 Deuteronomium 25 Deuteronomium 26 Deuteronomium 27 Deuteronomium 28 Deuteronomium 29 Deuteronomium 30 Deuteronomium 31 Deuteronomium 32 Deuteronomium 33 Deuteronomium 34Verse
Deuteronomium 25:1 Deuteronomium 25:2 Deuteronomium 25:3 Deuteronomium 25:4 Deuteronomium 25:5 Deuteronomium 25:6 Deuteronomium 25:7 Deuteronomium 25:8 Deuteronomium 25:9 Deuteronomium 25:10 Deuteronomium 25:11 Deuteronomium 25:12 Deuteronomium 25:13 Deuteronomium 25:14 Deuteronomium 25:15 Deuteronomium 25:16 Deuteronomium 25:17 Deuteronomium 25:18 Deuteronomium 25:19
Der Name des Barfüßers und seine Bedeutung im Israelbild
Hauptaussage: In Deuteronomium 25,10 wird der Mann, der darum zu zitieren ist, mit dem besonderen Hinweis benannt, dass sein Name in Israel mit dem Haus des Barfüßers verbunden sein soll. Die Formel betont eine soziale Gerechtigkeit, die Würde und Identität einer Witwe oder einer geschädigten Familie schützt. Gleichzeitig verweist sie auf die Strukturen der Sippen- und Stammesordnung in Israel, in der das Ansehen einer Familie eng mit dem Namen verbunden ist.
Literarischer Kontext
Der Vers gehört zu den speziellen Rechtsvorschriften, die das israelitische Familien- und Erbverständnis regeln. Innerhalb des Deuteronomiums wird das Gesetz des geregelten Rechtsstreits, der Pflicht gegenüber Verstorbenen und der soziale Ausgleich systematisch dargelegt. Die Wendung „sein Namen … heißen“ zeigt, dass der Schutz der Würde einer Familie nicht nur materiell, sondern auch identitätsstiftend gedacht ist. Der Kontext hebt hervor, dass Gerechtigkeit nicht nur im direkten Handeln, sondern auch im Ansehen und dem fortbestehenden Namen der Familie liegt.
Theologische Bedeutung
Die Stelle betont, dass soziale Gerechtigkeit im Gottesgericht wurzelt. Wer die Würde der Schwachen missachtet, verletzt Gottes Gebot. Gleichzeitig dient der Verweis auf den Namen als bleibendes Zeichen, dass Gottes Bundestreue und seine Rechtsordnung in der Erinnerung der Gemeinde verankert bleiben. Der Barfußer (eine Person) wird in dieser Passusfigur symbolisch zum Zeugnis der Treue Gottes und der Verantwortung der Gemeinschaft gegenüber den Benachteiligten.
Verbindung zu anderen Stellen
Hinweis: Die direkte Verbindung verweist nicht auf die wörtliche Vers-Textüberlieferung, sondern auf das theologische Prinzip der Fürsorge als Ausdruck Gottesgerechtigkeit.
Fragen zur Reflexion
Zusammenfassung
Deuteronomium 25,10 erinnert daran, dass Rechtsordnung und soziale Gerechtigkeit untrennbar miteinander verbunden sind. Der Hinweis auf den Namen des Barfüßers markiert das bleibende Zeugnis der Solidarität der Israeliten: Eine Gemeinschaft, die den Schwachen gerecht wird, bewahrt ihren eigenen Namen vor dem Verstoß gegen Gottes Treue.
Quellenhinweis zu klassischen Stimmen: In den Auslegungen von Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke wird betont, dass das Gesetz der Fürsorge eine Frucht der Gottesfurcht ist, und dass der Name als bleibendes Zeichen der Gerechtigkeit dient. Konkrete Wortlaute aus Henry oder Clarke beziehen sich hier auf die allgemeine Lesart, nicht auf wörtliche Zitate des gesamten Abschnitts, sondern auf das thematische Prinzip der Rechts- und Namenswürde.
Cross-References
Es sei empfohlen, Psalm 68,6 und Sprüche 19,17 zu berücksichtigen, die ähnliche Themen von Verantwortung, Fürsorge und Gottes Blick auf die Armen behandeln. Zudem Kolosser 3,25 erinnert daran, dass jeder seine Aufgabe vor Gott gerecht erfüllen wird, was die heutige Fragestellung nach gerechtem Handeln in der Gemeinschaft verbindet.
Hinweis zur Zitatlage: Es wird keine Vollzitatwiedergabe der einzelnen Abschnitte von Matthew Henry, Albert Barnes oder Adam Clarke benutzt; wo wörtliche Formulierungen dieser Kommentatoren erscheinen, sind sie in Anführungszeichen als direkte Bezugnahme markiert. Die hier gezeigten Kernaussagen fassen deren typischen Gedanken zu Gerechtigkeit, Fürsorge und Namenswürde zusammen.