Old Testament
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Prediger 10:17 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Wohl dir, Land, dessen König edel ist, und dessen Fürsten zu rechter Zeit speisen, zur Stärke und nicht zur Lust!
Prediger 10:17 Vers-für-Vers-Kommentar
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Prediger 10:17 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Sprüche 31:4 (LUTH1912) »
O, nicht den Königen, Lamuel, nicht den Königen ziemt es, Wein zu trinken, noch den Fürsten starkes Getränk!

Deuteronomium 14:26 (LUTH1912) »
und gib das Geld um alles, was deiner Seele gelüstet, es sei um Rinder, Schafe, Wein, starken Trank oder um alles, das deine Seele wünscht, und iß daselbst vor dem HERRN, deinem Gott, und sei fröhlich, du und dein Haus

Sprüche 28:2 (LUTH1912) »
Um des Landes Sünde willen werden viel Änderungen der Fürstentümer; aber um der Leute willen, die verständig und vernünftig sind, bleiben sie lange.
Prediger 10,17 – Bedeutung, Kontext und Auslegung
Wörtliche Kernaussage: Wohl dir, Land, dessen König edel ist, und dessen Fürsten zu rechter Zeit speisen, zur Stärke und nicht zur Lust!
Direkte Sinnrichtung: Der Vers lobt eine Ordnung, in der herrschende Fürsten rechtzeitig und verantwortungsvoll handeln, so dass die Nation zu ihrer Stärke statt zu Ausschweifungen und Lust neigt. Ein edler König und wohlgestellte Führung schaffen Stabilität, gute Arbeitsordnung und nachhaltige Kraft für das Gemeinwesen.
Historischer und literarischer Hintergrund
Im Predigersal zuvor wird häufig der Vergänglichkeit menschlicher Macht und der Zufälligkeit irdischer Freude gedacht. Hier wird das Gegenbild gezeichnet: Ordnung, Disziplin und Bereitschaft zur verantwortungsvollen Führung bewahren das Volk vor Chaos und Übermaß. Die Formulierung erinnert an Weisheitstexte, die staatliche Ordnung mit Tugendhaftigkeit der Obrigkeit verbinden.
Interpretative Beobachtungen
Kurze thematische Gliederung
Verwandte Verse und kurze Verbindungen
1. Könige 3,9 (Beispiel für Weisheit in Regierungsführung): Weisheit wird gesucht, damit die Ordnung des Volkes gelingt. Verbindung: Wenn Führung geprägt ist von Weisheit, wirkt sich das auf Stabilität aus.
Spr 16,31: Ein ruhiges, ehrwürdiges Wesen und Maßhalten in den Entscheidungen spiegeln eine gereifte Obrigkeit wider.
Prediger 8,4–5: Autorität mit Verantwortung – das Gehorsam gegenüber Weisung und die richtige Ausführung der Befehle sichern Erfolg.
Quellenhinweise zu klassischen Kommentatoren (Auszüge in Kürze)
Matthew Henry betont, dass gute Regierung durch Tugend, Maßhalten und Sorge um das Gemeinwohl charakterisiert ist. Albert Barnes hebt die Bedeutung von Zurückhaltung und Ordnung hervor, während Adam Clarke auf die praktische Nützlichkeit einer Regierung verweist, die sich an Ordnung und Rechtschaffenheit orientiert. Die hier zitierten Gedanken werden so zusammengeführt, dass eine verständliche, praxisnahe Deutung entsteht.
Praktische Schlussfolgerung
Der Vers mahnt dazu, dass staatliche Ordnung und verantwortungsvolle Führung das Wohl des Landes fördern. Für heutige Leser bedeutet das: Vertrauen in fähige, maßvolle Führung; Unterstützung von Institutionen, die Ressourcen gerecht, rechtzeitig und zweckgerichtet einsetzen; und Wachsamkeit gegenüber Vergnügungssucht, die das Gemeinwohl gefährden könnte.
Kurze Quellverweise (ohne Volltexte)
Bezug zu: Weisheit über Regierung, Timing und Gemeinwohl aus den Weisheitsüberlieferungen; Verbindungen zu biblischen Passagen über Ordnung, Maßhalten und Verantwortung.