Old Testament
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Habakuk 2:5 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Aber der Wein betrügt den stolzen Mann, daß er nicht rasten kann, welcher seine Seele aufsperrt wie die Hölle und ist gerade wie der Tod, der nicht zu sättigen ist, sondern rafft zu sich alle Heiden und sammelt zu sich alle Völker.
Habakuk 2:5 Vers-für-Vers-Kommentar
*** Dieser Kommentar enthält Inhalte aus klassischen gemeinfreien Quellen. Teile des Materials wurden mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet, zusammengefasst oder übersetzt. Bitte vergleiche jede Erklärung mit dem vollständigen Bibeltext und seinem Zusammenhang. Wenn du einen Fehler oder eine verbesserungsbedürftige Übersetzung findest, teile es uns bitte mit.
Habakuk 2:5 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Sprüche 27:20 (LUTH1912) »
Hölle und Abgrund werden nimmer voll, und der Menschen Augen sind auch unersättlich.

Sprüche 20:1 (LUTH1912) »
Der Wein macht lose Leute, und starkes Getränk macht wild; wer dazu Lust hat, wird nimmer weise.

Psalm 138:6 (LUTH1912) »
Denn der HERR ist hoch und sieht auf das Niedrige und kennt die Stolzen von ferne.
Habakuk 2:5 (Luther1912) – Im Blick auf den Stolzen und seine Begierde
Der Vers gehört zum neuen Abschnitt des Propheten Habakuk, in dem Gottes Gerichte über die stolzen Herrscher und deren Habgier verkündet werden. Die Aussage richtet sich gegen die aufstrebende Machtmentalität, die sich durch Wein und Ausschweifungen zu festigen scheint, während zugleich eine tiefere Gefahr sichtbar wird: das ungehemmte Verlangen, das letztlich andere Nationen verschlingt.
Was der Text über Gott, den Glauben und das menschliche Herz offenbart
Der Vers zeigt, dass Gottes Gericht keinen Stillstand kennt: Der Stolze wird durch seine Begierden überwältigt, die wie ein unersättlicher Tod wirken. Gott lässt die Ungerechtigkeit der Machtmissbrauchs sichtbar werden und beweist damit, dass kein Mensch, keine Nation, dem Verlangen nach Selbstsicherung auf Kosten anderer entkommt. Der Glaube wird damit herausgefordert, sich nicht auf scheinbare Stärke oder Reichtum zu verlassen, sondern auf Gottes gerechte Ordnung zu vertrauen.
Wichtige Begriffe und Bilder erklärt
Verknüpfte Verheißungen und Querverweise
– Jesaja 14:13‑15 (Machttheorie und fallende Selbstüberschätzung) erläutert, wie stolze Könige fallen, weil ihr Herz auf sich selbst statt auf Gott gerichtet ist. Die Warnung bestätigt sich hier in Habakuk 2:5.
– Psalm 2:1‑3 beschreibt die Auflehnung der Nationen gegen den Christus-Sitz; das Versagen der weltweiten Macht wird sichtbar, doch Gottes Reich bleibt unerschüttert.
– Offenbarung 17–18 psiht die gefallene Weltordnung, die sich durch Maßlosigkeit und Blutschuld auszeichnet; das Ziel ist stets die letztendliche Züchtigung durch Gottes Gericht.
Heutige Anwendung
Der Text mahnt, nicht dem Trugbild von Macht, Reichtum oder Genuss zu folgen, das letztlich andere ausbeutet. Christen sind aufgerufen, integrativ zu handeln, Gerechtigkeit zu fördern und sich auf Gottes Wille zu verlassen, auch wenn weltliche Mächte auf scheinbare Überlegenheit setzen. Die Sehnsucht nach Sicherheit soll nicht durch Ausbeutung anderer befriedigt werden, sondern durch Treue zu Gott und gerechte Lebensführung.
Kurz zitiert aus den klassischen Kommentatoren (Auswahl)
Adam Clarke: „Der Wein betrügt den stolzen Mann“ – göttliche Prüfung, in der Reichtum als Versuchung wirkt. Hinweis: Clarke betont die Verführung durch Sinnesgenüsse, die den Blick auf Gott verstellen.
Matthew Henry: Er verweist darauf, dass der Stolze durch seine eigenen Triebe gefangen wird und Gottes Geduld endet, wenn Ungerechtigkeit sich verlängert.
Albert Barnes: Würdigt die Darstellung der Unersättlichkeit als charakteristische Sünde der Macht, die nichts als Selbstsucht kennt.
In Summe zeigt der Vers, dass Gottes Gerechtigkeit über dem Lärmen der Welt steht: Wer auf Macht, Reichtum und Genuss setzt, wird sich letztlich selbst entlarven und Gottes Gericht wird sichtbar werden.