Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiVerse
Hebräer 11:1 Hebräer 11:2 Hebräer 11:3 Hebräer 11:4 Hebräer 11:5 Hebräer 11:6 Hebräer 11:7 Hebräer 11:8 Hebräer 11:9 Hebräer 11:10 Hebräer 11:11 Hebräer 11:12 Hebräer 11:13 Hebräer 11:14 Hebräer 11:15 Hebräer 11:16 Hebräer 11:17 Hebräer 11:18 Hebräer 11:19 Hebräer 11:20 Hebräer 11:21 Hebräer 11:22 Hebräer 11:23 Hebräer 11:24 Hebräer 11:25 Hebräer 11:26 Hebräer 11:27 Hebräer 11:28 Hebräer 11:29 Hebräer 11:30 Hebräer 11:31 Hebräer 11:32 Hebräer 11:33 Hebräer 11:34 Hebräer 11:35 Hebräer 11:36 Hebräer 11:37 Hebräer 11:38 Hebräer 11:39 Hebräer 11:40



Hebräer 11:10 (LUTH1912): »Denn er wartete auf eine Stadt, die einen Grund hat, der Baumeister und Schöpfer Gott ist.«
In diesem Vers der Heimholung des Glaubens wird Abraham als Wegweiser für denjenigen erkennbar, der sich nach dem ewigen Ziel ausstreckt. Der Autor der Hebräer erinnert daran, dass Abrahams Glauben nicht auf irdische Sicherheit oder temporäre Segnungen zielt, sondern auf eine himmlische Stadt, deren Grund von Gott selbst gelegt ist. Abraham wandelt als Fremder und Wandrer auf Erden, weil er eine himmlische Heimat erwartet; so wird der Glauben als Vertrauen in das unsichtbare Versprechen Gottes beschrieben, das eine endgültige, göttliche Ordnung verspricht.
Kernbedeutung
Der Vers lenkt den Blick auf eine fundamentale Perspektive des Glaubens: Der Gläubige lebt in dieser Welt, doch sein Fokus bleibt auf der von Gott errichteten Ewigkeit. Die Stadt steht als Symbol für Gottes Königreich, das durch seine Herrschaft und Schöpfung gegründet ist. Abrahams Gedanke ist deshalb nicht auf persönlichen Vorteil gerichtet, sondern auf die Verwirklichung Gottes Verheißungen in einer endgültigen, göttlichen Ordnung.
Zwei bis drei zentrale Themen
Bezug zu verwandten Versen
– Hebräer 11 betont wiederholt die Vorväter, die durch Glauben wirkliche Dinge ersehnten (Vers 8–10). Eine ähnliche Gewichtung findet sich bei Kolosser 1:27, wo die Hoffnung der Herrlichkeit in den Heiligen verborgen ist, als substanzieller Reichtum der Gläubigen. Rom 8:18–25 erinnert daran, dass Schöpfung und Gläubige auf die Offenbarung der Kinder Gottes warten und sich nach der Erlösung sehnen.
Praktische Anwendung
Der Text fordert dazu auf, Glauben praktisch zu leben: Nicht Vergnügungen dieser Welt, sondern Gottes Reich als Ziel und Orientierung anzuvisieren. In Entscheidungen, die Sicherheit oder Wohlstand betreffen, priorisiert der Gläubige, was Gott versprochen hat, und vertraut darauf, dass Sein Fundament fest ist. Dieses Vertrauen schenkt Geduld, Mut und eine Lebensweise, die Gottes Ehre sucht.
Zusammenfassung
Abraham lebt aus dem Blick auf eine von Gott gegründete Stadt. Der Vers lädt ein, den Blick von irdischer Stabilität abzuwenden und sich fest in Gottes Verheißung zu verankern. So wird Glaube zu einer treuen, erwartungsvollen Lebenshaltung, die letztlich auf die vollendete Gemeinschaft mit Gott ausgerichtet ist.
Anmerkungen zu zitierbaren Stimmen
In dieser Passage finden sich gottesdienstliche Einsichten, die in älteren Auslegungstraditionen auch von Kommentatoren wie Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke wiedergegeben wurden. Wörtliche Kürzel der jeweiligen Zitate werden hier nur dann verwendet, wenn sie direkt zitierfähig sind. Die Kerngedanken der genannten Kommentatoren fassen sich so zusammen: Henry betont das Vertrauen in unmutsbare göttliche Verheißung, Barnes hebt hervor, dass die Stadt göttlichen Grund hat, Clarke verweist auf Geduld und Wandel des Glaubensreisenden.