Old Testament
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Hosea 9:14 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
HERR, gib ihnen-was willst du ihnen aber geben -, gib ihnen unfruchtbare Leiber und versiegte Brüste!
Hosea 9:14 Vers-für-Vers-Kommentar
*** Dieser Kommentar enthält Inhalte aus klassischen gemeinfreien Quellen. Teile des Materials wurden mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet, zusammengefasst oder übersetzt. Bitte vergleiche jede Erklärung mit dem vollständigen Bibeltext und seinem Zusammenhang. Wenn du einen Fehler oder eine verbesserungsbedürftige Übersetzung findest, teile es uns bitte mit.
Hosea 9:14 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Lukas 23:29 (LUTH1912) »
Denn siehe, es wird die Zeit kommen, in welcher man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren haben, und die Brüste, die nicht gesäugt haben!

Hiob 21:10 (LUTH1912) »
Seinen Stier läßt man zu, und es mißrät ihm nicht; seine Kuh kalbt und ist nicht unfruchtbar.

Hosea 9:13 (LUTH1912) »
Ephraim, wie ich es ansehe, ist gepflanzt und hübsch wie Tyrus, muß aber nun seine Kinder herauslassen dem Totschläger.
Hosea 9:14 (LUTH1912) – Bedeutungssinn und Vorsicht vor Gottes Gericht
Direkte Bedeutung: Der Prophet formuliert ein klares Gebet an den HERRN: Gib ihnen, was du ihnen geben willst — schenke ihnen unfruchtbare Leiber und versiegte Brüste. Damit wird das Gericht auf eine sehr konkrete Weise ausgesprochen: Gottes Zorn trifft Fruchtbarkeit, Lebensunterhalt und Fortpflanzung, Bereiche, die in der alten Welt als grundlegende Zeichen für Segen galten. Die Bitte ist kein bloßes Wüten, sondern Ausdruck der Ahnung, dass Gottes Strafe auch in der Natur sichtbar wird.
Wahnungskontext
Hosea richtet seinen Blick auf das Nordreich Israel, das in wiederholten Abfällen von Gott durch Götzendienst und verfehlte Loyalität gekennzeichnet ist. Das Kapitel 9 ist geprägt von drohendem Gericht, besonders über eine Nation, die sich von Gottes Wegen entfernt hat. Die Formulierung spiegelt den hebräischen Stil wider, in dem die Zunge des Propheten die Härte der Strafe grell schildert, aber zugleich eine Klage an den HERRN als Richter trägt. Das Gebet ist somit kein Akt persönlicher Rache, sondern Ausdruck der göttlichen Gerechtigkeit, in der sündige Gesellschaften die natürliche Konsequenz ihrer Entscheidungen erleben.
Interpretative Beobachtungen
Kurzthemen
Verwandte Passagen und Verknüpfungen
Hos 1–3 – Die frühe Gott-Nähe und die Frage der Treue. Wie Hosea hier den Bundbruch Israels schildert, verdeutlicht es, dass das Gericht oft direkt auf das Verfehlen von Gottes Geboten folgt.
Jeremia 5:9–11 – Gottes Geduld geht zu Ende, wenn wiederholte Ungehorsamkeit bestehen bleibt; ähnliche Sprachbilder von Gericht und Entzug des Segens.
1. Mose 1–2 – Im ursprünglichen Schöpfungskontext ist Fruchtbarkeit ein Grundbestandteil des Segens; ihr Fehlen in der Sünde wird als Bruch mit der Ordnung wahrgenommen.
Praktische Andacht
Die Aufnahme dieses Verses erinnert daran, dass Gottes Gericht nicht zufällig, sondern verantwortungsvoll wirkt. Anstatt sich in Ressentiments zu verhärten, sollte das Herz prüfen, wo Gnade und Treue in der eigenen Lebensführung fehlen. Umkehr bedeutet, den Blick wieder auf Gottes Treue zu richten und an der Heiligkeit zu arbeiten, damit die Frucht des Glaubens wieder sichtbar wird.
Quellenvermerke zu klassischen Stimmen: In der Textarbeit nehmen wir Bezug auf theologische Stimmen der frühen Bibelkommentarliteratur, deren Auslegungen in allgemeiner Form hier zusammengeführt werden. Konkrete Wortlaute, sofern vorhanden, wurden sparsam zitiert; vollständige Passagen aus Matthew Henry, Albert Barnes oder Adam Clarke werden hier nur wörtlich wiedergegeben, wenn sie direkt erforderlich und zulässig sind.