Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiChapter
Jesaja 1 Jesaja 2 Jesaja 3 Jesaja 4 Jesaja 5 Jesaja 6 Jesaja 7 Jesaja 8 Jesaja 9 Jesaja 10 Jesaja 11 Jesaja 12 Jesaja 13 Jesaja 14 Jesaja 15 Jesaja 16 Jesaja 17 Jesaja 18 Jesaja 19 Jesaja 20 Jesaja 21 Jesaja 22 Jesaja 23 Jesaja 24 Jesaja 25 Jesaja 26 Jesaja 27 Jesaja 28 Jesaja 29 Jesaja 30 Jesaja 31 Jesaja 32 Jesaja 33 Jesaja 34 Jesaja 35 Jesaja 36 Jesaja 37 Jesaja 38 Jesaja 39 Jesaja 40 Jesaja 41 Jesaja 42 Jesaja 43 Jesaja 44 Jesaja 45 Jesaja 46 Jesaja 47 Jesaja 48 Jesaja 49 Jesaja 50 Jesaja 51 Jesaja 52 Jesaja 53 Jesaja 54 Jesaja 55 Jesaja 56 Jesaja 57 Jesaja 58 Jesaja 59 Jesaja 60 Jesaja 61 Jesaja 62 Jesaja 63 Jesaja 64 Jesaja 65 Jesaja 66



Jesaja 21,14 (LUTH1912): „Bringet den Durstigen Wasser entgegen … Brot den Flüchtigen.“
Im Kontext des Jesajabuchs gehört dieser Vers zu einer Reihe von Orakeln gegen heidnische oder randständige Völker, die vom Kommen des Richters und der Ausrichtung Gottes über Nationen sprechen. Hier wird eine konkretere, fast praktische Bitte formuliert: Der Durstigen Wasser zu bringen und Brot den Flüchtigen zu geben. Das Bild richtet sich an jene, die in Not sind oder unterwegs Zuflucht suchen. Es handelt sich nicht primär um ein liturgisches Programm, sondern um eine ethische Aufforderung, Nächstenliebe und Gastfreundschaft auch gegenüber Fremden zu praktizieren, besonders in Zeiten des Krisenmoments, in dem der Wendepunkt der Geschichte sichtbar wird.
Zentrale Bedeutung
Der Vers ruft dazu auf, pragmatische Barmherzigkeit zu üben: Wasser für den Durstigen, Brot für den Hungrigen. Zugleich verweist es auf eine Situation der Auswanderung oder Flucht, in der Menschen Abstand gewinnen, Schutz suchen und Grundbedürfnisse benötigen. In dieser Perspektive zeigt der Prophet, wie Gottes Treue sich durch konkrete Werke der Hilfe erweist. Die Praxis der Gastfreundschaft wird damit in ein prophetisches Licht gestellt: Wer anderen dient, dient letztlich Gott.
Zwei bis drei zentrale Themen
Verwandte Passagen
– Im Alten Testament finden sich ähnliche Aufforderungen zur Gastfreundschaft gegenüber Fremden und Geistlichen: z. B. Passagen, die das Gebot der Nächstenliebe in der Praxis betonen. Die Verweise betonen, dass die Liebe zu Mitmenschen eine direkte Frucht des Glaubens ist, nicht lediglich eine moralische Zusatzhandlung.
– Im Neuen Testament wird Gastfreundschaft als Bestandteil des gemeinsamen Lebens der Gemeinde wiederholt geübt und gepriesen. Diese Linien verdeutlichen, dass die christliche Ethik sich nicht auf Reformen der Gesellschaft beschränkt, sondern konkrete Hilfeleistungen umfasst.
Praktische Anwendung
In heutigen Begriffen bedeutet dies: Wenn Menschen auf der Flucht sind oder in Not geraten, sollten Gemeinden und Einzelpersonen auf konkrete Weise helfen – Wasser, Nahrung, Schutz, Orientierung. Die Haltung der Hilfsbereitschaft wird so zu einem sichtbaren Ausdruck des Gottesdienstes.
Kurze Verbindung zum Text
Der Vers steht am Anfang eines Abschnitts, der mit der Sicherheit Gottes und der Erwartung gerechter Gerichtserfahrung verbunden ist. Die Einladung, den Durstigen Wasser und Brot zu geben, weist darauf hin, dass echte Gottesnähe sich in praktischer Hilfe zu erkennen gibt.
AbschlussZusammenfassung
Jesaja 21,14 ruft zu konkreter Barmherzigkeit auf: Wem Not geschieht, dem soll geholfen werden – Wasser für den Durst, Brot für den Hunger. Diese einfache, doch fundamentale Handlung verwandelt theoretischen Glauben in sichtbares Zeugnis Gottes in der Welt.
Quellenhinweise (Gehörte Stimmen)
In der Verbindung mit frühneuzeitlichen Kommentaren wird oft betont, dass praktische Hilfe eine corelle Ausdrucksform des Gehorsams gegenüber Gott ist. Die Perspektiven von Henry, Barnes und Clarke unterstützen die Betonung der Nächstenliebe als lebendige Frucht des Glaubens. Beachten Sie, dass hier keine vollständigen Zitate aus den Kommentaren wiedergegeben werden; einzelne prägnante Aussagen beziehen sich auf deren grundlegende Einsichten.
Cross-References (Verknüpfungen)
– 5. Mose 10,18–19: Aufforderung zur Gastfreundschaft gegenüber Fremden, weil Gott der Beschützer der Witwen und Waisen ist. Verbindung zur Praxis des Helfens in Not.
– Matthäus 25,35–36: Jesus erinnert daran, dass das Empfangen der Hungrigen und Durstigen auch ihn selbst betrifft; praktische Nächstenliebe als Ausdruck des Reiches Gottes.
– Hebräer 13,2: Gastfreundschaft wird als Tugend gesehen, die oft unsichtbare Engel zu Besuch hat. Verbindung zur Offenheit gegenüber Bedürftigen.