Old Testament
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Jesaja 5:16 (LUTH1912)
aber der HERR Zebaoth erhöht werde im Recht und Gott, der Heilige, geheiligt werde in Gerechtigkeit.
Sofortiger Kontext
Der Vers gehört zum 5. Kapitel Jesaja, oft bekannt als das "Gleichnis vom Weinstock" oder als eine Sammlung von Klagen über das Ungehorsam des Volkes. Hier wird Gottes heilige Autorität und Seine Gerechtigkeit gegen Völker-und Königswillen betont. Der Satz richtet den Blick auf das Maß, mit dem Gott gerecht handelt: Er wird erhöht in dem, was recht ist, und Sein Name, der Heilige, wird in Gerechtigkeit geheiligt. Es ist eine Aussage über Gottes unverrückbare Souveränität und Heiligkeit in der Durchsetzung Seines Rechts.
Was der Text über Gott und den Glauben offenbart
Gott wird als der Herr Zebaoth vorgestellt, der militärisch-richterliche Herrscherherrschaft besitzt. In dieser Rolle wird Er nicht als zögerlicher, sondern als entschieden handelnder Gerechter dargestellt. Die Formulierung „erhöre ... im Recht“ deutet darauf hin, dass Gottes Würde, Autorität und Heiligkeit sich am Maßstab der Gerechtigkeit messen lassen. Selbst in der Kritik und Strafe bleibt Sein Wesensmerkmal Heiligkeit und Rechtschaffenheit, wodurch Sein Name als gerecht und heilig befestigt wird.
Wichtige Begriffe und Bilder
Verwandte Schriftstellen (Cross-References)
• Jesaja 9,6–7 – Der König, der Gerechtigkeit bringt und in dessen Gesetz die Herrschaft ruht; eine Ankündigung Gottes, dass Seine Heiligkeit und Rechtschaffenheit in der Herrschaft sichtbar wird. Erklärung: Verheißung einer gerechten Herrschaft, die Gottes Wesensmerkmal widerspiegelt.
• Psalm 99,4–5 – Gottes Gerechtigkeit und Heiligkeit werden geachtet; Er wird gepriesen, weil Er gerecht regiert. Erklärung: Verbindung von Gottes Rechtsordnung und Seinem heiligen Charakter.
• Römer 3,21–26 – Die Rechtfertigung aus dem Glauben, Gottes Gerechtigkeit wird durch den Glauben offenbar; Erklärung: Gottes Gerechtigkeit wird in Christus offenbar und erhöht sich im Handeln Gottes.
Begründende Auslegung aus frühchristlicher Gelehrsamkeit
Matthew Henry betont, dass Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit zentral sind, nicht nur als Prinzip, sondern als aktives Tun Gottes gegen Ungerechtigkeit. Albert Barnes hebt hervor, dass „im Recht“ die Ordnung Gottes vor der Welt sichtbar wird und Seine Heiligkeit durch gerechte Handlungen bestätigt wird. Adam Clarke erinnert daran, dass Gottes Heiligkeit seine Maßstäbe widerspiegelt und dass Seine Heiligkeit in der Entscheidung gegen die Sünde sichtbar wird. Gemeinsamer Kern ist, dass Gottes Wesen sich in seinem gerechten Handeln erfüllt und damit Sein Name geheiligt wird.
Zusammenfassung und heutige Anwendung
Der Vers erinnert daran, dass Gottes Handeln untrennbar mit Seiner Gerechtigkeit und Heiligkeit verbunden ist. Gerade in Zeiten der Ungerechtigkeit ruft er dazu auf, auf seine gerechte Regierung zu vertrauen und zu erkennen, dass Gottes Name in rechter Wahrheit offenbar wird. Für den Alltag bedeutet dies: Vertrauen auf Gottes Gerechtigkeit, das Verhalten danach ausrichten, was recht und heilig gemäß Gottes Maßstab ist, und darauf achten, dass unsere Gemeinschaft und unser Leben Zeugnis von Gottes Heiligkeit sind.
Beachtung der Zitate (von Vorkommentatoren):
Direkt zitierbare knappe Formulierungen aus öffentlichen Domänenkommentaren werden nur sparsam genutzt. Wenn vorhanden, werden kurze wörtliche Passagen gekennzeichnet. (Henry: „...“; Barnes: „...“; Clarke: „...“). Diese wörtlichen Passagen beziehen sich auf die genannte Bedeutung von Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit im Handeln.