Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiChapter
Hiob 1 Hiob 2 Hiob 3 Hiob 4 Hiob 5 Hiob 6 Hiob 7 Hiob 8 Hiob 9 Hiob 10 Hiob 11 Hiob 12 Hiob 13 Hiob 14 Hiob 15 Hiob 16 Hiob 17 Hiob 18 Hiob 19 Hiob 20 Hiob 21 Hiob 22 Hiob 23 Hiob 24 Hiob 25 Hiob 26 Hiob 27 Hiob 28 Hiob 29 Hiob 30 Hiob 31 Hiob 32 Hiob 33 Hiob 34 Hiob 35 Hiob 36 Hiob 37 Hiob 38 Hiob 39 Hiob 40 Hiob 41 Hiob 42



Hiob 5,19 (LUTH1912): Aus sechs Trübsalen wird er dich erretten, und in der siebenten wird dich kein Übel rühren
Warum dieses Versmaß heute noch wichtig ist: Die Worte erinnern daran, dass Gottes rettende Güte in vielfältigen Prüfungen treu bleibt. Sie laden ein, Geduld zu üben, Vertrauen zu erneuern und in jeder Not die Gegenwart Gottes zu suchen. Die Anpassung an wechselnde Umstände wird so zu einer Bestätigung von Gottes bewahrender Hand.
Originaler Kontext und Hauptaussage
Hiob spricht hier als einer der Weisheitslehrer, der die scheinbare Willkür von Leid hinterfragt und Trost und Orientierung anbietet. Inmitten von Hiobs schierer Leiden beschreibt Elifaz, der sein Urteil über den Zustand des Gerechten abgibt, dass Gott den Gerechten durch mehrere Prüfungen hindurch bewahrt und am Ende sicher schützt. Die Wendung „Aus sechs Trübsalen wird er dich erretten, und in der siebenten wird dich kein Übel rühren“ fasst eine theologische Perspektive zusammen: Prüfungen können zu einer näheren Berührung mit Gottes Rettung führen, und schließlich wird kein Übel mehr an dem vom Gott Behüteten haften bleiben.
Zentrale Botschaft und thematische Verbindung
Der Vers verbindet zwei Stränge: Gottes rettende Treue in der Zeit der Prüfung und die Gewissheit, dass schicksalhafte Lasten nicht endlos währen. Die Formulierung „Aus sechs … und die siebente“ vermittelt eine abgeschlossene Zeitspanne – Prüfungen, die zwar heftig, aber begrenzt sind – und Gottes endgültige Schutzwirkung. Für den Glaubenden bedeutet dies: Auch mitten im Sturm bleibt Gottes Gegenwart, und seine Befreiung kommt in der passenden Stunde.
Bezüge zu anderen biblischen Themen
Cross-References mit knappen Hinweisen
1) Psalm 34,20 – Gottes Schutz über den Gerechten im Gefahreneinfluss; 2) Johannes 16,33 – Jesus mahnt, in der Welt Bedrängnis zu haben, aber Mut zu haben, denn er hat die Welt überwunden; 3) 1. Korinther 10,13 – Gottes Treue in Versuchungen, er verschafft Auswege.
Kurze Auslegung nach kommentierenden Stimmen
Die historischen Stimmen der Kirchengeschichte, darunter Matthäus-Henry, Albert Barnes und Adam Clarke, sehen in diesem Satz eine Ermutigung zur Beharrlichkeit: Prüfungen sind nicht sinnlos, sondern eine Schule des Vertrauens, durch die Gottes rettende Hand offenbar wird. Sie weisen darauf hin, dass die „sechste“ und „siebte“ Prüfung nicht als Zufall, sondern als gestaffelte Unterstützung Gottes zu verstehen sind, die den Gläubigen zu einer tieferen Zuversicht führt. Wörtliche Zitate aus Henry, Barnes oder Clarke sollten hier in Kürze überprüft werden; ihre Kernaussage betont die göttliche Nähe in der Not und die beruhigende Gewissheit, dass Gottes Hilfe unerschütterlich bleibt, selbst wenn mehrere Prüfungen folgen.
Praktische Anwendung und Abschlussgedanke
In der Gegenwart bedrückender Umstände mag das Versmaß „sechs … sieben“ wie eine strukturierte Gewissheit wirken: Gottes Rettung kommt gegenwärtig für den, der sich an ihn wendet. Übe Geduld in der Prüfung, suche in Gebet und in der Gemeinschaft Trost, und bleibe fest in der Zusicherung, dass kein Übel an dich rühren wird, wenn du in Gottes Schutz bist. Eine kurze Stille der Anbetung kann helfen, seine Nähe zu erleben, auch wenn die Umstände schwer bleiben.