Old Testament
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Johannes 18,21 (LUTH1912): "Was fragst du mich darum? Frage die darum, die gehört haben, was ich zu ihnen geredet habe; siehe, diese wissen, was ich gesagt habe."
Im Zusammenhang mit der Verhörung Jesu durch den hohenpriesterlichen Rat wird Jesus von Pilatus' Haus aus gefragt, doch er lenkt hier das Gespräch zurück auf die Zeugen, die seine Lehre gehört haben. Der Satz zeigt Jesu Bereitschaft zur Offenheit gegenüber der Wahrheit und zugleich seine Bereitschaft, die Verantwortung für das Urteil denjenigen zu überlassen, die Zeugen seiner Worte geworden sind. Er verweist darauf, dass seine Lehre öffentlich gehört wurde und dass diejenigen, die ihn gehört haben, auch als Zeugen auftreten könnten.
Zentrale Aussage
Der Satz betont zwei Dinge: erstens Jesu Bereitschaft, mit dem Gegenüber über das Wesentliche seiner Lehre zu reden, und zweitens die Betonung der väterlichen Ordnung von Zeugnis. Wer gehört hat, ist berufen zu prüfen, zu bezeugen und zu urteilen. Jesus verschiebt die Verantwortung nicht auf den Angeklagten, sondern verweist auf die получила Verantwortung der Gehörten.
Zwei bis drei zentrale Themen
Bezüge aus verwandten Stimmen
Als Bezugspunkte helfen klassische Auslegungen: Henry betont die Fassung der Wahrheit vor Gott und Menschen; Barnes hebt die Verantwortlichkeit der Zeugen hervor; Clarke sieht die Passage im Licht der Verläufe der Verhöre und der Verfolgung Jesu. Die Kernidee aller Stimmen bleibt: Das Wort Gottes ist öffentlich gehört worden, und die Rechenschaft liegt bei denjenigen, die gehört haben.
Kurze Quellennachweise (zusammengefasst)
Matthew Henry: Die Worte zeigen, dass Christus die Wahrheit nicht versteckt; diejenigen, die gehört haben, sind aufgerufen, für sich zu urteilen. Albert Barnes: Die Frage zeigt, dass die Lehre Jesu vorliegen und wahrgenommen wurde; das erinnert daran, dass das Zeugnis der Gläubigen entscheidend ist. Adam Clarke: Die Worte lehren, dass die Wahrheit öffentlich bekundet werden muss, und dass die Verantwortung für das Zeugnis bei den Hörern bleibt. (Wörtliche Zitate aus Henry/Barnes/Clarke werden hier nicht wörtlich wiedergegeben, da vollständige Textpassagen in dieser Ausgabe vermieden werden.)
Bezug zu anderen Stellen
- Johannes 15,27: Die Jünger sollen von Jesu Worten Zeugnis geben. Begründung:Offenes Wort als Auftrag zum Zeugnis.
- Lukas 23,34: Jesus bittet um Vergebung statt Vergeltung; Zeugnis bleibt Quelle der Wahrheit auch unter Bedrängnis.
- 1. Johannes 5,9-10: Wer glaubt, dem Zeugnis Gottes. Begründung: Zeugnis der Lehre ist Fundament des Glaubens.
Praktische Anwendung
In der Gemeinschaft gilt: Wer die Lehre gehört hat, soll prüfen, reflektieren und gegebenenfalls Stellung beziehen. Die Wahrheit erfordert Mut, sich zu äußern und Verantwortung zu übernehmen, nicht indem man Aneignung oder Verleumdung zulässt, sondern indem man sachlich bekennt, was man gehört hat.
Zusammenfassung
Johannes 18,21 erinnert daran, dass Jesu Lehre öffentlich gehört wurde und dass diejenigen, die sie gehört haben, zur Verantwortung stehen, ihre Erfahrungen und Erkenntnisse zu bezeugen. Die Offenheit der Lehre steht im Mittelpunkt: Wahrheit wird dort sichtbar, wo Hörende hinzutreten und Stellung beziehen.