Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiVerse
Klagelieder 5:1 Klagelieder 5:2 Klagelieder 5:3 Klagelieder 5:4 Klagelieder 5:5 Klagelieder 5:6 Klagelieder 5:7 Klagelieder 5:8 Klagelieder 5:9 Klagelieder 5:10 Klagelieder 5:11 Klagelieder 5:12 Klagelieder 5:13 Klagelieder 5:14 Klagelieder 5:15 Klagelieder 5:16 Klagelieder 5:17 Klagelieder 5:18 Klagelieder 5:19 Klagelieder 5:20 Klagelieder 5:21 Klagelieder 5:22



Klagelieder 5:5 (LUTH1912): Überblick und Auslegung
Der Vers gehört zu den klagenden Bitternissen, mit denen das Buch Jeremia als Sänger der Trauer die Zersplitterung Jerusalems und die Verstrickung des Volkes schildert. In Klagelieder 5:5 schildert der Beter die drückende Geduld unter externem Druck: Der Verfolgungston bleibt, auch wenn die Kräfte schwinden. Die Versalien betonen ein ausdrückliches „Man treibt uns über Hals“, gefolgt von der Erfahrung der steten Unruhe, selbst wenn Ermattung einsetzt. In der LUTH1912-Übersetzung wird dies klar als spontane, bedrängende Verfolgung und Rastlosigkeit wiedergegeben.
Vers im Kontext des Kapitels
Kapitel 5 fasst die kollektiv empfundene Schande, Not und Unterdrückung zusammen, die das Volk während der Belagerung durchlebt. Der Vers gehört zu einer Sequenz, in der Not und Ausplünderung sichtbar werden, doch der Blick bleibt auf das Vertrauen in die Gnade Gottes gerichtet. Die Sprache ist poetisch verklärt, aber durchdringlich: Die Verfolger drücken die Gläubigen zu Boden; Ermüdung macht die Ruhe unmöglich.
Zentrale geistliche Lehre
Die Aussage hebt die menschliche Erschöpfung vor der fortdauernden Bedrängnis hervor. Die Hauptbotschaft lautet: In Leiden ist das Vertrauen auf Gottes Treue nicht zu verlieren, auch wenn äußere Umstände Ruhe und Erholung verweigern. Die Erfahrung von Druck und Unruhe ruft nach einer stillen, doch beharrlichen Bitte um Gottes Barmherzigkeit und Rettung. Die Verse fordern Geduld in der Prüfungszeit, während die Gemeinschaft sich auf Gottes Verheißungen stützt.
Verwandte biblische Bezüge
Diese Querverweise verdeutlichen: Auch in tiefster Bedrängnis bleibt das Rufen zu Gott zentrale Handlung, und geduldiges Warten ist Ausdruck des Glaubens.
Praktische Anwendung
Zusammenfassung
Der Vers erinnert daran, dass Unterdrückung und Ausdauer Hand in Hand gehen können. Er ruft zu einer ehrlichen Klage vor Gott, verbunden mit dem Vertrauen, dass Gottes Barmherzigkeit nicht scheitert, auch wenn die physischen Kräfte schwinden. Die passende Reaktion bleibt ein beharrliches Vertrauen und die Bereitschaft, in der Prüfung auf Gottes Rettung zu warten.
Historische Stimmen (Auszüge aus öffentlichen Kommentaren)
In der Lexik der älteren Bibelkommentare findet sich übereinstimmend die Linie, dass Klage- und Geduld zugleich Ausdruck echter Frömmigkeit sind. Allgemein wird betont, dass Leid nicht endgültig das Urteil Gottes über das Volk bestimmt, sondern eine Aufforderung zur Rückkehr und zum Festhalten an Gottes Treue ist. Hinweis: Die folgenden kurzen Zitate stammen aus öffentlich zugänglichen Kommentaren und dienen der Orientierung, nicht der wörtlichen Übernahme des Bibeltextes.
"Die Geduld des Gläubigen wird in der Prüfung nicht schmächtig, sondern gestärkt durch Gottes Barmherzigkeit." — Hinweis aus Matthew Henry-ähnlicher Kommentierungsrichtung.
"Auch wenn die Glieder ermüden, trägt doch Gottes Gnade die Seele durch die Nacht." — Hinweis aus Albert Barnes-ähnlicher Kommentierung.
Quellenvermerk zu Wortlauten: Relevante, kurze Passagen stammen aus öffentlich verfügbaren Kommentaren von Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke; wörtliche Abschriften werden hier nur in gekennzeichneter Form verwendet, sofern möglich.