Old Testament
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Levitikus 7,29 – Bedeutung des Dankopfers
Direkte Bedeutung: Wer dem HERRN sein Dankopfer tun will, der soll geben, was vom Dankopfer dem HERRN gehört. Das Verlangen nach Dankopfer richtet sich an jene, die Gottes Gnade erkennen und entsprechend antworten möchten: Gott gehört das Bessere und Erste, was ihnen gegeben ist.
Hintergrund und Kontext
Das Kapitel Levitikus behandelt die Ordnung der Opfergaben. Das Dankopferopfer (nochmals als „Dankopfer“ bezeichnet) ist eine Freiwilligenhandlung aus Dankbarkeit gegenüber Gottes Güte, besonders für äußere Wohltaten. Anders als das Sünd- oder Brandopfer ist es Ausdruck einer herzlichen, freudigen Rückgabe Gottes und geschieht im Rahmen der Gemeinschaftsfeier mit Brot, Öl und weiteren Teilen, die dem Opfer zugeschlagen werden. In dieser Textstelle wird die Verpflichtung der Israeliten betont, dass das Dankopfer nicht nur innerlich, sondern auch materiell sichtbar gemacht wird, indem das, was dem Opfer gehört, dem HERRN gehört.
Interpretation und Beobachtungen
Kurze thematische Gliederung
Verwandte Passagen und kurze Erklärungen
- Bezug zu Levitikus 22:21–27: Hier wird betont, dass die Opfergabe rein und unversehrt sein muss; die Dankgabe steht im Zusammenhang mit der Heiligkeit des Opfers.
- Bezug zu Psalm 107:21–22: Dank an Gott führt zu Opfergaben des Lobes; der Ausdruck der Dankbarkeit wird in Lobpreis und Opfergabe sichtbar.
- Bezug zu 2. Korinther 9:7: Auch im Neuen Testament bleibt der Grundsatz: Aus freiem Willen und mit Freude soll gegeben werden; der Herzenseindruck ist wichtiger als hemmende Vorschriften.
Praktischer Abschluss
Für heute bedeutet diese Stelle: Dankbarkeit zeigt sich nicht nur im Denken, sondern in greifbaren Handlungen. Wer Gottes Güte ansieht, gibt mit freiem Herzen – anteilig, soweit es möglich ist – von dem, was Gott ihm gegeben hat, zurück, zum Dienst der Gemeinschaft und zur Ehre Gottes.
Beachtete Zitate aus klassischen Kommentaren: Adam Clarke hebt hervor, dass das Dankopfer sowohl eine innere Dankbarkeit als auch eine äußere Handlung voraussetzt. Matthew Henry betont die Freiwilligkeit und Freude des Opfers als Ausdruck der lebendigen Gottesfurcht. Albert Barnes stellt die Ordnung heraus: Gottes Anteilnahme verlangt, dass der Mensch erkennt, dass alles dem Herrn gehört und entsprechend zurückgegeben wird.
Cross-References: Levitikus 22:21–27 (Heiligkeit und Unversehrtheit des Opfers) – Psalm 107:21–22 (Dank, der Lobpreis und Opfer umfasst) – 2. Korinther 9:7 (freudige, freiwillige Gabe).