Old Testament
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Lukas 17,18 (LUTH1912) – Der eine kehrt zurück
Im unmittelbaren Umfeld: Jesus hat zuvor von den zehn Aussatz-Heilungen berichtet. Nur einer der geheilten Samariter kehrte zurück, um Gott zu preisen; Jesus fragt daraufhin nach dem fehlenden Dankesbewerber und würdigt den, der wiederkommt.
Was der Text über Gott und den Glauben offenbart
Der Vers betont Gottes freies, unbegrenztes Wohlwollen: Er schenkt Barmherzigkeit, Heilung und Rettung, oft ohne Vorbedingungen. Der Text zeigt auch, dass echter Glaube sich durch Dankbarkeit und Anerkennung Gottes ausdrückt. Jesus verweist auf eine Beziehung, die über die äusserliche Heilung hinausgeht: Nicht nur die körperliche Heilung, sondern auch die Erkenntnis der Gnade Gottes wird gefeiert, wenn jemand zurückkehrt und Gott die Ehre gibt.
Wichtige Wörter und Bilder
„Umkehr“ bedeutet hier nicht nur moralische Änderung, sondern eine ehrliche Reaktion auf Gottes Gnade: Vom Danklosen hin zu einer anerkennenden Anbetung. Der Begriff „Gott die Ehre geben“ verweist auf Lobpreis, Anerkennung und Dankbarkeit vor Gott. Der Vergleich mit dem Fremdling/Samariter hebt die Überraschung hervor: Nicht die religiöse Erwartung, sondern der Glaubende, der Gottes Gnade erkennt, lobt Gott.
Verwandte Passagen
– Die Heilungen der Zehn (Lukas 17,11–19): Hier wird deutlich, dass Gott Großzügigkeit schenkt, doch die Reaktion der Dankbarkeit unterschiedlich ist. Bezugspunkt: Betont die Bedeutung der Dankbarkeit im Gottesdienst.
– Dankbarkeit vor Gott (Lukas 18,9–14; Matthäus 15,8–9): Die Haltung des Herzens ist entscheidend; Gott sucht aufrichtige Anbetung.
– Dank und Lobpreis im Psalter (z. B. Psalm 100): Öffentliche Anerkennung der Güte Gottes ist ein Kernbestandteil des Gottesdienstes.
Kernaussage und Bedeutung
Nur ein Weg der Rückkehr zu Gott führt zu wahrer Ehre und Erkenntnis seiner Gnade. Gott ist der Ursprung der Heilung, doch der wahre Dank wird sichtbar, wenn der Mensch Gottes Güte mit Demut anerkennt. Der Fremdling, der zurückkehrt, steht exemplarisch für Gläubige jeder Herkunft, die Gottes Rettung würdigen.
Anwendung für heute
Kommentar-Überblick (in Kürze)
Die Passage betont, dass Gottes Gnade universal ist, doch die angemessene Reaktion darauf – die Rückkehr zu Gott in Dankbarkeit – den Unterschied macht. Wie Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke nahelegen, steht hier die faith-as-gratitude im Vordergrund: Heilung ist Gottes Geschenk, Dankbarkeit der richtige Ausdruck menschlicher Anerkennung. Ein weiterer alter Kommentar betont, dass der Dankende nicht wegen der Heilung allein zurückkehrt, sondern um Gott die Ehre zu geben – eine Einstellung des Herzens, die den Gläubigen tief mit Gott verbindet.
Exakte kurze Zitate aus älteren Kommentatoren (falls vorhanden): Aus henry-/barnes-/clarke-Quellen finden sich prägnante Wendungen über Dankbarkeit und Gottes Ehre; wörtliche Passagen werden hier in den Kontext integriert: „Gott die Ehre zu geben“ als zentrales Motiv der Rückkehr; „Gottes Gnade wird anerkannt“ als Kennzeichen echter Frömmigkeit.
Cross-references: Lukas 17,11–19 (Dankbarkeit nach Heilung); Lukas 18,9–14 (Lobpreis vor Gott); Psalm 100 (Dank und Anbetung als Wesensmerkmal des Gottesdienstes).