Lukas 2:21 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers

Und da acht Tage um waren, daß das Kind beschnitten würde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er in Mutterleibe empfangen ward.

Vorheriger Vers
« Lukas 2:20
Nächster Vers
Lukas 2:22 »

Lukas 2:21 Vers-für-Vers-Kommentar

Lukas 2,21 – Bedeutung, Kontext und Lehre der Beschneidung und Namensgebung

Dieses Verspaar markiert den ersten wesentlichen Gottesdienstakt im Lebenslauf des neugeborenen Jesus: Die Beschneidung am achten Tag und die offizielle Namensgebung Jesus. In der Lutherbibel von 1912 wird es deutlich: „Und da acht Tage um waren, daß das Kind beschnitten würde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er in Mutterleibe empfangen ward.“ Dieser Text rückt Jesus in die Linie des Volkes Gottes und der Verheißung, zugleich aber als der von Gott gesetzt handelnde Retter in einer konkreten, rituellen Praxis des jüdischen Lebens.

Originalkontext und Hauptaussage

Der Abschnitt folgt der Geburt Jesu in Bethlehem und der Hirtenberichterstattung. Die Beschneidung am siebten/sechsten bis achten Tag war das Zeichen der Zugehörigkeit zum Volk Israel und der Annahme des Bundesschlusses. Indem der Name Jesus (hebräisch: Jeschua, „Jehova rettet“) tatsächlich ausgesprochen wird, bestätigt sich, dass Gottes Heilsplan in Christus konkret wird. Der Engel hatte dem Maria- und Josephpaar zuvor den Namen Jesus angekündigt; nun wird dieser Name in der Praxis vollzogen und sichtbar gemacht. Die Handlung zeigt, dass das Heil Gottes in der Geschichte wirkt und sich nicht nur in abstrakten Prophezeiungen bleibt.

Wesentliche Wirkungen des Textes

  • Verbindung von Inkarnation und Bund: Jesus gehört durch die Beschneidung zum Gesetz, während seine Mission darüber hinausweist – Rettung für die Menschen.
  • Namensgebung als Offenbarung der Identität: Der Name Jesus bringt Gottes Rettungshandeln in der Welt zum Ausdruck.
  • Pastorale Ordnung: Der achttägige Zeitpunkt entspricht der göttlichen Ordnung in der jüdischen Praxis und betont, dass Jesus als Sohn Gottes in eine konkrete menschliche Geschichte hineingestellt wird.

Glaubens- und Theologie-Blickwinkel

Die Beschneidung erinnert an die Zugehörigkeit zum Erwählungsbund. Gleichzeitig weist der Name auf eine rettende Mission hin: Gott rettet durch Jesus. Die Textstelle dient zudem als Vorgriff auf das weitergehende Wirken Jesu, das in den Evangelien von Anfang an kirchlich-medial als heilsgeschichtliche Wende angelegt wird.

Bezugslinien in der Heiligen Schrift

Bezug zu typischen Motiven der Beschneidungsgeschichte im Alten Testament, zum Bund Gottes mit Israel, sowie zur Verkündung göttlicher Heilsabsichten. Die Namensgebung in Lukas verknüpft die Geburt mit der göttlichen Botschaft, dass dieser Junge „Jehova rettet“ wird.

Bezug zu anderen biblischen Stellen

- Verknüpfung von Beschneidung und Namensgebung mit der Heilsmission (vgl. Galater 4,4–5).
- Angelische Verheißung und Bestätigung der Identität (vgl. Lukas 1,31–33).
- Passende Parallele zu den Anfängen der Mission Jesu in den Evangelien, wo Namen und Auftrag gegeben werden (vgl. Matthäus 1,21).

Kurzer Ausblick – praktischeAndacht

Die Beschneidung erinnert daran, dass Gottes Weg oft durch konkrete Rituale und alltägliche Schritte sichtbar wird. Der Name Jesus erinnert daran, dass Gott in Menschengestalt kommt, um zu erlösen. Diese Verbindung von Heiligkeit, Bund im Gesetz und der zukunftsweisenden Rettung ruft zum Vertrauen in Gottes Plan und zur Freude über die Erfüllung seiner Verheißung.

Kurze Querverweise mit Erklärung

- Galater 4,4–5: Die Zeit der Erfüllung des Gesetzes durch Jesus; erklärt, dass Christus uns das Erben des Vaters ermöglicht.
- Lukas 1,31–33: Der Engel kündigt den Namen Jesus an und seine zukünftige Herrschaft.
- Matthäus 1,21: Die Namensbestimmung und Bedeutung von Jesus’ Auftrag wird erneut betont.

Gottesdienstliche Devotion

Beten wir, dass die Beschneidung Jesu uns immer wieder daran erinnert, dass Gott uns zu seinem Volk gehört und dass sein Name in unserem Leben wirksam wird: Gott rettet. Mögen wir in dieser historischen Handlung eine tägliche Ermutigung finden, Gottes Gegenwart in kleinem wie großem Lebenswegen zu erkennen.

Hinweis zur Zitierweise: In dieser Kompilation werden relevante Anspielungen aus Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke in einer integrierten Form zusammengefasst. Wörtliche, vollständige Zitate werden nur in dem Maß wiedergegeben, wie sie eindeutig als kurze Bezugsstellen erscheinen. Falls genaue Textpassagen zitiert werden, werden sie kenntlich gemacht.

*** Dieser Kommentar enthält Inhalte aus klassischen gemeinfreien Quellen. Teile des Materials wurden mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet, zusammengefasst oder übersetzt. Bitte vergleiche jede Erklärung mit dem vollständigen Bibeltext und seinem Zusammenhang. Wenn du einen Fehler oder eine verbesserungsbedürftige Übersetzung findest, teile es uns bitte mit.

Lukas 2:21 Querverweise und verwandte Bibelstellen

Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Genesis 17:12 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Genesis 17:12 (LUTH1912) »
Ein jegliches Knäblein, wenn's acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen.

Levitikus 12:3 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Levitikus 12:3 (LUTH1912) »
Und am achten Tage soll man das Fleisch seiner Vorhaut beschneiden.

Lukas 1:59 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Lukas 1:59 (LUTH1912) »
Und es begab sich am achten Tage, da kamen sie, zu beschneiden das Kindlein, und hießen ihn nach seinem Vater Zacharias.

LUTH1912 Bibelbuch auswählen