Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiVerse
Lukas 6:1 Lukas 6:2 Lukas 6:3 Lukas 6:4 Lukas 6:5 Lukas 6:6 Lukas 6:7 Lukas 6:8 Lukas 6:9 Lukas 6:10 Lukas 6:11 Lukas 6:12 Lukas 6:13 Lukas 6:14 Lukas 6:15 Lukas 6:16 Lukas 6:17 Lukas 6:18 Lukas 6:19 Lukas 6:20 Lukas 6:21 Lukas 6:22 Lukas 6:23 Lukas 6:24 Lukas 6:25 Lukas 6:26 Lukas 6:27 Lukas 6:28 Lukas 6:29 Lukas 6:30 Lukas 6:31 Lukas 6:32 Lukas 6:33 Lukas 6:34 Lukas 6:35 Lukas 6:36 Lukas 6:37 Lukas 6:38 Lukas 6:39 Lukas 6:40 Lukas 6:41 Lukas 6:42 Lukas 6:43 Lukas 6:44 Lukas 6:45 Lukas 6:46 Lukas 6:47 Lukas 6:48 Lukas 6:49



Lukas 6,25 (LUTH1912): Weh euch, die ihr voll seid! denn euch wird hungern. Weh euch, die ihr hier lachet! denn ihr werdet weinen und heulen.
Schnelle Einordnung des Textes
In diesem Abschnitt richtet Jesus seine Warnung an die Jüngerinnen und Jünger sowie an die Zuhörer, die sich aktuell in einer scheinbar privilegierten Lage befinden. Die Seligpreisungen (Lukas 6,20–23) kehren die Werte der Welt nicht um, sondern zeigen Gottes Umkehr: Ehre kommt aus Gottes Gnade, nicht aus menschlichen Besitztümern oder äußerem Erfolgsdruck. Hier folgt eine Gegenrede: die Zeit der Fülle wird vorübergehen; wer jetzt satt ist oder lacht, wird später Trauer und Weh erleben. Die Formulierung ist knapp, doch scharf: Ein Blick auf die gestaffelte Gerechtigkeit Gottes.
Was der Text offenbart: Gott, Gnade und geistliche Orientierung
Der Satz ist kein Verstoß gegen Mitgefühl, sondern eine prophetische Mahnung: Reichtum, Selbstzufriedenheit und heitere Zuversicht ohne Gottes Herrschaft führen zu einer späteren Leere. Gott richtet nicht nach äußeren Umständen, sondern nach dem Herzen: Wer sein Vertrauen auf Fleisch oder Status setzt, geht Gefahr, die wahre Nahrung und Freude zu verlieren, die nur aus Gemeinschaft mit Gott kommt. In der Zeit Jesu war Hunger oft materiell sichtbar; hier aber spricht der Text von einer tieferen Hungerscheu: eine Leere des Heils, die sich in den kommenden Prüfungen offenbart.
Wichtig zu klären: zentrale Bilder und Bedeutungen
Verwandte Passagen (Cross-References) und deren Anschlüsse
- Matthäus 5,3–12 (Seligpreisungen): Der Gegensatz zu 6,25 wird sichtbar, da Gottes Reich oft gegen die Maßstäbe der Welt verläuft. Sichtbar wird, dass Jüngerschaft eine Umkehr der Werte bedeutet.
- 1. Korinther 15,19 (Muttersatz): Wenn einzig in diesem Leben auf Hoffnung gesetzt wäre, wäre unser Glaube sinnlos; hier wird die zukünftige Erfüllung bei Gott betont, nicht bloße zeitliche Befriedigung.
Historische Stimmen in kurzen Bemerkungen (ohne vollständige Zitate)
Die klassischen Kommentatoren sehen die Worte als eine pausenlose Mahnung: Wer heute überfüllt und fröhlich ist, erkenne nicht die kommende Offenbarung Gottes. Sie betonen, dass wahre Freude und Nahrung in Christus gefunden wird, nicht in materieller Fülle. Werden solche Stimmen zitiert, so dienen sie der Klarheit, nicht der Gewalttätigkeit der Deutung.
Gegenwärtige Relevanz und Anwendung
Der Vers fordert uns heraus, die eigenen Prioritäten regelmäßig zu prüfen: Wo suche ich Halt—in Besitz, Status oder Sicherheit? Die Botschaft richtet sich an Kirchen und Individuen gleichermaßen: Wahre Zufriedenheit kommt von einer lebendigen Beziehung zu Gott, die auch in Zeiten Mangel Treue bewahrt. In praktischer Hinsicht bedeutet dies, Vorrang zu geben dem Reich Gottes, das sich nicht in augenblicklicher Sättigung erschöpft, sondern in beständiger Hoffnung auf Gottes kommende Vollendung.
Kurze Anwendungsimpulse
Quellenhintergrund (public-domain-Quellen): Traditionelle Auslegungen legen nahe, dass diese Verse eine Struktur der Umkehr täglicher Werte darstellen. In der Verbindung mit den Seligpreisungen wird sichtbar, dass Gottes Maßstab gegen menschliche Maßstäbe geht und die Jünger zu einer tieferen, getriebenen Frömmigkeit ruft.