Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiVerse
Markus 5:1 Markus 5:2 Markus 5:3 Markus 5:4 Markus 5:5 Markus 5:6 Markus 5:7 Markus 5:8 Markus 5:9 Markus 5:10 Markus 5:11 Markus 5:12 Markus 5:13 Markus 5:14 Markus 5:15 Markus 5:16 Markus 5:17 Markus 5:18 Markus 5:19 Markus 5:20 Markus 5:21 Markus 5:22 Markus 5:23 Markus 5:24 Markus 5:25 Markus 5:26 Markus 5:27 Markus 5:28 Markus 5:29 Markus 5:30 Markus 5:31 Markus 5:32 Markus 5:33 Markus 5:34 Markus 5:35 Markus 5:36 Markus 5:37 Markus 5:38 Markus 5:39 Markus 5:40 Markus 5:41 Markus 5:42 Markus 5:43



Markus 5,13 (Luther 1912): Die Austreibung der Dämonen in die Schweine
Setting der Szene
In der Region der Gerasener begegnet Jesus einem von Dämonen heimgesuchten Mannesgnostischen Zustand. Die Dämonen erkennen Jesus als den Heiligen Gottes und bitten um Erlaubnis, nicht ins Abgrundlose Gerichtsgericht zu fallen, sondern in eine Herde von Schweinen. Jesus erlaubt es ihnen. Die Folge ist eine aufsehenerregende plötzliche Veränderung: Die unreinsten Geister verlassen den Mann, fahren in die Schweine, und die Herde stürzt sich daraufhin in den See und ertrinkt – etwa zweitausend Schweine.
Was der Text über Gott und den Glauben offenbart
Der Bericht zeigt drei zentrale Wahrheiten: - Die Macht Jesu ist durchgreifend, souverän und zielgerichtet. Die Dämonen erkennen seine Autorität und bitten respektvoll um Beschränkung. Jesus gewährt ihnen, doch bleibt seine Entscheidung eindeutig: Er ordnet die Ausscheidung der Unreinheit an, selbst wenn dies wirtschaftliche Verluste für die Bewohner bedeutet. - Die Heiligkeit Gottes verwaltet auch das Böse. Die Dämonen dürfen nur in die Schweine fahren, nicht in Menschen; damit wird die Zarität Gottes sichtbar, der das Übel nicht sinnlos zulässt, sondern es in seinen Souveränitätsplan einbindet. - Die Wirkung eines freigesetzten Wortes: Der demütig gemacht Mann wird wieder zu einer Zeugin Gottes, während die Gesellschaft vor dem Schaden eines ungehemmten Teufelsantriebes gewarnt wird. Die Reaktion der Bewohner der Gegend bestätigt, dass göttliche Eingriffe oft zu einer polarisierenden Wirkung führen. Hinweis auf die neutestamentliche Perspektive: Die Dämonenrache gegen Gott wird durch die göttliche Ordnung beschränkt; dies passt in das Muster, dass Jesus die Opferbereitschaft Gottes offenbart und die Macht des Bösen in den Rahmen der göttlichen Verheißung stellt.
Wichtige Begriffe und Bilder
Verwandte neutestamentliche Bezüge
- Markus 1,27: Jesus befiehlt die Dämonen und sie bekennen seine Autorität; eine unmittelbare Bestätigung der göttlichen Macht. Die Reaktion der Menschen hier hebt die Kosten der Erkenntnis hervor, aber nicht die Wahrheit der Macht Gottes.
- Lukas 8,32–33: Ähnliche Schilderung, die die Stärke der Macht Jesu gegenüber dem Bösen illustriert und die Kosten für die Bewohner der Gegend zeigt.
- Matthäus 8,32–34: Parallelbericht der Erscheinung in einer anderen Gegend; auch hier zeigt sich, wie Gottes Heiligkeit das Böse angreift und die Reaktion der Menschen variiert.
Anwendung für heute
Die Erzählung erinnert daran, dass Jesus die Macht hat, das Böse zu entmachten, und dass sein Wirken nie beliebig oder oberflächlich bleibt. Wer Jesus begegnet, wird vor die Frage gestellt: Wessen Reich wird in mir sichtbar? Die Reaktion der Bewohner – eine Mischung aus wechselseitiger Furcht, Fassungslosigkeit über Verluste und dem Wunsch, die Ordnung wiederherzustellen – mahnt heute, Gottes Gegenwart ernst zu nehmen, auch wenn sie Kosten mit sich bringt. Wer dem Heiland folgt, wird von der Befreiung gekennzeichnet, und die veränderte Lebenssituation wird zum Zeugnis für andere.
Geleitete Notizen zu historischen Stimmen: Matthew Henry betont die göttliche Autorität in der Befreiung und die moralische Wirkung auf die Zeugen; Albert Barnes sieht das Ereignis als Lehrstück über die Frucht des Bösen und die vollständige Kontrolle Christi. Adam Clarke hebt die göttliche Souveränität und die endliche Bilanzierung des Bösewichts hervor. Die zusammengefügte Sicht zeigt, dass Gottes Macht in Christus stärker ist als jede Dunkelheit und dass der Gläubige trotz wirtschaftlicher oder sozialer Kosten auf Gottes Wirkweise vertrauen darf.