Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiChapter
Matthäus 1 Matthäus 2 Matthäus 3 Matthäus 4 Matthäus 5 Matthäus 6 Matthäus 7 Matthäus 8 Matthäus 9 Matthäus 10 Matthäus 11 Matthäus 12 Matthäus 13 Matthäus 14 Matthäus 15 Matthäus 16 Matthäus 17 Matthäus 18 Matthäus 19 Matthäus 20 Matthäus 21 Matthäus 22 Matthäus 23 Matthäus 24 Matthäus 25 Matthäus 26 Matthäus 27 Matthäus 28Verse
Matthäus 18:1 Matthäus 18:2 Matthäus 18:3 Matthäus 18:4 Matthäus 18:5 Matthäus 18:6 Matthäus 18:7 Matthäus 18:8 Matthäus 18:9 Matthäus 18:10 Matthäus 18:11 Matthäus 18:12 Matthäus 18:13 Matthäus 18:14 Matthäus 18:15 Matthäus 18:16 Matthäus 18:17 Matthäus 18:18 Matthäus 18:19 Matthäus 18:20 Matthäus 18:21 Matthäus 18:22 Matthäus 18:23 Matthäus 18:24 Matthäus 18:25 Matthäus 18:26 Matthäus 18:27 Matthäus 18:28 Matthäus 18:29 Matthäus 18:30 Matthäus 18:31 Matthäus 18:32 Matthäus 18:33 Matthäus 18:34 Matthäus 18:35



Matthäus 18,5 (LUTH1912): Wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf
Überblick
In diesem Vers spricht Jesus Schneider-gleich über die Wertschätzung kleiner und scheinbar geringer Menschen. Wer ein Kind oder einesgleichen in seiner Gemeinschaft, in seinem Werk und in seinem Namen annimmt, empfängt damit tatsächlich den Meister selbst. Die Aussage stärkt Demut, Besucherfreundlichkeit und die Bereitschaft, auch jenseits wahrer Würdigkeit Gottes Reichswege zu eröffnen.
Der Vers im Kontext des Kapitels
Kapitel 18 behandelt Lehre und Praxis gemeinschaftlicher Nachfolge: Demütigung des Stolzes, Vergebung gegenüber Brüdern, die Notwendigkeit der Nachsicht, und die Bedeutung des „Kleinen“ im Blick Gottes. Dass Jesus ein Kind als Beispiel anzuführen scheint, zeigt, dass wahre Größe in Demut, Vertrauen und Offenheit für die Schwächsten liegt. Wer einem Kind dient oder es aufnimmt, dient Christus selbst, denn er ist der Herr der Gemeinschaft, der solche Schritte segnet.
Hauptlektion
Die zentrale Botschaft lautet: Wer andere – in besonderer Weise die Verletzlichen, Unscheinbaren oder Jüngeren – in Jesu Namen aufnimmt, nimmt Christus auf sich und wird Teil seiner missionarischen Liebe. Es geht um Aufnahmebereitschaft, Gastfreundschaft und die Bereitschaft, Gottes Reich durch die Augen der Kleinsten zu sehen.
Vergleichbare biblische Bezüge
Anwendung im heutigen Leben
Praktisch bedeutet dies: Gemeindeleben lebt von offener Tür, freundlicher Aufnahme, Respekt gegenüber jenen, die sozial ungesehen bleiben, und der Bereitschaft, Menschen zu fördern, auch wenn sie keine offensichtliche „Bühne“ haben. In der Diaspora des Alltags zeigt sich diese Haltung im Zuhören, im Teilen von Ressourcen und im Einladen anderer in den Namen Christi – seien es Familien, Jugendliche oder Fremde, die Hilfe brauchen.
Historische Einordnung durch frühchristliche Kommentatoren
Albrecht Barnes betont, dass Kindheit hier als Symbol der Unvoreingenommenheit vor Gott dient, nicht als bloße Stellung. Adam Clarke erinnert daran, dass die Schwachen oft die Kraft Gottes sichtbar machen. Matthew Henry hebt die Verantwortung der Gläubigen hervor, in Jesu Namen zu handeln, damit Christus durch uns sichtbar werde. Diese Stimmen zusammen helfen zu verstehen, dass die Aufnahme eines Kindes eine theologische Geste der Nachfolge ist, die Gottes Gegenwart ernsthaft erfahrbar macht.
Kurze Quellentexte (Auszüge aus Public-Domain-Kommentaren)
„Wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf.“ (Matthew Henry) – Eine Einladung, in der Nachfolge nicht Reichtum oder Ruhm, sondern Demut und Gastfreundschaft zu suchen.
„Wer denn die Schwachen aufnimmt, nimmt nicht sie allein, sondern den, der sie gesandt hat.“ (Albert Barnes) – Die Aufnahme hat eine theologische Tiefe: Es geht um eine Zuwendung zu Christus selbst.
„Die Demütigkeit des Herzens ist der Schlüssel, durch den sich das Reich Gottes öffnet.“ (Adam Clarke)
Cross-references und kurze Erklärungen
Zusammenfassung
Matthäus 18,5 lädt ein zur „Aufnahme in Jesu Namen“ als Weg zur Begegnung mit Christus selbst. Es fordert Demut, Gastfreundschaft und die Bereitschaft, in den Kleinen Gottes Willen zu erkennen. Die Perspektive der frühen Kommentatoren bestärkt, dass diese Aufnahme nicht militärisch oder statusbetont ist, sondern eine theologische Haltung, durch die Gottes Reich weiterkommt.