Old Testament
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Mt 21,22 (LUTH1912): Alles, was ihr bittet im Gebet, so ihr glaubet, werdet ihr's empfangen
Szenischer Kontext: Die Aussage steht im Zusammenhang mit dem großen Vertrauen in Gottes Wirksamkeit, das Jesus seine Jünger lehrt, insbesondere nach dem Tempelreinigungsakt und den zugehörigen Lehren über den Glauben, der wie ein kleines Samenkorn wirkt. Die Jünger werden aufgefordert, im gemeinsamen Gebetsleben zu stehen, mit der Zuversicht, dass Gott hört und wirkt.
Was der Text offenbart: Gott, Glauben und Antwort auf Gebet
Der Satz betont eine direkte Verbindung zwischen Bitten im Gebet und der göttlichen Wirklichkeit: Wer glaubt, empfängt. Der Kern ist kein mechanischer Gesetzesabruf, sondern Bezeugung eines herkömmlichen Vertrauens in Gottes verlässliches Nein- und Ja-Sagen. Gott wird als Person vorgestellt, der auf legitime Bitten nach seinem Retterwillen hört und sie in seiner Weisheit beantwortet. Der Glaube, der hier verknüpft wird, ist kein bloßes Gefühl, sondern Vertrauen, das sich durch Festhalten am Wort Gottes und durch Geduld auszeichnet.
Wichtige Worte und Bilder erklärt
Bezug zu verwandten Passagen
Kernidee: Vertrautes Gebetsleben verbunden mit Glaubensausrichtung. Folgende Querschnitte helfen beim Verständnis:
Diese Stellen zeigen, dass Gebet mit Vertrauen, Geduld und Übereinstimmung mit Gottes Wille verknüpft ist.
Anwendung heute
Wie wenden wir Mt 21,22 an?
Kurzkommentar aus bewährten Auslegungen (Auszüge)
Matthew Henry (aus seinem Kommentar zur Auslegung der Evangelien) betont, dass der Glauben nicht als bloße Erwartung ohne Grundlage stehen darf, sondern als Vertrauen auf Gottes Wort, das in der Praxis des Gebets gelebt wird. Albert Barnes hebt hervor, dass die Verheißung in engem Zusammenhang mit Gottes Wille und dem Gehorsam der Gläubigen steht. Adam Clarke erinnert daran, dass der Kontext der Aussagen in der Vollmacht Christi und der missionarischen Tätigkeit zu sehen ist, wobei der Glaube eine lebendige Reaktion auf Gottes Gegenwart ist.
Wichtige passende Formulierungen aus den Kommentaren: „Der Glaube ist nicht ein bloßes Vermuten, sondern ein sicheres Vertrauen in Gott und seine Verheißungen.“
Hinweise zu genaueren Zitaten
Genaue Textzitate aus den genannten Commentaren werden hier nur im Zusammenhang der Übersetzungen wiedergegeben. Falls Sie längere Passagen benötigen, verweisen Sie bitte auf die Originalwerke der genannten Kommentatoren.