Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiNahum 2:9 Kommentar zum Bibelvers
Nahum 2:9 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
So raubet nun Silber! raubet Gold! denn hier ist der Schätze kein Ende und die Menge aller köstlichen Kleinode.
Nahum 2:9 Vers-für-Vers-Kommentar
*** Dieser Kommentar enthält Inhalte aus klassischen gemeinfreien Quellen. Teile des Materials wurden mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet, zusammengefasst oder übersetzt. Bitte vergleiche jede Erklärung mit dem vollständigen Bibeltext und seinem Zusammenhang. Wenn du einen Fehler oder eine verbesserungsbedürftige Übersetzung findest, teile es uns bitte mit.
Nahum 2:9 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

2 Chronik 36:10 (LUTH1912) »
Da aber das Jahr um kam, sandte hin Nebukadnezar und ließ ihn gen Babel holen mit den köstlichen Gefäßen im Hause des HERRN und machte Zedekia, seinen Bruder zum König über Juda und Jerusalem.

Jesaja 33:4 (LUTH1912) »
Da wird man euch aufraffen wie einen Raub, wie man die Heuschrecken aufrafft und wie die Käfer zerscheucht werden, wenn man sie überfällt.

Jeremia 25:34 (LUTH1912) »
Heulet nun, ihr Hirten, und schreiet, wälzet euch in der Asche, ihr Gewaltigen über die Herde; denn die Zeit ist hier, daß ihr geschlachtet und zerstreut werdet und zerfallen müßt wie ein köstliches Gefäß.
Nahum 2:9 (LUTH1912) – Bedeutung auf den ersten Blick
Der Vers ruft zu einer raschen, unerschrockenen Raubzuwendung auf: Silber, Gold, Schätze – alles soll ergriffen werden, denn hier gibt es kein Ende der Beute und keine Knappheit köstlicher Kleinodien. Die Wendung zeigt zugleich die Trunkenheit des Angriffs und die Gier der Angreifer, die die Stadt vergeblich als Quelle unendlicher Reichtümer wahrnimmt.
Kontext und Hintergrund
Nahum schildert die Belagerung Ninives, der Hauptstadt des assyrischen Reiches, in einer Zeit politischer Umwälzungen. Der frühere Ruhm des Großreichs wird hier in den Blick genommen, doch die Prophezeiung richtet sich gegen die Überheblichkeit der Mächtigen. Der Vers gehört zur Szene, die die Begründung und Vollendung der Plünderung durch die feindliche Macht schildert, während Gott hinter dem Geschick der Nationen wirkt.
Interpretative Beobachtungen
Kurze thematische Gliederung
Verwandte Passagen und kurze Bezüge
Genannt werden kann der Zusammenhang mit der Epoche des gerichtlichen Zorns über Großreiche, der auch in anderen Prophetenstellen sichtbar ist. Eine Orientierung dazu bietet: - Jeremia 1–2: Gottes Gericht über untreue Städte und deren Überheblichkeit. - Habakuk 2:5–8: Die Warnung vor dem übermäßigen Reichtum, der aus Ungerechtigkeit entsteht. Beide Verweise weisen darauf hin, dass Reichtum ohne Gerechtigkeit in Gottes Zorn mündet.
Einordnung durch klassische Auslegungen
Frühere Kommentatoren betonen, dass die Szene nicht nur eine militärische Situation ist, sondern symbolisch die Gier der Menschheit widerspiegelt. Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke heben hervor, dass Gottes Gericht oft durch die Hand der Feinde kommt, doch letztlich Ziel ist, dass die Verstockten zur Einsicht kommen. Wenn Henry die moralische Wortführung der Könige in ähnlichen Prophetenpassagen herausstellt, verweist Clarke darauf, dass Reichtum und Sieg nur scheinbare Stärke darstellen, während Gottes Plan darüber hinausgeht.
Praktischer Abschluss
Für heute bedeutet dieser Vers: Wer sich auf materielle Schätze verlässt, riskiert, dass diese zu einem überwältigenden Verlangen werden. Verlässlichkeit liegt in Gottes Treue, nicht im endlosen Streben nach Gold und Silber. Die Aussicht auf Gedeihen, das aus Gerechtigkeit und Demut wächst, bleibt wichtiger als der flüchtige Glanz der Beute.