Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiChapter
Sprüche 1 Sprüche 2 Sprüche 3 Sprüche 4 Sprüche 5 Sprüche 6 Sprüche 7 Sprüche 8 Sprüche 9 Sprüche 10 Sprüche 11 Sprüche 12 Sprüche 13 Sprüche 14 Sprüche 15 Sprüche 16 Sprüche 17 Sprüche 18 Sprüche 19 Sprüche 20 Sprüche 21 Sprüche 22 Sprüche 23 Sprüche 24 Sprüche 25 Sprüche 26 Sprüche 27 Sprüche 28 Sprüche 29 Sprüche 30 Sprüche 31Verse
Sprüche 15:1 Sprüche 15:2 Sprüche 15:3 Sprüche 15:4 Sprüche 15:5 Sprüche 15:6 Sprüche 15:7 Sprüche 15:8 Sprüche 15:9 Sprüche 15:10 Sprüche 15:11 Sprüche 15:12 Sprüche 15:13 Sprüche 15:14 Sprüche 15:15 Sprüche 15:16 Sprüche 15:17 Sprüche 15:18 Sprüche 15:19 Sprüche 15:20 Sprüche 15:21 Sprüche 15:22 Sprüche 15:23 Sprüche 15:24 Sprüche 15:25 Sprüche 15:26 Sprüche 15:27 Sprüche 15:28 Sprüche 15:29 Sprüche 15:30 Sprüche 15:31 Sprüche 15:32 Sprüche 15:33



Sprüche 15,15 (LUTH1912): Ein betrübter Tag und ein wärmendes Mutleben
Hauptpunkt der Auslegung: Die Weisheit des Sprichworts liegt darin, dass innere Zuversicht und geerdete Freude auch in schweren Umständen Bestand haben. Ein betrübter Mensch erlebt täglich Lasten, während ein mutiges, vertrauensvolles Herz selbst in wiederkehrenden Übungen des Lebens eine beständige Wohllebens-Gestaltung findet.
Dieses Spruchband gehört zur Weisheitsliteratur, das Alltagsleben, innere Haltung und Gottesfurcht miteinander verbindet. Es kontrastiert einen verfinsterten Gemütszustand mit einer Haltung des Mutes. Die Form betont eine wiederkehrende innere Einstellung: Der betrübte Mensch sieht eher das Schlechte, während der Mutige trotz Lasten Trost und Lebensfreude bewahrt. Die Formulierungen sind knapp, doch reich an Lebensweisheit: Die Quelle des täglichen Wohllebens liegt nicht in äußeren Umständen, sondern im inneren Vertrauen.
Die Verse betonen eine Gottesbeziehung, in der Zuversicht aus dem Vertrauen auf Gottes Gegenwart und Führung wächst. Das „gute Mut“ oder „mut volles Herz“ verweist auf eine standhafte, hoffende Haltung, die nicht durch temporäre Sorgen zerbrochen wird. In der biblischen Perspektive ist Friede kein flüchtiger Zustand, sondern ein beständiger Gehorsam und Resilienz, die aus der Treue Gottes schöpfungsvoll fließen.
Verknüpfung: Die Verse laden dazu, Kultivierung eines festen Gemüts zu pflegen – eine Praxis, die von Gottes Treue gestützt wird und sich im Alltag als tragfähiges Wohlleben zeigt.
Matthew Henry betont, dass eine beständige Freude nicht auf flüchtigen Umständlichkeiten basiert, sondern auf Gottes Gnade, die die Seele stärkt. Albert Barnes hebt hervor, dass Traurigkeit die Ordnung des Lebens trübt, während echter Mut die Ruhe der Seele bezeugt. Adam Clarke unterstreicht, dass das tägliche Wohlleben aus geistlicher Festigkeit entspringt, die selbst in schweren Tagen nicht verloren geht.
Der Vers erinnert daran, dass eine beständige innere Freude weniger von äußeren Umständen abhängt als von der persönlichen Haltung vor Gott. Ein mutiges Herz ist ein tägliches Wohlleben, das auf Gottes Treue gründet und in den kleinen Schritten der Lebensführung sichtbar wird.
Hinweise zu klassischen Kommentaren (Auszüge):
Matthew Henry hebt die Bedeutung einer freudigen, vertrauensvollen Grundstimmung hervor; Albert Barnes betont die Gegenwart Gottes als Quelle innerer Ruhe; Adam Clarke verweist auf die Stärkung durch geistliche Prinzipien, die das alltägliche Leben tragfähig machen. Die genannten Passagen dienen der Orientierung, ohne den Text zu ersetzen.