Old Testament
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Sprüche 17,13 (LUTH1912)
„Wer Gutes mit Bösem vergilt, von dessen Haus wird Böses nicht lassen.“
Im unmittelbaren Zusammenhang
Was der Text über Gott und den Glauben aussagt
Wichtige Wörter und Bilder
„Gutes“ und „Böses“ stehen für göttliche Gerechtigkeit und menschliche Ethik: Gutes umfasst eine aufrichte Haltung, Treue, Hilfeleistung und Fairness; Böses verweist auf Rachsucht, Ungerechtigkeit oder Täuschung. Das Bild des Hauses erinnert an das persönliche Umfeld – Familie, Freunde, Nachbarn – deren Lebensruhe durch das Handeln des Einzelnen geprägt wird. Die Propension zur Reaktion in Gegenseitigkeit wird hier als gefährliche Dynamik offengelegt, die das Umfeld dauerhaft beeinflusst.
Verwandte Passagen
Bezüge wurden hier in knapper Form angegeben; die jeweiligen Verse dienen der Orientierung, ohne den Wortlaut zu wiederholen.
Gegenwartsbezug und Anwendung
In der heutigen Lebenspraxis fordert der Vers dazu auf, bewusst zu handeln statt zu reagieren. Wer Gutes mit Bösem vergelten möchte, verschärft Konflikte und belastet sein Umfeld. Statt Kayrusch zu planen, kann ein Mensch in schwierigen Situationen friedliche Wege suchen: Verzeihen, Offenheit, Hilfeleistung – selbst gegenüber jemanden, der einem Unrecht getan hat. Langfristig stärkt dies das eigene Haus, die Nachbarschaft und die Gemeinschaft insgesamt. Das Vertrauen auf Gottes gerechte Ordnung schenkt Zuversicht, dass auf gerechtem Handeln eine zugängliche, friedliche Zukunft folgt.
Kurze Quellennennung zu Kommentaren
In den klassischen Übersetzungen und den nachfolgenden Kommentaren zeigt sich eine konsistente Sichtweise: Matthew Henry betont die schädliche Wirkung vergeltender Rache; Albert Barnes hebt hervor, dass Gerechtes oft auf friedliche Weise zurückkehrt; Adam Clarke verweist auf praktische Weisheit, in Konflikten „Gutes mit Gutem zu vergelten“ als Lebenskunst zu verstehen. (Hinweis: Zitatworte aus Henry, Barnes und Clarke werden nur insoweit wörtlich genannt, wie sie adressiert wurden.)
Schlussgedanke
Der Vers erinnert daran, dass das Handeln eines jeden nicht nur das eigene Schicksal, sondern das Umfeld formt. Gottes Ordnung ruft zu einer Lebensweise auf, die Gutem Gutes und Bösem kein willkommene Plattform bietet. So wird das Haus zu einem Ort des Friedens, der Zeugnis für Gottes Gerechtigkeit ist.