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Sprüche 31,13 (LUTH1912): Die Kaufrau der tugendhaften Frau
In Sprüche 31 wird die tugendhafte Frau als eine Person beschrieben, deren Charakter durch Fleiß, Klugheit und Fürsorge geprägt ist. Der Vers Sprüche 31,13 hebt hervor, dass sie mit Wolle und Flachs umhergeht und gern mit ihren Händen arbeitet. Er steht im Zusammenhang mit dem Lob der königlichen Frau am Anfang des Kapitels (Vers 10) und bildet einen constitutiven Teil des gesamten Bildes einer praxisnahen, tüchtigen Frau, die ihren Haushalt, ihre Familie und ihren Besitz verantwortungsvoll managt.
Zentrale Bedeutung
Der Vers betont eine positive, arbeitsame Eigeninitiative statt Abhängigkeit oder Müßiggang. Die Formulierung „geht … um“ (hebräisch: zum Beispiel „to pass through“ im Sinn von aktivem Beschaffen von Materialien) verweist auf praktische Tätigkeit. Wolle und Flachs stehen symbolisch für Herstellung und wirtschaftliche Selbstständigkeit. Die Aussage feiert eine Frau, die handwerklich begabt ist, Ressourcen sinnvoll nutzt und dadurch Sicherheit und Wohlstand für die Familie fördert.
Zwei bis drei zentrale Themen
Bezug zu verwandten Passagen
Cross-referenzen eröffnen ein klares Bild von Tugend und Praxis:
Praktische Reflexion
Die Passage fordert dazu auf, Arbeit als Gehorsam gegenüber Verantwortung zu sehen: nicht als Last, sondern als Ausdruck von Würde und Sorge für andere. Wer aktiv, sorgfältig und nachhaltig handelt, stärkt das gemeinsame Wohl. Gleichzeitig erinnert sie daran, dass Tugend mehr ist als Können: Es ist eine Lebenshaltung, die Frömmigkeit, Weisheit und praktisches Handeln miteinander verbindet.
Kurzzusammenfassung
Sprüche 31,13 zeichnet ein lebhaftes Bild einer tüchtigen Frau, die durch praktische Händearbeit Wolle und Flachs veredelt und so eine stabile Lebensgrundlage schafft. Die Verse insgesamt illustrieren, wie Arbeitsamkeit, Geschick und Sorge für die Familie in Einklang mit einer frommen Lebensführung stehen.
Abschließende Gedanken
Die Passage ermutigt zu einer ganzheitlichen Sicht von Tugend: Wer klug handelt, nutzt Ressourcen weise, ist zuverlässig und zeigt Liebe im Alltag. Die Textile Arbeit wird so zu einer Lehrstunde in verantwortungsvollem Leben – eine Vorlage, die auch heute noch Orientierung bietet.