Old Testament
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Psalm 117:1 (LUTH1912) — Lobet den HERRN, alle Heiden; preiset ihn, alle Völker!
Sofortiger Kontext: Psalm 117 ist der kürzeste Psalm der Bibel. Er steht als eine eindringliche Anrede von allen Nationen an den Gott Israels und ruft zugleich zu einer universalen Anbetung auf. Die erste Verszeile richtet sich nicht nur an Israel, sondern an die Heidenwelt: Lobet den HERRN, alle Heiden; preiset ihn, alle Völker! Die Formulierung verbindet die Anbetung Israels mit dem Bedürfnis, dass auch andere Völker das Gottsein Israels erkennen und ehren.
Was der Text über Gott und den Glauben offenbart
Der Vers betont Gottes universale Souveränität und Heiligkeit: Er regiert über alle Völker und ruft sie zur Verehrung auf. Zugleich zeigt er, dass Anbetung kein exklusives Privileg des Volkes Gottes ist, sondern Ziel der gesamten Menschheit. Die Bitte, dass alle Völker Gott preisen, unterstreicht die Bedeutsamkeit der Offenbarung Gottes, die nicht auf eine Nation beschränkt bleibt, sondern sich zu einer weltweiten Anbetung entfaltet.
Wichtige Wörter und Bilder erklärt
Lobet / preiset: Ausdruck intensiver, freudiger Verehrung. Es geht nicht um theoretisches Bekenntnis, sondern um lebendige Anbetung.
HERR: Der biblische Gottesname, der Daneben Stehen hat, als der, der sich in Bund und Treue offenbart. Hier wird seine Autorität über alle Nationen betont.
alle Heiden; alle Völker: Eine universale Einladungen, die die Vergangenheit Gottes Wirken in Israel in einen Welthorizont stellt.
Verwandte Passagen (Cross-References) und kurze Erklärung
Diese Querverweise helfen, das Psalmwort in den größeren Zusammenhang der Schrift zu setzen: Gottes Rettung und Anbetung breiten sich aus, nicht auf eine Nation beschränkt.
Historisch-theologische Einordnung (eine knappe Synthese)
In der biblischen Bibel zeigt sich hier eine frühere Perspektive auf die Inklusion der Nationen in Gottes Heilsplan. Die Psalmen verbinden Anbetung mit Gottes souveräner Güte und Offenbarung. Die Perspektive bleibt konsistent: Gottes Heil wirkt sich in der ganzen Erde aus, wenn Menschen aus allen Völkern zu ihm kommen.
Anwendung für heute
Historische Anmerkung mit Quellennachweis der Kommentatoren: Die verfügbaren klassischen Auslegungen betonen den universalen Charakter der Anbetung. Matthew Henry hebt hervor, dass Gottes Herrschaft über alle Völker die Grundlage für eine weltweite Anbetung ist; Albert Barnes betont die Einladung an die Heiden als Erfüllung der Verheißung an alle Nationen; Adam Clarke verweist auf die Betonung der göttlichen Herrschaft und die Notwendigkeit, dem Herrn in allen Völkern zu dienen. Zitate aus diesen Kommentaren werden im Original nicht wörtlich aufgeführt, aber ihre Kernlinien fließen in die zusammenfassende Interpretation ein.