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2. Könige 4,26 (LUTH1912): Kontext und Bedeutung
Der Vers gehört zu der Geschichte von der von der Prophetin (der Frau der Shiḥem) und dem Propheten Elisa, der ihr bei einer Begegnung mit einem besonderen Zeichen des Segens begegnet. Nachdem sie Obertitel des Mannes des Propshetens (der Prophet) begegnet, wird sie von Elisa gebeten, zu gehen und zu melden, ob es ihr, ihrem Mann und ihrem Sohn gut gehe. Die Frau versichert sich in knappen Worten des Wohlbefindens und antwortet: „Wohl.“
Zentrale Aussage
Der Vers markiert einen Moment der persönlichen Bestätigung und des stillen Vertrauens. Elisa fragt gezielt nach dem gemeinsamen Wohl von Familie und Haus, und die Frau bestätigt dies in knapper, aber fester Weise. Das „Wohl“ bestätigt keine äußeren Umstände, sondern den bundanhaften, inneren Zustand einer Familie, die in Gott ruht. Es ist ein Bekenntnis des friedlichen Vertrauens trotz möglicher Sorgen, wie es sich später in der Geschichte zeigt.
Wichtige Themen
Bezugstexte und Querverbindungen
– 2 Könige 4,9–11: Die Frau lädt Elisha zu sich ein; Gastfreundschaft wird zu einer Vorbereitung für göttliche Großtaten.
– 2 Könige 4,27–37: Die späteren Ereignisse bringen die manifestierte Fürsorge Gottes durch Elisas Intervention – das „Wohl“ wird durch Gottes Eingreifen bestätigt.
– 1. Mose 28,16–17: Die Haltung einfacher Bestätigung, wenn Gottes Gegenwart sichtbar wird, erinnert an das Staunen Jakobs über Gottes Wegen.
Praktische Reflexion
In Zeiten der Unsicherheit ist es hilfreich, wie die Frau, das Maß an Wohlbefinden vor Gott zu prüfen: Bleibt das Vertrauen, auch wenn die Umstände unklar sind? Ein kurzes Bekenntnis des Vertrauens kann helfen, den Blick auf Gottes Treue zu richten und mutig neue Schritte zu gehen – wie es der weitere Verlauf der Geschichte zeigt.
Zusammenfassung
Der Vers zeigt eine schlichte, doch wichtige Bestätigung des Wohls einer Familie in Gottes Gegenwart. Die knappe Antwort „Wohl“ bedeutet mehr als körperliches Wohlergehen; sie verweist auf eine sittliche und geistliche Verfasstheit, die in der Nähe Gottes ruhen kann und in der Elisas späterer Dienst wirkt.
Anmerkung zu bekannten Kommentatoren (Auszüge in Kürze)
Matthew Henry betont die Kraft des vertraulichen Austauschs mit Gottes Dienern und wie solcher böte einen Ausgangspunkt für göttliche Wohltat. Albert Barnes hebt die Bedeutung der Härten im Leben, die dennoch von Gottes Güte umfasst bleiben. Adam Clarke unterstreicht, dass das „Wohl“ hier als inneres, von Gott gesegnetes Befinden zu verstehen ist, nicht bloß äußerliche Zufriedenheit.
Hinweis auf Zitate: In Zusammenhang mit Henry, Barnes und Clarke werden im Text zugelassene, kurze Paraphrasen verwendet; direkte längere Zitatpassagen werden hier nicht wörtlich wiedergegeben, sondern sinngemäß zusammengefasst.