Old Testament
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Daniel 5:25 (Luther1912): Die Schrift, allda verzeichnet: Mene, mene, Tekel, U-pharsin
In Daniel 5 begegnet Belshazzar das Gericht über sein unheiliges Fest. Die Schrift an der Wand wird von Daniel gedeutet und offenbart eine unmittelbare Prophezeiung über das Ende seines Königtums. Der hebräische Text lautet, wie hier notiert, in einer rätselhaften Reihenfolge, doch seine Botschaft ist klar: Gottes Urteil hat über Belshazzar begonnen.
Zentrale Bedeutung
„Mene, mene, Tekel, U-pharsin“ bedeutet im Kern: Gottes Abrechnung ist vollbracht, seine Waage hat abgewogen, dein Reich wird geteilt und dir das Ende gesetzt. Die Wiederholung von „Mene“ betont das genaue, messbare Urteil; Tekel bedeutet „du hast gewogen und gefunden zu leicht“; U-pharsin, oft mit „Getrennt und gegeben“ übersetzt, teilt das Reich unter den Medern und Persern. Dinah, der Text verdeutlicht Gottes Überschuss an Gerechtigkeit: Ein königliches Fest wird zur ernsten Warnung, weil Stolz und Ungebühr gegen Gott herrschen.
Zwei bis drei zentrale Themen
Verwandte Passagen
- Jesaja 5,25–29: Gottes Urteil über stolze Städte; ähnliche Warnzeichen gegen Selbstsicherheit.
- Psalm 2:4–9: Weisheit Gottes gegenüber menschlichem Aufstand; Gott setzt seinen Messwert gegen Rebellion.
- Offenbarung 2–3: Gericht über Gemeinden, die Gunst durch Ungehorsam verlieren.
Praktische Anwendung
Die Botschaft fordert offenes Herzklopfen vor Gott: Wo Macht, Reichtum oder Glanz das Maßstablebendigen wird, muss man innehalten. Die Schrift erinnert daran, dass menschliche Pläne im Licht Gottes Maßgabe stehen. Ein moderner Impuls: Wo Positionen verlocken, prüfe, ob meine Treue zu Gott ungeteilt bleibt; wer seine Lebensprioritäten vor dem Ewigen misst, gewinnt Orientierung.
Kurze Abschlussbemerkung
Daniel 5:25 markiert den Wendepunkt einer Herrschaft: Nicht menschliche Größe, sondern Gottes Exaktheit bestimmt das Ende. Die Botschaft bleibt gültig: Gott zählt – und Er teilt, was missachtet wird, mit weiser Gerechtigkeit.
Quellenhinweise (historisch-literarisch)
Nach Blick auf klassische Auslegungen von Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke wird betont, dass die Schrift eine unmittelbare göttliche Botschaft ist, deren Ernst sich in der Vernichtung des Königtums niederschlägt. Kurze Zitate aus diesen Kommentaren heben die Bedeutung von Gottes Allwissenheit, die Mahnung an Hochmut und die Notwendigkeit zu Umkehr hervor. Die Synthese fasst diese Stimmen zusammen, ohne in den Text hineinzureden.
Cross-References
Jesaja 46:10 – Gottes Vorherwissen und Bestimmung der Zukunft; Psalm 75:7 – Gott richtet die Waage aus, nicht Menschen. Offenbarung 18:10 – das Urteil über stolze Reiche wird sichtbar.