Deuteronomium 27:15 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers

Verflucht sei, wer einen Götzen oder ein gegossenes Bild macht, einen Greuel des HERRN, ein Werk von den Händen der Werkmeister, und stellt es verborgen auf! Und alles Volk soll antworten und sagen: Amen.

Vorheriger Vers
« Deuteronomium 27:14
Nächster Vers
Deuteronomium 27:16 »

Deuteronomium 27:15 Vers-für-Vers-Kommentar

Deuteronomium 27,15 – Verflucht sei, wer einen Götzen oder ein gegossenes Bild macht

In Deuteronomium 27 wird Israel am Übergang ins Land Kanaan eine feierliche Zeremonie zuteil, in der die Flüche über die Höhen Jakobs verlesen werden. Kapitel 27 führt den Bund mit konkreten Pflichten ein: Orte der Segnung liegen in der Gehorsamkeit, Flüche in der Abwendung von Gottes Gebot. Vers 15 gehört zu den ersten Flüchen und richtet sich gegen die Herstellung und Anbetung von Götzenbildern. Das Volk wird aufgefordert, diese Greuel zu verurteilen und sich gemeinsam mit einem lauten Amen zu der Gegenrede zu bekennen. Der Vers betont die ernste Gefahr der Götzenverehrung und die Verantwortung des gesamten Volks, jegliche Form von Götzenbildnissen abzulehnen.

Zentrale Bedeutung

Der Text setzt die zentrale Forderung Gottes, Israel treu zu bleiben, in eine klare, verbindliche Sprache: Wer einen Götzen oder ein gegossenes Bild schafft und es verborgen aufstellt, wird verflucht. Es handelt sich um ein Werk menschlicher Hände, doch die Urheberschaft bleibt vor Gott fatal. Die Formulierung „Gegreuel des HERRN“ (abgeleitet aus hebräischer Vorlage) unterstreicht, dass Götzenanbetung keinen Platz im Mosi-Gesetz hat, weil sie dem Wesen Gottes widerspricht. Das Volk antwortet mit Amen – ein öffentliches Bekenntnis, das die gemeinsame Verantwortung und Zielsetzung der Gemeinschaft dokumentiert.

Zwei bis drei zentrale Themen

  • Allgemeine Ablehnung von Götzenbildern: Der Vers adressiert die Herstellung und Verehrung von Götzen als zentrale Sünde, die Israel von Gott trennt. Die Warnung ist nicht nur individuell, sondern gemeinschaftlich wirksam.
  • Verantwortung der Gemeinschaft: Die Aufforderung, als Volk zu antworten, betont kollektive Verantwortung. Wer sich dem Götzendienst zuwendet, betrifft die ganze Gemeinschaft, daher die gemeinsame Feststellung mit Amen.
  • Gottes Heiligkeit vs. menschliche Kreaturen: Die Szene illustriert den unvereinbaren Gegensatz zwischen dem heiligen Anspruch Gottes und den vergänglichen Bildwerken menschlicher Kunst.

Verwandte Quellentexte

Cross-Referenzen bieten Parallelen zur Ablehnung von Götzen in Exodus 20,3–5 und Jesaja 44,9–20. Beide Tafeln der Gebote betonen, dass Gott allein der wahre Anbetungsgrund ist und dass die Herstellung von Bildern eine Bedrohung für die treue Beziehung zu Gott darstellt. In beide Richtungen wird deutlich, dass der Geist des Glaubens sich gegen bildhafte Darstellungen richtet, die Gottes Einzigkeit relativieren.

Praktische Reflexion

Die heutige Anwendung fordert: Wo dienen Bilder und Symbole in der religiösen Praxis der Versuchung, Gottes Gegenwart in Abbildungen zu fassen? Die Maßgabe bleibt, Gott in seinem Wort zu begegnen und seine Autorität zu achten. Die Gemeinschaft wird daran erinnert, wie wichtig es ist, Götzendienst abzulehnen – persönlich und gemeinschaftlich – damit Gottes Gegenwart frei wirken kann.

Kurzfassung

Deuteronomium 27,15 macht die Ablehnung von Götzen und gegossenen Bildern zur Grundpflicht des Volkes. Es ist eine ernste Mahnung an die Gemeinschaft, Gottes Heiligkeit zu bewahren und keinerlei Form der Anbetung zuzulassen, die Gottes Einzigkeit in Frage stellt. Die Reaktion mit Amen bekräftigt die gemeinsame Botschaft und Verantwortung.

Inspiriert von klassischen Kommentaren, die die Heiligkeit Gottes und die Gefahren von Götzendienst betonen, bietet diese Auslegung eine knappe, praxisnahe Orientierung: Treue zu Gott bleibt unverhandelbar, und die Gemeinschaft bezeugt dies gemeinschaftlich.

Kurze Quellentreffer

Bezüge: Exodus 20,3–5; Jesaja 44,9–20. Diese Verweise unterstreichen die Unvereinbarkeit von Gottes Ich-Beziehung mit jeglicher Bildverehrung und die Notwendigkeit, sich eindeutig gegen Götzen zu stellen.

Hinweis: Die wörtliche Wiedergabe der historischen Kommentatoren wird hier nur indirekt herangezogen; Zitate aus Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke finden sich in den eingearbeiteten Grundgedanken ohne wörtliche Vollzitate.

*** Dieser Kommentar enthält Inhalte aus klassischen gemeinfreien Quellen. Teile des Materials wurden mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet, zusammengefasst oder übersetzt. Bitte vergleiche jede Erklärung mit dem vollständigen Bibeltext und seinem Zusammenhang. Wenn du einen Fehler oder eine verbesserungsbedürftige Übersetzung findest, teile es uns bitte mit.

Deuteronomium 27:15 Querverweise und verwandte Bibelstellen

Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Exodus 20:4 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Exodus 20:4 (LUTH1912) »
Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist.

Exodus 34:17 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Exodus 34:17 (LUTH1912) »
Du sollst dir keine gegossenen Götter machen.

Levitikus 26:1 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Levitikus 26:1 (LUTH1912) »
Ihr sollt keine Götzen machen noch Bild und sollt euch keine Säule aufrichten, auch keinen Malstein setzen in eurem Lande, daß ihr davor anbetet; denn ich bin der HERR, euer Gott.

LUTH1912 Bibelbuch auswählen