Deuteronomium 27:20 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers

Verflucht sei, wer bei seines Vaters Weibe liegt, daß er aufdecke die Decke seines Vaters! und alles Volk soll sagen: Amen.

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Deuteronomium 27:20 Vers-für-Vers-Kommentar

Deuteronomium 27,20 (LUTH1912): Verflucht sei, wer bei seines Vaters Weibe liegt

Im Bundestext der Verordnung am Ort der Opfer- und Segensaufstellung wird das Verfluchen gegen schwere Sünden eingeführt, die das Ansehen und die Würde der Familie untergraben. Deuteronomium 27:20 gehört zu den deutlichen Warnungen, die dem Volk Israel über die Verpflichtung zu Heiligkeit und Rechtschaffenheit dienen. Es steht im Rahmen der Matrize der Flüche, die das Volk bei der Unterzeichnung des Bundes hören sollte. Hier wird die Unmoral des Inzestes, nämlich das Verstoßen gegen das sittliche Gesetz, in scharfem Ton gerichtet und mit einer direkten Stimme der Gemeinschaft bestätigt: „Amen“.

Was der Text über Gott und den Glauben offenbart

Der Vers zeigt Gottes Heiligkeit und seine Forderung nach Reinheit innerhalb der sozialen Ordnung. Gott verurteilt schwerwiegende Verfehlungen, die die Lebensordnung zerstören und das Vertrauen in die göttliche Ordnung untergraben. Die Gemeinschaftsform des Fluches betont, dass Sünde nicht privat bleibt, sondern Auswirkungen auf das Volk als Ganzes hat. Damit wird Gottes Gerechtigkeit sichtbar, aber auch sein Anspruch an Rechtschaffenheit, Ehrlichkeit und Schutz der Familie.

Wichtige Begriffe und Bilder

„bei seines Vaters Weibe liegen“ – eine deutliche bildliche Beschreibung sexueller Unmoral, die das Vertrauen der Familie und die Würde des Erbsegments beschädigt. Die Stelle zeigt, wie schwerwiegend sexuelle Übertretungen in der Gemeinschaft gesehen wurden und wie der Sündenpfad Auswirkungen auf kommende Generationen hat. Die Formulierung erinnert an die grundsätzliche Ablehnung von Ehebruch und Blutschande im ganzen Gesetzesrahmen.

Verwandte Passagen (quellenbewusst briefweise erklärt)

• 5. Mose 27–28 – die ganzen Flüche und Segnungen, die bei der Eröffnung des Bundes laut werden; helfen, das Verhältnis von Sünde, Gerechtigkeit und göttlicher Ordnung zu verstehen.

• Levitikus 18–20 – klare Regelungen zu sexuellen Verfehlungen; verdeutlicht, wie solche Sünden Gemeinschaftsschäden verursachen.

• 2. Mose 20 (Die Zehn Gebote) – Grundsatz, dass Gottes Wille Heiligkeit fordert und dass das Volk die heilige Lebensweise beachtet.

Kurze Auslegung nach klassischen Stimmen (Kerngedanken)

Matthew Henry (Auszüge, sinngemäß): Die heilige Ordnung des Gesetzes wird durch das Volk geschützt; ein solcher Fluch dient der Erhaltung der Gemeinschaft. Die Stimme des Volkes bezeugt die Ernsthaftigkeit der Sünde.

Albert Barnes (Zusammenfassung): Das Gesetz ruft eine klare Trennung von Unheil und Sünde hervor; sexueller Bruch gegen den familiären und gesellschaftlichen Rahmen wird streng verurteilt.

Adam Clarke (Hinweis): Die Formel erinnert daran, dass Sünde nicht privat bleibt, sondern die Gemeinschaft betrifft und eine Abwendung von Gottes Wegen verlangt.

Zusammenführung zu einer aussagekräftigen Stimmigkeit

Der Vers erinnert daran, dass Heiligkeit im Verhalten der Gemeinschaft sichtbar wird. Die Sünde gegen familiäre Würde ist ein Maßstab dafür, ob das Volk seine Verpflichtung gegenüber Gott ernst nimmt. Das Amen der Versammlung unterstreicht die verbindliche Entschlossenheit der Nation, Gottes Ordnung zu wahren.

Anwendung für heute

- Heiligkeit beginnt im persönlichen Leben: Reinheit in Beziehungen, Treue und Respekt innerhalb der Familie.
- Gemeinschaftliche Verantwortung: Fehlverhalten hat Auswirkungen auf das Umfeld; individuelle Reue soll auch Gemeinschaftsversöhnung fördern.
- Gerechtigkeit und Schutz der Schwachen: wer in Ehe und Familie treu handelt, trägt zum Schutz der Gemeinschaft bei.

Cross-References:

  • 5. Mose 27–28: Flüche und Segnungen als Rahmenerklärung des Bundeseidens.
  • Levitikus 18–20: Gebote gegen sexuelle Sünde in der Lebensgemeinschaft.
  • Josua 7: Die Folgen von Ungerechtigkeit in der Gemeinschaft zeigen konkrete Auswirkung;

Anmerkung zu Zitaten: Echte wörtliche Formulierungen der oben genannten Kommentatoren werden hier nur in inhaltlicher Form wiedergegeben; direkte längere Zitate aus Matthew Henry, Albert Barnes oder Adam Clarke werden nicht wörtlich wiedergegeben, sondern sinngemäß wiedergegeben.

*** Dieser Kommentar enthält Inhalte aus klassischen gemeinfreien Quellen. Teile des Materials wurden mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet, zusammengefasst oder übersetzt. Bitte vergleiche jede Erklärung mit dem vollständigen Bibeltext und seinem Zusammenhang. Wenn du einen Fehler oder eine verbesserungsbedürftige Übersetzung findest, teile es uns bitte mit.

Deuteronomium 27:20 Querverweise und verwandte Bibelstellen

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