Old Testament
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1 Korinther 5:1 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Es geht eine gemeine Rede, daß Hurerei unter euch ist, und eine solche Hurerei, davon auch die Heiden nicht zu sagen wissen: daß einer seines Vaters Weib habe.
1 Korinther 5:1 Vers-für-Vers-Kommentar
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1 Korinther 5:1 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Offenbarung 21:8 (LUTH1912) »
Der Verzagten aber und Ungläubigen und Greulichen und Totschläger und Hurer und Zauberer und Abgöttischen und aller Lügner, deren Teil wird sein in dem Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der andere Tod.

Offenbarung 2:21 (LUTH1912) »
Und ich habe ihr Zeit gegeben, daß sie sollte Buße tun für ihre Hurerei; und sie tut nicht Buße.

Epheser 5:3 (LUTH1912) »
Hurerei aber und alle Unreinigkeit oder Geiz lasset nicht von euch gesagt werden, wie den Heiligen zusteht,
1 Korinther 5:1 (LUTH1912) — Das unmittelbare Setting
Der erste Korintherbrief schildert eine Gemeinde, die im Konflikt zwischen geistlicher Klarheit und menschlicher Nachlässigkeit steht. Im Kapitel 5 wird ein erschütternder Zwischenfall offenkundig: Es gibt eine Geringschätzung des Heiligen und zugleich eine Verantwortung der Gemeinde zur Reinheit. Der Apostel Paulus wendet sich scharf gegen eine Praxis, die das Evangelium entwertet: Es wird berichtet, dass ein Mann seines Vaters Frau zur Frau genommen hat. Die Formulierung „Es geht eine gemeine Rede“ betont, wie öffentlich und schmerzlich das Geschehen in der Gemeinde wahrgenommen wird. Paulus richtet den Blick auf die Ehre Gottes und die Notwendigkeit einer Reaktion, damit der Charakter der Christengemeinschaft nicht beschädigt werde.
Was der Text über Gott und den Glauben aussagt
Der Text verdeutlicht, dass Gott Heiligkeit fordern und die Gemeinde zur Reinheit berufen ist. Die Nachricht zeigt, dass Sünde innerhalb der Gemeinschaft nicht bagatellisiert werden darf, weil das öffentliche Verhalten die Botschaft des Evangeliums beeinflusst. Gottes Charakter wird durch das gerechte Reagieren der Gemeinde sichtbar: Furcht vor dem HERRN, Verurteilung des Unheils und zugleich Barmherzigkeit der Versammlung, das Übel beim Namen zu nennen und zu korrigieren, damit Leben und Zeugniskraft erhalten bleiben.
Wichtige Begriffe und Bilder erklärt
Verwandte Bibelstellen (Cross-References) und kurze Verbindungen
Historische Einordnung – Kommentare im Gespräch
Matthew Henry betont, dass solche Sünden in der Kirche die Ehre Gottes beflecken und die Gemeinschaft ernsthaft schädigen. Albert Barnes hebt hervor, dass Paulus hier den Eindruck öffentlicher Schande vermeiden will, während er dennoch klare Disziplin fordert. Adam Clarke verweist darauf, dass die Kirche als Leuchte in der Welt dient und Unreinheit unvereinbar mit der Berufung einer christlichen Gemeinde ist. Alle drei Kommentatoren unterstreichen die Balance zwischen Barmherzigkeit und Gepflogenheiten der Heiligung, die Paulus anstrebt, damit dem Evangelium treu gedient wird.
Zusammenfassung und heutige Anwendung
Der Kern des Textes ruft nach ernsthafter Gemeinschaftsethik: In der Gemeinde wird Sünde nicht ignoriert, um das Ansehen der Kirche zu wahren, sondern um göttliche Heiligkeit zu bewahren. Die Reaktion soll weder Selbstrechtfertigung noch öffentliche Schande isolieren, sondern zur Bekehrung, Reinigung und Versöhnung führen. Gegenwärtig bedeutet dies: Offenheit über sittliche Fragen, solidarische Seelsorge, klare Maßstäbe und ruhende Gemeinschaft, die notfalls Trennung zur Wahrung der Reinheit zulassen, ohne das Ziel der Umkehr aus den Augen zu verlieren.
„Es geht eine gemeine Rede“ erinnert daran, dass christliches Leben öffentliches Zeugnis hat. Die Gemeinde ist berufen, in Liebe zu korrigieren, damit das Licht Christi ungetrübt bleibt.