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Esra 5:11 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Sie aber gaben uns solche Worte zur Antwort und sprachen: Wir sind Knechte des Gottes im Himmel und der Erde und bauen das Haus, das vormals vor vielen Jahren gebaut war, das ein großer König Israels gebaut hat und aufgerichtet.
Esra 5:11 Vers-für-Vers-Kommentar
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Esra 5:11 Querverweise und verwandte Bibelstellen
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Josua 24:15 (LUTH1912) »
Gefällt es euch aber nicht, daß ihr dem HERRN dient, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter gedient haben jenseit des Stroms, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen.

1 Könige 6:1 (LUTH1912) »
Im vierhundertachtzigsten Jahr nach dem Ausgang der Kinder Israel aus Ägyptenland, im vierten Jahr des Königreichs Salomo über Israel, im Monat Siv, das ist der zweite Monat, ward das Haus des HERRN gebaut.

2 Chronik 3:1 (LUTH1912) »
Und Salomo fing an zu bauen das Haus des HERRN zu Jerusalem auf dem Berge Morija, der David, seinem Vater, gezeigt war, welchen David zubereitet hatte zum Raum auf der Tenne Ornans, des Jebusiters.
Esra 5:11 — Ein Zeugnis der Gottesherrschaft über Geschichte und Bau des Hauses Gottes
Hauptgedanke: Die Reaktion der Gegner Israels erinnert daran, dass Gottes Gebote und der Bau seines Hauses Vorrang haben, auch wenn menschliche Mächte Widerstand leisten. Die Boten bekräftigen, dass Israel als Knechte Gottes im Himmel und auf Erden einen Auftrag hat, das vom König Heru bzw. dem großen König Israels gesetzte Werk fortzuführen.
Literarischer Kontext
Im Buch Esra wird die Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft und der Wiederaufbau des Tempels geschildert. Die Verse berichten von der Botschaft der Tempelbauer und der Widerstände durch die Provinzbehörden. Die erwähnte Aussage verbindet die Identität Israels als Gottes Volk mit dem Auftrag, Gottes Haus wiederherzustellen, trotz weltlicher Unterdrückung. Der Satz unterstreicht die Legitimation des Bauwerks durch göttliche Autorität und zugleich die historische Kontinuität des Königtums Israels.
Theologische Bedeutung
1) Gottes Souveränität über Zeitgeschichte: Die Bezeichnung „Knechte des Gottes im Himmel und der Erde“ betont, dass Israels Handeln in kosmischem Bezug steht. 2) Berufung zur Gottesdienste—Pflicht: Der Bau des Hauses Gottes ist kein privates Vorhaben, sondern eine theologische Verpflichtung, die sich durch äußeren Widerstand nicht abwürgen lässt. 3) Legitimation durch frühere Königsherrschaft: Die Referenz an den „großen König Israels“ erinnert daran, dass Gottes Pläne durch seine früheren Bundesnächte (David, Salomo) in die Gegenwart hinein fortgeführt werden.
Bezüge zur Heiligen Schrift
- Verweis auf Gottes Volk als Gottesdienstgemeinschaft auch in Haggai und Sacharja, die den Bau des Tempels fördern. Diese Schriften betonen, dass Gottes Hilfe und Gegenwart mit dem Bauwerk verbunden sind.
- Verknüpfung mit der Berufung des Volkes Israel, trotz politischer Hindernisse Gottes Auftrag zu erfüllen. Die Behauptung, Gottes Himmelssphäre beeinflusst irdische Ereignisse, findet sich in den Psalmen und Propheten, die Gottes Plan trotz menschlicher Widerstände sichern.
Fragen zur Selbstbesinnung
Kurze Schlussbetrachtung
Der Vers ermutigt, in verantwortungsvoller Weise Gottes Auftrag weiterzuführen, auch wenn die Gegenstände der Welt Widerstand leisten. Die Worte der Bauleute bestätigen die Legitimation des Vorhabens durch Gottes Autorität und erinnern daran, dass das Haus Gottes in der heiligen Geschichte verwurzelt ist.
Quellen- und Zitatvermerk
Dieses Kommentar berücksichtigt standardmäßige Auslegungen aus frühneuzeitlichen Public-Domain-Kommentaren. Wörtliche kurze Stellen aus Matthew Henry, Albert Barnes oder Adam Clarke werden hier nur genannt, falls verwendete Formulierungen direkt übernommen wurden. In dieser Ausgabe werden keine vollständigen Zitate aus ihnen wiedergegeben.
Cross-References
Hinweis zu verwandten Passagen: - Haggai 1:8: Aufforderung zum Wiederaufbau des Tempels – Verbindung mit der Erfüllung göttlicher Auftrag. - Esra 3:10-11: Freude über den Beginn des Wiederaufbaus und die Anerkennung Gottes Gegenwart. - Jerusalem-Propheten-Überlieferung: Gottes Hand in irdischen Ereignissen trotz widerständiger Mächte.