Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiChapter
Genesis 1 Genesis 2 Genesis 3 Genesis 4 Genesis 5 Genesis 6 Genesis 7 Genesis 8 Genesis 9 Genesis 10 Genesis 11 Genesis 12 Genesis 13 Genesis 14 Genesis 15 Genesis 16 Genesis 17 Genesis 18 Genesis 19 Genesis 20 Genesis 21 Genesis 22 Genesis 23 Genesis 24 Genesis 25 Genesis 26 Genesis 27 Genesis 28 Genesis 29 Genesis 30 Genesis 31 Genesis 32 Genesis 33 Genesis 34 Genesis 35 Genesis 36 Genesis 37 Genesis 38 Genesis 39 Genesis 40 Genesis 41 Genesis 42 Genesis 43 Genesis 44 Genesis 45 Genesis 46 Genesis 47 Genesis 48 Genesis 49 Genesis 50Verse
Genesis 47:1 Genesis 47:2 Genesis 47:3 Genesis 47:4 Genesis 47:5 Genesis 47:6 Genesis 47:7 Genesis 47:8 Genesis 47:9 Genesis 47:10 Genesis 47:11 Genesis 47:12 Genesis 47:13 Genesis 47:14 Genesis 47:15 Genesis 47:16 Genesis 47:17 Genesis 47:18 Genesis 47:19 Genesis 47:20 Genesis 47:21 Genesis 47:22 Genesis 47:23 Genesis 47:24 Genesis 47:25 Genesis 47:26 Genesis 47:27 Genesis 47:28 Genesis 47:29 Genesis 47:30 Genesis 47:31



Genesis 47,10 (LUTH1912) – Jakobs Segen über den Pharao
Im unmittelbaren Kontext von Genesis 47 wird das Geschehen in Ägypten beschrieben, als Jakob dem Pharao begegnet und mit ihm spricht. Nachdem Jakob den Pharao gesehen hat, segnet er ihn und zieht dann hinaus aus seiner Gegenwart. Diese kurze, aber bedeutsame Szene verbindet das Irdische und das Göttliche in einer Haltung von Anerkennung, Herrschaftsordnung und göttlicher Gnade.
Was der Text über Gott oder den Glauben offenbart
Die Segnung des Pharaos durch Jakob zeigt, dass Gottes Segen nicht auf eine religiöse Gruppe beschränkt ist, sondern sich in den Beziehungen zwischen Menschen niederschlägt, selbst in der Machtordnung einer heidnischen Umwelt. Jakob anerkennt die von Gott geordnete Autorität; seine Segnung ist Ausdruck einer biblischen Haltung, wonach Gottes Geschöpf in jeder Lage geehrt wird und der Glaubende sich zu dieser Ordnung bekennt. Zugleich erinnert der Text daran, dass GottesSegen durch den Glauben eines rechtgläubigen Väters weitergegeben wird, selbst in einer Zeit, in der das Volk Israel als wandernd oder fremd gilt.
Wichtige Begriffe und Bilder erklärt
Verwandte Passagen (Verbindungsschnitte)
– Genesis 12,2–3: GottesSegnung wird an Abraham/Großvaterlinie gegeben; auch hier wird Segen als Grundlage der Beziehung zu Gott und zum Segen anderer dargestellt. Der heutige Bezug zeigt, wie Gottes Verheißung in generationenübergreifender Weise wirkt.
– Genesis 48,15–16: Jakobs Segensformeln und die Vorsehung Gottes über künftige Generationen; eine ähnliche Betonung der göttlichen Führung trotz menschlicher Umstände.
–Psalm 67: Gott segnet sein Volk, damit die Nationen ihn erkennen; dieser Gedanke der Segnung als Mittel der Offenbarung Gottes findet sich indirekt in Jakobs Haltung gegenüber dem Pharao wieder.
Gültige Anwendungsbezüge für das Heute
Dieser Vers erinnert daran, dass Gläubige in aller politischen oder gesellschaftlichen Macht, in der sie sich befinden, als Träger von Gottes Segen auftreten können. Es ist ein Aufruf, in großen und kleinen Beziehungen im Glauben zu handeln: Ehre die Obrigkeit, blicke zugleich auf Gottes übergeordnete Ordnung, und strebe danach, dass dein Segen oder deine Gunst zum Nutzen anderer wird, damit Gott durch dein Handeln geehrt wird.
Historisch-theologische Hinweise (zusammengefasst)
In der lutherischen Tradition wird die Szene oft als Beispiel dafür gesehen, wie Glaube und Gottesfurcht nicht vor weltlicher Macht zurückweichen, sondern in ihr erkennbar werden. Die Segnung Jakobs ist Ausdruck einer legitimen, respektvollen Distanz zur weltlichen Autorität, die dennoch in Gottes Rahmenhandlung hineingestellt wird. In der Kommentarlage von frühen Bibelkommentatoren wird betont, dass Jakobs Handeln nicht als Schwäche, sondern als Würdigkeit und göttlicher Ordnung zu verstehen ist.
Kernpunkte in Kürze
Hinweis zu Zitaten aus klassischen Kommentaren: In diesem Abschnitt werden prägnante Aussagen bevorzugt; direkte Leseanforderungen aus Matthew Henry, Albert Barnes oder Adam Clarke werden sparsam genutzt. Falls wörtliche Zitate erforderlich sind, werden sie kenntlich gemacht und in den Fließtext integriert.