Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiChapter
Genesis 1 Genesis 2 Genesis 3 Genesis 4 Genesis 5 Genesis 6 Genesis 7 Genesis 8 Genesis 9 Genesis 10 Genesis 11 Genesis 12 Genesis 13 Genesis 14 Genesis 15 Genesis 16 Genesis 17 Genesis 18 Genesis 19 Genesis 20 Genesis 21 Genesis 22 Genesis 23 Genesis 24 Genesis 25 Genesis 26 Genesis 27 Genesis 28 Genesis 29 Genesis 30 Genesis 31 Genesis 32 Genesis 33 Genesis 34 Genesis 35 Genesis 36 Genesis 37 Genesis 38 Genesis 39 Genesis 40 Genesis 41 Genesis 42 Genesis 43 Genesis 44 Genesis 45 Genesis 46 Genesis 47 Genesis 48 Genesis 49 Genesis 50



Genesis 6,3 (LUTH1912): Der Hinweis Gottes auf die Lebensspanne der Menschheit
Sofortiger Kontext
In Genesis 6 sehen wir eine Welt, die sich tief von Gott entfernt hat. Die menschliche Korruption nimmt zu, während Gott über das moralische Versagen der Menschen nachdenkt. In diesem Moment spricht der Herr und setzt eine neue Grenze für das menschliche Leben, bevor die Sintflut kommt: „Die Menschen wollen sich von meinem Geist nicht mehr strafen lassen; denn sie sind Fleisch. Ich will ihnen noch Frist geben hundertundzwanzig Jahre.“
Was der Text über Gott und den Glauben offenbart
Der Vers zeigt eine Gottesmöglichkeit, Geduld und Ordnung. Gott sieht die Rebellion, aber er handelt nicht impulsiv; er gewährt eine bestimmte Frist, damit die Menschen Buße tun oder sich aufrichten könnten. Die Sprache betont eine innere Abkehr von Gottes Geist – der Hinweis, dass sie „Fleisch“ sind – und zugleich eine gnädige Rücksicht auf menschliche Schwäche durch eine verordnete Zeitspanne.
Wichtige Worte und Bilder erklärt
Verwandte Bibelstellen (Cross-references)
– Psalm 78:38-39: Gottes Geduld gegenüber einem untreuen Volk, das seine Barmherzigkeit sucht, doch die Vergänglichkeit der menschlichen Natur erinnert. Bezugspunkt: Geduld vs. Zorn; Vergänglichkeit
– Römer 9:22-23: Gott als Gott der Langmütigkeit, der Strafe und Erweisung großer Güte aussetzt, damit dem Gläubigen Licht wird. Bezugspunkt: Geduld als Unterricht und Erbarmen
– Hebräer 4:12-13: Gottes Wort wirkt durch und durch; die menschliche Herzenseinstellung wird geprüft. Bezugspunkt: Gottes Geist wirkt auch heute und richtet durch sein Wort
Heutige Anwendung
Der Text erinnert daran, dass Gottes Geduld keine unbegrenzte Garantiewahrung für Untreue ist. Er ruft dazu auf, die Zeit der Geduld zu nutzen – zur Buße, zur Umkehr und zum aufrichtigen Glauben an Christus. Die Frist ist keine Einladung zur Trägheit, sondern eine Verantwortung, Gottes Geist zu suchen, bevor die Möglichkeiten der Reue sich schließen. In einer Welt, die sich oft von göttlichem Maßstab entfernt, bleibt die Botschaft dieselbe: Gottes Gnade bietet Raum für Wandlung, doch die Frist hat Grenzen.
Auszug aus historisch bedeutsamen Kommentaren (frei zugänglich):
Matthew Henry (auszüge): „Gott gibt eine bestimmte Zeit, damit die Menschheit zu Buße umkehrt, aber die Zeit ist begrenzt und die Konsequenzen liegen in Gottes Hand.“
Albert Barnes (Auszüge): „Der Ausdruck zeigt die Geduld Gottes gegenüber einer völlig verdorbenen Generation; doch diese Geduld dient dazu, die Menschen zur Erkenntnis Christi zu führen.“
Adam Clarke (Auszüge): „Gott reduziert das menschliche Leben auf eine bestimmte Frist, damit die Menschen durch das Gewissensurteil des Geistes Buße tun könnten.“