Old Testament
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Johannes 1,3 (LUTH1912): Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist
In dem Anfang des Evangeliums wird durch Johannes das Wesen Christi als das Mittlere Licht zwischen Gott und der Schöpfung betont. Der Satz “Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht” verweist auf die schöpferische Kraft des Logos, durch den Gott die Welt ins Dasein rief. Ohne dieses Wort gäbe es weder Ordnung noch Existenz; daher steht der Logos als Ursprung und Sinn der gesamten Schöpfung. Die Verse stehen in der Prologstrophe des Johannesevangeliums, die zeigt, dass Jesus nicht bloß als Mensch, sondern als Gottes Wort und Schöpfungsgrund wesentlich am Werk der Welt beteiligt ist.
Zentrale Bedeutung
Der Vers betont die ontologische Einheit von Schöpfung und Logos. Alles, was besteht, ist durch dasselbe gemacht — durch das in Jesus agierende Wort Gottes. Der Ausdruck hebt die Urheberschaft Gottes hervor, wobei Jesus als das Mittel und Sinn der Schöpfung verstanden wird. Die Kernbotschaft lautet: Gottes schöpferische Wille wird durch das Wort wirksam; nichts existiert unabhängig davon, dass es durch das Wort entstanden ist.
Wichtige Themen
Verwandte Passagen
- Kolosser 1,15–17: Christus als Ebenbild des unsichtbaren Gottes, durch den alles geschaffen wurde; die Schöpfung und Erhaltung der Welt sind in Ihm konzentriert. Verbindung: Die schöpferische Wirksamkeit des Wortes zeigt sich in der gesamten göttlichen Offenbarung.
- Hebräer 1,2–3: Gott hat in den letzten Tagen durch den Sohn gesprochen; er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens; durch ihn wurden alle Dinge geschaffen. Verbindung: Die Vollkommenheit des Logos als Schöpfer und Erhalter.
- Johannes 1,14–18: Das Wort wurde Fleisch und hat unter uns gewohnt; Offenbarung Gottes in Person des Logos. Verbindung: Von der Schöpfung zur Offenbarung in Jesus.
Praktische Betrachtung
Für den Gläubigen bedeutet dies, dass Gottes Wirken in der Welt zuverlässig ist und in Christus seine Vollendung findet. Das Leben ist nicht Zufall, sondern durch das Wort Gottes geführt. Diese Einsicht fördert Vertrauen in Gottes Vorsehung und ruft zur Dankbarkeit auf in Zeiten von Wandel und Unsicherheit.
Kurze Schlussbemerkung
Johannes 1,3 erinnert daran, dass alles, was existiert, seine Grundlage im ewigen Wort Gottes hat. Jesus ist nicht bloß Zeuge der Schöpfung, sondern ihr zentrale Ursache und Sinn. Die Welt wird durch ihn nicht nur gemacht, sondern sichtbar offenbart, was Gott in sich ist.
Quellenhinweise (angemessene Einzelzitate aus klassischen Kommentatoren)
Diese Passage wird traditionell im Licht der Schöpfungs- und Logoslehre betrachtet. Die folgenden Gelehrten betonten beispielsweise die göttliche Urheberschaft des Wortes und seine eminente Stellung in der Schöpfung, ohne wörtliche Übernahme des gesamten Textes:
Matthew Henry (Kommentar zu Johannes 1) hebt die Einsicht hervor, dass der Logos der Ursprung aller Dinge ist und dass durch Christus alles existiert. Albert Barnes betont die Ordnung und Zweckmäßigkeit der Schöpfung, die durch das Wort bestätigt wird. Adam Clarke beschreibt die schöpferische Macht des Logos als aktiven Eintritt Gottes in die Welt. (Beachtung: Nur kurze, kontextbezogene Verweise werden verwendet; vollständige Zitate werden hier nicht wörtlich wiedergegeben.)
1) Kolosser 1,16–17 – Christliche Sicht auf Schöpfung durch Christus. Verbindung: Identität des Logos mit Christus und seine Rolle bei der Erhaltung der Schöpfung.
2) Hebräer 1,2–3 – Sohn als Abglanz der Herrlichkeit, durch den alles gemacht ist. Verbindung: Inkarnation des Logos eröffnet Offenbarung und Rettung.
3) Johannes 1,14 – Wort wurde Fleisch. Verbindung: Vollendung des Logos in der menschlichen Geschichte.