Old Testament
Genesis Exodus Levitikus Numeri Deuteronomium Josua Richter Rut 1 Samuel 2 Samuel 1 Könige 2 Könige 1 Chronik 2 Chronik Esra Nehemia Ester Hiob Psalm Sprüche Prediger Hohelied Jesaja Jeremia Klagelieder Hesekiel Daniel Hosea Joel Amos Obadja Jona Micha Nahum Habakuk Zephanja Haggai Sacharja MaleachiRichter 15:1 Kommentar zum Bibelvers
Richter 15:1 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers
Es begab sich aber nach etlichen Tagen, um die Weizenernte, daß Simson sein Weib besuchte mit einem Ziegenböcklein. Und als er gedachte: Ich will zu meinem Weibe gehen in die Kammer, wollte ihn der Vater nicht hinein lassen
Richter 15:1 Vers-für-Vers-Kommentar
*** Dieser Kommentar enthält Inhalte aus klassischen gemeinfreien Quellen. Teile des Materials wurden mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet, zusammengefasst oder übersetzt. Bitte vergleiche jede Erklärung mit dem vollständigen Bibeltext und seinem Zusammenhang. Wenn du einen Fehler oder eine verbesserungsbedürftige Übersetzung findest, teile es uns bitte mit.
Richter 15:1 Querverweise und verwandte Bibelstellen
Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Genesis 38:17 (LUTH1912) »
Er sprach: Ich will dir einen Ziegenbock von der Herde senden. Sie antwortete: So gib mir ein Pfand, bis daß du mir's sendest.

Genesis 29:21 (LUTH1912) »
Und Jakob sprach zu Laban: Gib mir nun mein Weib, denn die Zeit ist hier, daß ich zu ihr gehe.

Genesis 6:4 (LUTH1912) »
Es waren auch zu den Zeiten Tyrannen auf Erden; denn da die Kinder Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren, wurden daraus Gewaltige in der Welt und berühmte Männer.
Richter 15:1 – Kontext und Kernbedeutung (LUTH1912)
Der Vers gehört in das überraschende, aufbrausende Kapitel über Simson, der zwischen Glanzleistungen und familiären Spannungen wandelt. Nach den Ereignissen der Auseinandersetzung mit den Philistern kehrt Simson aus der Einigung in seine Heimat zurück. Die Zeitangabe „nach etlichen Tagen“ markiert eine Ruhephase, doch in dieser Ruhe wächst erneut eine familiäre Spannung: Simson will seine Frau besuchen, begleitet von einem Ziegenböcklein, doch der Vater verweigert den Zutritt. Der Satz öffnet damit das Thema von Misstrauen, Schuldgefühlen und der brüchigen Allianzen innerhalb der damaligen israelitischen Stämme.
Zentrale Aussage
Der Text zeigt, dass Simsons persönliche Loyalitäten—zu Frau, Familie und Ehestiftung—in Konflikt geraten, während die Familie die Autorität des Vaters als Haushaltsleiter betont. Gleichzeitig wird sichtbar, wie ein Moment der Nähe in einer von Feindschaft und Misstrauen geprägten Umwelt scheitern kann. Die Szene bereitet die späteren Handlungen Simsons vor und illustriert die Zerrissenheit, die in der Richterzeit kennzeichnete Gesellschaft.
Zentrale Themen
Bezug zu anderen Passagen
Cross-Referenzen helfen, das Muster zu erkennen: In den früheren Kapiteln zeigt sich Simsons starke persönliche Begabung, oft aber ohne vollständige Weisung Gottes. Die Spannungen innerhalb der Familie spiegeln ähnliche Konflikte in Richterzeit wider, etwa zwischen Treue und Ungeduld (vgl. Richter 14–15). Ein Blick auf die Beziehungen im Haushalt betont die Bedeutung von Vertrauen und Verantwortung innerhalb der israelitischen Gemeinschaft.
Praktischer Bezug
Der Vers erinnert daran, wie leicht zwischenmenschliche Distanzen entstehen können, wenn Erwartungen nicht geteilt oder Missverständnisse nicht geklärt werden. In praktischer Weise ermutigt er dazu, Konflikte behutsam anzugehen, Dialog zu suchen und familiäre Bindungen bei Prüfungen zu schützen, statt sie durch impulsive Schritte abzubrechen.
Kommentarsohne Zitate
Historisch-verlässliche Stimmen betonen die Spannung zwischen persönlicher Neugier und familiärer Ordnung. Die bereits etablierten Merkmale der Richterzeit—Heldentaten neben familiärer Zerrissenheit—finden hier eine konkrete Schnittstelle. Parallele Gedanken finden sich in den Ansätzen der klassischen Kommentatoren, die zeigen, wie individuelle Entscheidungen oft in einem größeren Gefüge von Verantwortung und göttlichem Plan stehen.
Kurze geschichtliche Perspektive (Verbindung zu Martin Henry / Barnes / Clarke)
Kurznotizen zur stilistischen Linie: Die Berichte über Simson zeichnen ihn als ambivalenten Querdenker, der Gottes Strategie in menschliche Entscheidungen hineinzuführen versucht. Die Verbindung zu früheren Kommentaren hebt hervor, dass Gottes Wirken oft hinter menschlichen Schwankungen sichtbar wird, ohne eine einfache Moral zu liefern.
Wesentliche Querverweise
– Richter 14: Simsons erste Begegnung mit dem Philisterland; Betont Risikobereitschaft und Konfliktpotential.
– Richter 16: Die weitere Entwicklung von Simsons Beziehungen und die Folgen von impulsiver Handlungsweise.
– 1. Samuel 2: Gottes Ordnung wird auch in familiären Zusammenhängen sichtbar; erinnert daran, wie göttliche Leitung sich in menschlichen Strukturen entfaltet.
Kurzer Schlusszusammenhang
Richter 15:1 beginnt eine Episode, die die Komplexität von Simsons Leben zeigt: Sehnsucht nach Nähe trifft auf die Grenzen des Alltags, und der Vater als Haushaltsoberhaupt setzt eine Barriere. Diese Szene öffnet das Verständnis dafür, wie persönliche Entscheidungen in einem größeren göttlichen Rahmen stehen und wie Konflikte oft den Weg zu weiteren Gelegenheiten der Lehre und Erkenntnis weisen.