Old Testament
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Lukas 21,27 (LUTH1912): „Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in der Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.“
Stellung des Textes – der unmittelbare Kontext
In Lukas 21 bereitet Jesus seine Jünger auf die Endzeit vor. Die Worte, die hier vorliegen, folgen einer Reihe von Zeichen, Kriegen, Naturkatastrophen und Bedrängnissen, die die Jünger beunruhigen. Die Ankündigung, dass sie den Menschen Sohn kommen sehen werden, richtet sich nicht auf einen flüchtigen Besuch, sondern auf das endgültige Offenbaren der Herrschaft Christi. Die Wolke, die große Kraft und Herrlichkeit symbolisieren Gottes sichtbare Gegenwart und seine übernatürliche Macht, mit denen Christus das Reich Gottes zu sich herabschickt.
Was der Text über Gott und den Glauben offenbart
Der Vers verstärkt die Gewissheit, dass Christus nicht bloß ein Lehrer oder Prophet ist, sondern der von Gott eingesetzte Herrscher, der am Ende der Zeiten sichtbar erscheinen wird. Die Verbindung von Kraft und Herrlichkeit zeigt Gottes Wirken in Christus: Seine göttliche Autorität wird sichtbar, doch zugleich erfolgt die Erscheinung in einer Zeit der Anfechtung, damit die Gläubigen Trost und Zuversicht finden. Der Text fordert Glauben inmitten von Schrecken und ermuntert zur standhaften Erwartung der endgültigen Erlösung durch den Allherrscher.
Wesentliche Begriffe und Bilder
- „Menschen Sohn“: Jesus als der aus Gott kommende Erlöser-König, der die Schöpfung richtet. - „in der Wolke“: Gottes Gegenwart; Verheißung der Offenbarung, wie sie auch im Alten Testament vorkommt. - „große Kraft und Herrlichkeit“: die sichtbare Macht, die Gottes Königreich durch Christus bestätigt.
Verwandte Stellen (Cross-References)
- Offenbarung 1,7: Christus kommt mit öffentlichen Zeichen der Sichtbarkeit; Hinweis auf die endzeitliche Offenbarung. - Matthäus 24,30: „und dann wird das Zeichen des Menschensohnes erscheinen“ – Verbindung der Endzeitzeichen mit der Erscheinung Christi. - Apostelgeschichte 1,9: Jesu Himmelfahrt mit einer Wolke, ein Bild der Gegenwart Gottes – verdeutlicht den Weg, wie Gottes Wirken in der Offenbarung zu finden ist.
Historische Einsichten von bekannten Kommentatoren (Kurzfassung)
Angesehene öffentliche Domänen-Kommentatoren wie Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke betonen in ihren Arbeiten, dass diese Endzeit-Worte Zuversicht schenken und die Jünger zur standhaften Erwartung führen. Henry hebt die sichere Gegenwart Christi auch in Zeiten großer Prüfung hervor; Barnes betont die eindeutige Bestätigung der göttlichen Autorität Christi; Clarke verweist auf die sichtbare Erscheinung der Herrlichkeit, die Gottes Gericht über die Welt ankündigt. Erwähnt wird in den Zitaten oft, dass die sichtbare Erscheinung kein verborgenes Ereignis ist, sondern eine Offenbarung von Christi Herrschaft.
Praktische Anwendung heute
Der Text ruft Gläubige dazu, in Erwartung zu leben und trotz weltweiter Unruhe an der verlässlichen Verheißung festzuhalten: Christus wird kommen in Macht und Herrlichkeit. Das soll Mut geben, im Alltag Treue zu wahren, Gerechtigkeit zu suchen und Gottes Orientierung über alles zu stellen. Die Hoffnung auf die kommende Königsherrschaft erinnert daran, dass irdische Macht nicht endgültig ist, während Gottes Reich bereits in der Gegenwart durch die Gläubigen sichtbar wird.