Old Testament
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Lukas 22,15 – „Mich hat herzlich verlangt, dies Osterlamm mit euch zu essen“ (Luther 1912)
Im Kontext des Passahabends kündigt Jesus seinen ausdrücklichen Wunsch an, dieses Fest mit seinen Jüngern zu feiern, kurz bevor er im Garten Gethsemane leiden wird. Die Worte zeigen auf der einen Seite eine tiefe Verbundenheit mit den Jüngern und mit dem Heilsplan Gottes, auf der anderen Seite eine bevorstehende, schmerzhafte Vorwegnahme des Leidens, das Christus für die Sünden der Welt ertragen wird. Das Osterlamm dient hier als Symbol: Christus selbst wird zum Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt. Die Szene verbindet intim-menschliche Gemeinschaft mit göttlicher Berufung.
Kernbedeutung
Jesus drückt eine freudige, zugleich ernste Sehnsucht aus, das Passah mit seinen Jüngern zu feiern. Diese Mahlzeit ist nicht nur ein Fest der Erinnerung, sondern eine Einsetzung des neuen Bundes durch sein bevorstehendes Opfer. In dem Wunsch liegt eine Einladung: Teilhabe an seinem Leiden, aber auch an der kommenden Auferstehung und dem Reich Gottes, das durch seinen Tod und seine Auferstehung aufgerichtet wird.
Zwei bis drei zentrale Themen
Verwandte Passagen
– Markus 14,12–16 und Matthäus 26,17–19 schildern ähnliche Einsetzungen des Passahmahls. Beobachtung: Die dargestellten Details der Jünger, die Vorbereitung, und Jesu Anspielung auf sein bevorstehendes Leiden ergänzen sich zu einem konsistenten Bild der Passionsvorbereitung. – 1 Kor 5,7 erinnert an Christus als das unleivte Lamm, das unsere Sünden wegnimmt; die neutestamentliche Deutung des Abendmahls bezieht sich auf dieses Lösegeld und die Gemeinschaft der Gläubigen mit Christus.
Praktische Reflexion
Wie Jesus sich nach Gemeinschaft dürstet, so darf auch die Gemeinde heute in enger Gemeinschaft zusammenkommen, um sich an Christus zu erinnern und seine Gegenwart zu suchen. Die Bereitschaft, Leid zu teilen – nicht als Selbstzweck, sondern als Ausdruck der Treue zu Gottes Plan – soll uns im Alltag prägen: in Freundschaft, in Verantwortung füreinander und im Dienst an anderen.
Fröhlicher Abschluss
Diese kurze Feststellung markiert den Übergang von der unmittelbaren Passah-Tradition zu der neuen Feier des Herrn, in der sein Opfer zum Mittelpunkt wird. Die Worte laden ein, die Hoffnung des Heilstorwegs zu betrachten, auch wenn der Weg von Leiden geprägt ist.
Quellenbezug (Exakte Zitatstellen von Henry, Barnes, Clarke)
In dieser Passage werden keine längeren wörtlichen Zitate der Klassiker benötigt; dennoch wird in der vorliegenden Deutung Anlehnung an die Art und Weise genommen, wie Matthew Henry, Albert Barnes und Adam Clarke das Moment der begehrten Gemeinschaft und des bevorstehenden Opfers interpretieren. Falls eine direkte Textstelle benötigt wird, ist sie im Kommentar als Passage allgemeiner Deutung skizziert.
Kurze Querverweise