Old Testament
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Lukas 22,20 – Desgleichen auch den Kelch
In Lukas 22,20 erinnert Jesus am Abend vor seinem Leiden an das mit den Jüngern einsetzende Mahl. Nachdem er das Brot gebrochen hat, nimmt er den Kelch und deutet darauf hin, dass dies “das neue Testament in meinem Blut” sei, das für sie vergossen wird. Der Vers steht im Zusammenhang mit dem Abendmahl, das Jesus als Zeichen seines Heilsplans und als neues Bündnis mit den Gläubigen instituiert. Er verbindet den Opferdienst des Alten Bundes mit der vollendeten Offenbarung in Christus: JENE Verheißungen finden ihre Erfüllung in Seinem Tod, der als Sühnopfer wirkt. Das Blut wird zum Zeichen einer erneuerten, gütigen Ordnung zwischen Gott und den Menschen.
Zentrale Bedeutung
Der Ausdruck Das neue Testament in meinem Blut zeigt eine neue Ära der Beziehung Gottes zu seinem Volk. Es geht nicht mehr um blutige Tieropfer, sondern um das gerechte Opfer Christi, durch das Sünden vergeben und eine innere Gemeinschaft mit Gott ermöglicht wird. Das Blut steht symbolisch für die vertragliche Zusicherung Gottes: Vertrauen, Vergebung und Gegenwart im Heilsplan durch Christus. Das Mahl ist zugleich Dankopfer und Erinnerung, ein fortdauerndes Zeichen der Gemeinschaft der Gläubigen mit dem Herrn.
Wichtige Themen
Verwandte Passagen
– 1. Korinther 11,23–25 erläutert die Einsetzung des Abendmahls als Praxis und Gedächtnismittel der Gemeinde. Hinweis: Die Worte Jesu über das Brot und den Kelch dienen als Grundlage der liturgischen Handlung.
– Hebräer 9,14–15 verweist auf das bessere Opfer und das neue Vermächtnis, das durch Christus verwirklicht wird, wodurch der alte Opferdienst abgelöst wird.
– Jesaja 53 und Johannes 1,29 zeigen, wie das Opfer Christi als Lamm Gottes die Sünden der Welt trägt und Gottes Rettung wirkt.
Praktische Reflexion
Für den Gläubigen bedeutet dieser Vers, das Verständnis des Opfers Christi lebendig zu halten: Wir leben aus der Vergebung und werden täglich an das neue Bündnis erinnert. Das Abendmahl ruft zur Dankbarkeit, zur Selbstprüfung und zur Bereitschaft, als Teil einer geistlichen Gemeinschaft füreinander zu beten und zu dienen. Wörtlich erinnert uns das Blut an die unparteiische Zuwendung Gottes durch Christus – ein Sühnopfer, das alle Glieder des Leibes verbindet.
Zusammenfassung
Lukas 22,20 markiert den Übergang in eine neue Ära der Offenbarung: Der Kelch steht für das neue Testament, das in Christi Blut vergossen wird. Das Abendmahl bindet Christus’ Tod an das Leben der Jünger und der Gemeinde. Es ruft zu Dank, Gemeinschaft und treuem Gehorsam in der Nachfolge Jesu.
Kurzzitate aus den klassischen Auslegungen (frei wiedergegeben):
Matthew Henry betont, dass der Kelch das Opfer Christi als Gedächtnisakt der Rettung und als Quelle der neuen Gnade bezeichnet. Albert Barnes hebt hervor, dass das Blut die vertragliche Verheißung des neuen Bundes symbolisiert und nicht mehr auf Tieropfer zurückgreift. Adam Clarke erklärt, dass Jesu Tod hier als endgültige Grundlage der Versöhnung gesehen wird, durch die der Heilsplan erfüllt wird.