Lukas 9:27 Bedeutung und Kommentar zum Bibelvers

Ich sage euch aber wahrlich, daß etliche sind von denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis daß sie das Reich Gottes sehen.

Vorheriger Vers
« Lukas 9:26
Nächster Vers
Lukas 9:28 »

Lukas 9:27 Vers-für-Vers-Kommentar

Lukas 9,27 (LUTH1912): Der Blick auf das Reich Gottes und die Verheißung des kommenden Tempels

Sofortiger Rahmen
Jesus hat sich seinen Jüngern erneut offenbart, dass das göttliche Reich nicht bloß äußerliche Macht oder sichtbare Zeichen auf Erden verlangt, sondern eine echte Erschließung des Gottesreichs im Herzen und in der Zukunft. Die Worte stehen in einer Absicht, Zuversicht zu schenken und gleichzeitig Augen und Herz zu weiten für Gottes planvollen Handeln.

Was der Text über Gott und den Glauben offenbart

Jesus bestätigt eine Wahrheit über den Glauben: Einige unter ihnen werden den Tod nicht schmecken, bis sie das Reich Gottes sehen. Daraus geht hervor, dass Gottes Reich bereits in einer bestimmten Weise gegenwärtig wirkt – in der Gegenwart Jesu, in seinen Taten, Lehren und dem Wirken des Heiligen Geistes. Gleichzeitig wird eine zukünftige Erscheinung gespiegelt, in der das Reich vollständig sichtbar wird. Die Aussage richtet den Blick sowohl auf das jetzige Wirken Gottes im Dienst der Jünger als auch auf die zukünftige Offenbarung, die endgültige Herrschaft Christi über alle Dinge.

Wichtige Wörter und Bilder

  • das Reich Gottes sehen: Hier bedeutet es sowohl eine gegenwärtige Erkenntnis Gottes, die in der Jüngerschaft wächst, als auch die zukünftige Offenbarung der vollendeten Herrschaft Christi. Es ist eine Einladung, Gottes Walten in Jesus zu erkennen.
  • den Tod nicht schmecken: Ein Bild der tiefen Lebenskontinuität in Gott. Anders gesagt: Das Reich Gottes wird so kostbar, dass der physische Tod ihm nicht mehr den endgültigen Sinn gibt; der Glaube hält das himmlische Ziel fest.

Verwandte Abschnitte und Verknüpfungen

Gleichartige Passagen finden sich, die die Gegenwart des Reiches in Christus betonen (z. B. Lk 17,21; Mt 12,28). Ebenso weisen andere Stellen darauf hin, dass die endgültige Herrschaft Gottes erst mit der Wiederkunft Christi sichtbar wird und die Verheißung für die Gläubigen zur Gegenwart spricht, während sie im Glauben wandeln.

Alltagsbezogene Anwendung

Für uns heute bedeutet dies: Das Reich Gottes misst sich nicht allein an äußeren Erfolgen, sondern an der Tiefe der Verbindung zu Gott durch Jesus. Wer Jesus folgt, erlebt schon hier eine Vorwegnahme des kommenden Reiches – in der Umkehr, im Dienst, in der Gemeinschaft der Gläubigen. Die Verheißung ermutigt, geduldig zu bleiben, in der Mission zu leben und Gottes Wirken im Alltag zu suchen.

Historisch-theologische Einordnung (aus klassischer Beurteilung)

Vertrauend auf öffentliche, vereinzelt zitierte Einschätzungen der klassischen Kommentatoren kann man Folgendes feststellen: Matthew Henry betont, dass Gott die Zeit und den Sinn von Lebenszeit in seinen Rat ordnet und dass das Reich Gottes eine gegenwärtige Realität in der Herzen der Gläubigen ist, die sich durch Glauben und Gehorsam eröffnet. Albert Barnes hebt die Bedeutung hervor, dass die Verheißung eine besondere Gnade für die Jünger in dieser Zeit bedeutet, während Adam Clarke auf die sichere Hoffnung einer zukünftigen Offenbarung verweist. Eine ergänzende Stimme könnte die Sichtweise eines weiteren öffentlichen Domain-Kommentators hinzufügen, der das Reich Gottes als eine sich schrittweise offenbarende Regierung Gottes interpretiert, die in Christus gegenwärtig und in zukünftigen Ereignissen vollendet wird.

Kurze Querverbindungen

— Lukas 17,21: Das Reich Gottes ist mitten unter euch. Eine Hinweis darauf, dass Gottes Gegenwart schon in Jesus zu finden ist. Erklärung: Das Reich beginnt im Erkennen Jesu und im Erleben seiner Gegenwart.

— Matthäus 6,33: Zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit. Erklärung: Priorität auf Gottes Herrschaft im Herzen, dann auf weltlicher Sorge.

— Offenbarung 11,15: Das Reich ist gewiss und wird vollendet. Erklärung: Die endgültige Sichtbarkeit des Reiches wird zur Hoffnung der Gläubigen.

Zusammenfassend öffnet Lukas 9,27 den Blick auf Gottes gegenwärtige Wirksamkeit in Christus und auf die kommende Offenbarung seines Reiches. Der Satz ermutigt zur treuen Nachfolge trotz Spannung zwischen Gegenwart und Vollendung.

Beachte: Die wörtliche Rede von Matthew Henry, Albert Barnes oder Adam Clarke wird hier nur als kurze Bezugshilfe zitiert, sofern vorhanden. Der Text bietet eine eigenständige Übersetzung aus LUTH1912.

*** Dieser Kommentar enthält Inhalte aus klassischen gemeinfreien Quellen. Teile des Materials wurden mithilfe künstlicher Intelligenz verarbeitet, zusammengefasst oder übersetzt. Bitte vergleiche jede Erklärung mit dem vollständigen Bibeltext und seinem Zusammenhang. Wenn du einen Fehler oder eine verbesserungsbedürftige Übersetzung findest, teile es uns bitte mit.

Lukas 9:27 Querverweise und verwandte Bibelstellen

Entdecke Bibelstellen, die durch gemeinsame Themen, Lehren oder Zusammenhänge mit diesem Vers verbunden sind. Querverweise helfen dir, verschiedene Schriftstellen miteinander zu vergleichen und die Aussage des Verses besser zu verstehen. Wähle ein Bild aus, um die verwandte Bibelstelle, ihre Erklärung und den zugehörigen Bibelkommentar zu lesen.

Matthäus 16:28 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Matthäus 16:28 (LUTH1912) »
Wahrlich ich sage euch: Es stehen etliche hier, die nicht schmecken werden den Tod, bis daß sie des Menschen Sohn kommen sehen in seinem Reich.

Johannes 21:22 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Johannes 21:22 (LUTH1912) »
Jesus spricht zu ihm: So ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!

Markus 9:1 LUTH1912 Bild eines verwandten Bibelverses
Markus 9:1 (LUTH1912) »
Und er sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Es stehen etliche hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis daß sie sehen das Reich Gottes mit seiner Kraft kommen.

LUTH1912 Bibelbuch auswählen