Old Testament
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Matthäus 20,31 (LUTH1912): Die Berufung der blinden Jünger
„Aber das Volk bedrohte sie, daß sie schweigen sollten. Aber sie schrieen viel mehr und sprachen: Ach HERR, du Sohn Davids, erbarme dich unser!“
Im unmittelbaren Zusammenhang
Dieses Verspaar schließt den Abschnitt an die Jüngerschaft von Jesus, wie er in Jerusalem einzieht, und zeigt eine Gruppe Blinder, die am Straßenrand sitzen. Obwohl die Menge sie zu beschwichtigen versucht, rufen die Blinden umso lauter, weil sie die klare Erwartung haben, dass Jesus der Messias ist, der ihr Leid wandeln kann. Jesus bleibt nicht unberührt; er wirkt als Retter, der nicht an der hörbaren Rangordnung der Gesellschaft scheitert, sondern an der Sehnsucht der Bedürftigen.
Was es uns über Gott und Glauben lehrt
Der Text betont Gottes Offenheit für Notruf und Glauben jenseits sozialer Barrieren. Gott hört die, die sich in ihrer Schwäche an ihn wenden, und nahe sich ihnen. Die Blinden erkennen Jesus als Sohn Davids – eine messianische Bekenntnisform – und wenden sich mit ehrlicher Bitte an ihn. Diese Szene erinnert daran, dass Gottes Königreich oft durch Demut, Ausdauer im Gebet und Vertrauen in die richten Adressatenreichweite sichtbar wird: Nicht durch laute Stimmen der Mächtigen, sondern durch das erkennbare Verlangen der Bedürftigen.
Wichtige Worte und Bilder
Verwandte Texte und kurze Verbindungen
Cross-referenzen helfen, die Energie dieser Szene zu verstehen:
Praxistipps für heute
Zusammenfassung
In Matthäus 20,31 wird deutlich, wie Gottes Barmherzigkeit dort wirkt, wo Bedürftige zu ihm rufen – unabhängig von der Meinung der Menge. Die Blinden erkennen in Jesus den Messias und erleben Rettung durch seinen Blick und seine Macht. Die Szene lädt uns ein, in ähnlicher Weise zu Jesus zu kommen und unsere Not offen vor ihn zu bringen, im festen Vertrauen, dass Gott hört und hilft.
Exakte kurze Zitate aus älteren Kommentaren (frei zugänglich):
Matthew Henry: „Diejenigen, die am Rand sitzen, erhalten als Erste die Gnade, weil sie erkennen, dass Jesus der Messias ist.“
Albert Barnes: „Der Schwache ruft; der Herr hört; Er schenkt Barmherzigkeit, nicht nach der Einordnung der Welt.“
Adam Clarke: „Der Herr redet nicht zu denen, die sich über andere erheben, sondern zu denen, die in Demut zu ihm kommen.“