Old Testament
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Psalm 147:11 (LUTH1912): Der HERR hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen.
Umgebung des Verses: Psalm 147 schließt den Lobpreis Gottes über seine Schöpfung, Fürsorge und Ordnung ein. Vor Vers 11 werden Gottes Register und seine Heilsgaben beschrieben: Er zählt die Sterne, richtet die Erde, schickt sein Wort aus und stärkt die, die seinen Bund bewahren. In dieser Zuversicht tritt der Vers 11 als Zusicherung hervor: Gottes Wohlgefallen gilt denen, die ihn fürchten und auf seiner Güte hoffen.
Was dieser Vers über Gott und den Glauben aussagt
Der Vers verbindet zwei treibende Wirkkräfte des Glaubens: Ehrfurcht (Gott fürchten) und Vertrauen auf Gottes Güte. Wer Gott achtet, dem schenkt er seine Haltung der Zuwendung: Sein Wohlgefallen ist nicht an äußeren Erfolgen geknüpft, sondern an der aufrichtigen Herzenshaltung gegenüber ihm. Das „Fürchten“ hier bedeutet ehrfürchtiges, kindliches Vertrauen, nicht Furcht im Sinn von Panik. Daraus folgt eine lebendige Hoffnungsbewegung: Wer Gottes Güte hofft, erwartet seine Treue und seine Hilfe in der Zeit von Not.
Wichtige Begriffe und Bilder
Verwandte Passagen (Cross-References)
Hinweise auf ähnliche Gedanken finden sich z. B. in:
Historisch-liturgischer Hintergrund (kürzer Überblick)
Die Psalmen verbinden Anbetung mit der Gotteserfahrung des jüdischen Volkes: Gottes Nähe wird erlebt, wenn Menschen in Ehrfurcht vor ihm leben und seine Güte erwarten. Das Motiv der Güte als Gegenleistung für Gottesfürchtige erinnert an die lebensgestaltende Güte, die sich in der Geschichte Israels gezeigt hat.
Anwendung für heute
Für Gläubige heute bedeutet dieser Vers: Wenn ich Gottes Nähe suche, indem ich ihn in Ehrfurcht achte, erfahre ich seine Güte in ganz praktischer Weise – in Trost, Führung, Versorgung und der Zuversicht, dass Gott treu bleibt. Diese Haltung ruft zu einer aufrichtigen Hingabe auf: Vertrauen in Gottes Plan, auch wenn äußere Umstände unsicher sind.
Zusammenfassung
Psalm 147:11 verbindet Ehrfurcht vor Gott mit Vertrauen in seine Güte und macht deutlich, dass Gottes Wohlgefallen sich auf jene richtet, die ihn ernst nehmen und auf seine Treue hoffen. Die Hinweisstellen erinnern daran, dass Gottes Nähe und Hilfe für die Gläubigen Realität sind – heute wie damals.
Quellenhinweise (auslagert sich in den Kommentaren)
Vermerke zu wörtlichen Aussagen der Kommentatoren:
Matthew Henry: Hinweis auf die Belohnung der Gottesfurcht durch Gottes Gnade (zusammenfassend, kein direktes Zitat im Text).
Albert Barnes: Betont die Gegenwart Gottes für die, die ihn suchen, und die Ruhe, die daraus resultiert.
Adam Clarke: Unterstreicht, dass Gottes Gefallen an denen liegt, die ihn lieben und auf seine Güte hoffen; stärkt den Trost der Gläubigen in Not.