Old Testament
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Psalm 56:10 (Luther1912): „Ich will rühmen Gottes Wort; ich will rühmen des HERRN Wort.“
Im unmittelbaren Zusammenhang des Psalms 56 offenbart der Vers das Herzvertrauen Davids in Gottes verlässliches Wort trotz widerstreitender Angst. Die Verszeile bildet eine bewusste Wendung von Furcht zur Zuversicht: Der Psalm spricht davon, dass Gottes Wort der Quelle des Lobes wird und nicht der Furcht.
Was der Text über Gott und den Glauben aussagt
Der Vers verbindet zwei Akte des Lobes: zuerst das Lob Gottes selbst durch sein Wort, dann das Lob Gottes durch das, was er gesprochen hat. Es ist ein Bekenntnis, dass Gottes verheißenes Wort zuverlässig ist und Ruhe schenkt, selbst wenn Feinde drohen. Der Glaube erkennt in Gottes Wort eine feststehende Wahrheit, die über die gegenwärtige Bedrängnis hinaus Bestand hat.
Wichtige Wörter und Bilder
„rühmen“ bedeutet hier nicht ausschließlich Jubel, sondern verherrlichendes Bekenntnis: Das Wort Gottes wird gepriesen, weil es verlässlich ist. „Gottes Wort“ und „des HERRN Wort“ betonen die Quelle der Zuversicht: Gottes selbstgegebenes Wort gilt als sicher, bindend und tröstlich. In der Hebräischen Struktur steht die Wiederholung des Wortes als stilistische Bestätigung der Zuverlässigkeit.
Verwandte Passagen
Zusammen zeigen diese Verbindungen, dass das Lob Gottes eng verknüpft ist mit der Zuverlässigkeit seines Wortes und der daraus resultierenden Lebensführung.
Beiträge der klassischen Kommentatoren (aus Public-Domain-Quellen)
Matthew Henry betont, dass das Lob Gottes durch das Sein und Tun seines Wortes gestärkt wird; das Vertrauen auf Gottes Verheißungen übersteigt menschliche Furcht. Albert Barnes verweist darauf, dass Davids Wort sich auf Gottes Verheißung richtet, die in Zeiten der Gefahr beständig bleibt. Adam Clarke hebt hervor, dass das Wort Gottes die Quelle der Trostgabe ist, die in alle Zeiten hineingreift und den Gläubigen stärkt. Alle drei Kommentatoren verbinden den Vers damit, dass Gottes Wort die Grundlage für fester Zuversicht ist, selbst wenn Umstände gegenwärtig bedrängen. Direkte Textzitate aus den genannten Quellen werden im Kontext dieses Kommentars nur dann erwähnt, wenn sie verfügbar sind; hier wird der Sinn desselben wiedergegeben, ohne wörtliches Zitat auszuformulieren.
Praktische Auslegung und Gegenwartsanwendung
Für heute bedeutet der Vers: Wenn Angst droht, wende dich auf das Gehörte, das Gott zugesagt hat. Das Wort Gottes dient als Stütze in Konflikten, als Quelle des Lobes und als Orientierung für Entscheidungen. Das bewusste Ausrichten auf Gottes Wort stärkt die Zuversicht, dass Gottes Absichten überzeitlich zuverlässig sind. Christen können in ähnlicher Weise ihr Vertrauen durch Worte der Schrift ausdrücken, statt sich von Furcht leiten zu lassen.
Kurze Ankerworte
Cross-ref.: Siehe auch Psalm 56:3–4; Psalm 119:105; Jesaja 40:8, um die Tiefe der Worttreue Gottes im Psalmzusammenhang zu verstehen.