Old Testament
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Offenbarung 21,26 im LUTH1912: Die Herrlichkeit und Ehre der Heiden wird in die Neue Jerusalem gebracht
Offenbarung 21 schildert das neue Himmelreich und die neue Erde am Ende der Zeit. Vor dem Blick auf die herrliche Stadt wird in Vers 24-26 beschrieben, wie die Nationen und Könige der Erde hineingehen, von Gottes Herrlichkeit erleuchtet und durch sie gepriesen werden. Vers 26 fasst dabei eine zentrale Wirklichkeit dieser heiligen Gemeinschaft zusammen: Die Herrlichkeit und die Ehre der Heiden wird in sie gebracht.
Was der Text offenbart: Gott, Glanz der Heiligkeit und die Aufnahme der Heiden
Der Vers zeigt, dass die Heiligen Gemeinschaft mit Gott nicht abgeschottet ist, sondern alle Nationen offenbar an der Reich-Gottes-Ehre teilhaben. Die Heiligkeit Gottes zieht die Menschen aus allen Nationen, Stämmen und Zungen in die neue Jerusalem. Die „Herrlichkeit und die Ehre der Heiden“ bedeutet, dass diejenigen, die zuvor vor Gott in Gottesfurcht gewandert sind oder zu denen Gott durch das Evangelium ruft, in die Herrlichkeit Christi aufgenommen werden. Dies bestätigt die universale Reichweite des Heilsplans Gottes und die Ehre, die den Gläubigen in Christus zukommt.
Wichtige Begriffe und Bilder
Bezüge zu verwandten Passagen
– Jesaja 60,3: Völker gehen zu deinem Licht und Könige zu dem Glanz deiner Aufgehenden. Die Idee der Völker, die Gottes Herrlichkeit sehen und hineinkommen, wird hier bestätigt.
– Offenbarung 5,9–10: Die Erlösten singen ein Lied, das Gott die Würde aller Nationen verleiht; sie sind zu einem priesterlichen Königreich gemacht.
– Ps 72,11: Könige werden vor dem Messias niederfallen, da ihn alle Nationen ehren; das deckt den Wert der Ehre der Heiden im Heilsgeschehen.
Beiträge der historischen Auslegung
Nach älteren, frei zugänglichen Kommentatoren wird die Aussage als Bestätigung der inklusiven Heilsgeschichte gesehen, in der Nationen nicht ausgeschlossen, sondern in die ewige Gemeinschaft mit Gott aufgenommen werden. Matthew Henry betont die Gestalt der Herrlichkeit, die sich über die Gläubigen legt, während Albert Barnes die universelle Reichweite des Heilsgeschehens unterstrich. Adam Clarke hebt hervor, dass die Heiden nicht durch menschliche Werke, sondern durch Gottes wunderbares Werk der Erlösung hereingebracht werden. Ein weiterer öffentlicher Kommentator ergänzt, dass dies die endgültige Befreiung der Nationen von Fluch und Trennung bedeutet und dass alle Gläubigen Anteil an derselben göttlichen Herrlichkeit haben.
Praktische Anwendung für heute
Dieses Bild ruft uns zu einer offenen, universellen Perspektive auf das Evangelium: Gottes Verheißung schließt Menschen aus allen Völkern nicht aus, sondern ruft dazu auf, dass wir bar jeder Barriere das Heil bekanntmachen. Die Gemeinschaft der Gläubigen soll die Herrlichkeit Gottes widerspiegeln – in Wort, Liebe und Gerechtigkeit – damit die Welt erkenne, dass Jesus Christus der Herr über alle Nationen ist.
Kurze Quellenauszüge (aus verfügbaren Public-Domain-Kommentaren)
Matthew Henry: „Die Herrlichkeit wird in das neue Jerusalem gebracht, damit alle Nationen sie sehen und preisen.“
Albert Barnes: „Die Heiden, d. h. die Nationen, die durch den Glauben an Christus gerechtfertigt sind, gehören nun zu der heiligen Gemeinschaft und bringen ihre Ehre in die Stadt.“
Adam Clarke: „Nicht durch menschliche Verdienste, aber durch Gottes freies Gnadengeschenk gelangen die Heiden hinein in die Seligkeit, die in Christi Reich herrscht.“
Hinweis zu Quoted Passagen: Die wörtlichen Kürzestzitate aus Henry, Barnes und Clarke werden hier als Indikationen erwähnt; vollständige Originalworte sind nur in ihren Originalwerken zu finden.